Vieles von dem, was in dem komplizierten und
langwierigen Schlichtungsverfahren an Ergebnissen erzielt worden ist,
hätte GDL-Chef Weselsky wohl schon früher von der Bahn bekommen
können – höhere Löhne, geringere Arbeitszeiten, mehr Personal, um nur
einige Stichworte zu nennen. Aber der Konflikt war vor allem ein
tarifpolitisches Machtspiel, ein Streit um Einfluss und Geltung im
Schatten des umstrittenen Tarifeinheitsgesetzes. Diese
Auseinandersetzung hat Weselsky f
Das Gefälle in EU-Europa könnte kaum größer sein.
Während Griechenland am Abgrund steht und sich viele Hellenen sorgen,
wie sie in den nächsten Tagen und Wochen über die Runden kommen
sollen, gleicht Deutschland einem Wirtschaftswunderland. Das jüngste
Zahlenwerk von Wolfgang Schäuble, das gestern vom Bundeskabinett
verabschiedet wurde, ist gewissermaßen ein Spiegelbild dieses Booms.
In der Rubrik Neuverschuldung steht gleich fünfmal
Dreifache Überbelegung in Aufnahmestellen,
Notunterkünfte in Jugendherbergen, Hagen schafft Platz auf einem
Schulgelände – die Unterbringung von Flüchtlingen droht in NRW
vollends aus dem Ruder zu laufen. Und es ist keine Lösung in Sicht.
Gleichzeitig ist absehbar, dass der Zustrom im Laufe des Sommers
weiter anwachsen wird.
Es rächt sich nun, dass Bund und Land zu lange glaubten, dem
Problem vor allem mit schärferen Regeln begegnen zu können – e
Was bleibt, ist ein unschönes Sittengemälde der
Staatsgewalten. Es treten auf: Die SPD-Bundestagsfraktion, wo sich
der eine Innenexperte an Videos mit nackten Jungen erfreute und der
andere Innenexperte die gefährliche Droge Crystal Meth konsumierte.
Zudem die niedersächsische Justiz mit ihren undichten Stellen. Und
schließlich ein wohlmeinender Innenminister, der seinen künftigen
Koalitionspartner über den Verdacht gegen Edathy informierte.
CSU-Mann H
Die "Hemingway–s Bar" im Keller der seit über 50
Jahren außer Dienst gestellten kubanischen Botschaft in Washington
ist ein Geheimtipp. Bei seltenen Anlässen kredenzt die
Interessenvertretung der sozialistisch regierten Karibikinsel den
besten Mojito weit und breit. Ab 20. Juli werden in dem Gebäude
wieder kubanische Diplomaten im Volldienst arbeiten.
Auf dem Weg zur Normalisierung der seit über 50 Jahren ins
künstliche Koma versetzten Beziehun
Man möchte die Vertreter der beiden Konfliktparteien
Bahn und Lokführergewerkschaft GDL am liebsten an den Schultern
packen und ihnen zurufen: Warum nicht gleich so! Nach einjähriger
Auseinandersetzung, neun Lokführerstreiks und insgesamt 420 Stunden
Arbeitskampf, die die Geduld der ganzen Nation auf eine selten harte
Probe gestellt haben, ist der längste Tarifkonflikt in der Geschichte
der Bahn endlich beigelegt.
Dem Schlichter-Duo Ramelow und Platzeck gebührt
Dank. Sie haben, anfangs eher belächelt wegen vermeintlich fehlender
Erfahrung, weitaus mehr geleistet als die hoch geschätzten, aber
letztlich doch gescheiterten Kita-Schlichter Milbradt und
Schmalstieg. Diesen ist es nämlich trotz ihrer Schlichter-Erfahrung
nicht gelungen, das Kita-Personal zu befrieden. Aber es kommt auch
auf den Kompromisswillen der Tarifpartner an. Ohne ihn wird es auch
keinen Frieden bei der Lu
Warum nicht gleich so? Das fragt sich der staunende Beobachter
nach der harten Tarifauseinandersetzung zwischen der Deutschen Bahn
und der Lokführergewerkschaft GDL. Neun Streiks haben den
Staatskonzern nicht nur fast eine halbe Milliarde Euro gekostet,
sondern auch seinen Ruf als verlässlicher Transport-Anbieter
beschädigt. Angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Fernbusse ist
beides Gift. Wie so häufig fühlen sich alle als Sieger. GDL-Chef
Cla
Als Dipl. Psychologin und Übersetzerin arbeitet Frau Dr. Haberger zielorientiert und verhilft ihren Klienten dazu, sich selbst und ihre Herausforderungen positiv zu verändern.