Liebig 14, das mit riesigem Aufwand geräumte
Haus in Berlin, hat wieder mal das Klischee bestätigt: So wie die
Düsseldorfer Rad schlagen, die Aachener von Printen leben und die
Münchner sich im Hofbräuhaus vergnügen, so sind die Berliner immer
gut für einen deftigen Krawall. Und Chaoten streben nicht nur nach
dem Chaos, sie wohnen selbst drin, wie die Bilder zeigen. Jenseits
aller Vorurteile bedeutet die Räumung einen Rückschritt. Die
"Ber
Während in Kairo Straßenschlachten toben und
Blut fließt, wird hinter den Kulissen ein Kampf um die Kontrolle des
Internets geführt. Denn dort hat die Bewegung der Regimegegner ihren
Anfang genommen. Das Netz bietet der Meinungsvielfalt auf
einzigartige Weise Raum. Niemals waren die Hürden niedriger, die ein
einzelner überwinden muss, um – zumindest theoretisch – Milliarden
seine Meinung kundzutun und zu protestieren. In Ländern, wo Rundfunk
und Fernse
Norbert Walter-Borjans wird einfach nicht
klüger. Mehrfach ist der SPD-Finanzminister ermahnt worden,
respektvoller mit den Verfassungsrichtern dieses Landes umzugehen.
Jetzt hat er es sich auch mit dem Parlament verscherzt. Zu ständigen
Wasserstandsmeldungen sei er nicht verpflichtet, ließ der Minister
wissen. Ein solche Haltung mag juristisch zutreffen, politisch ist
sie verheerend. Unfassbar: Der Finanzchef und seine
Ministerpräsidentin begründeten am 19. Janu
Wenn eine schon ganz oben angelangt ist, dann
hat sie´s ja geschafft. Eine Frauenquote braucht Angela Merkel
jedenfalls nicht mehr. Nehmt euch ein Beispiel an mir und jammert
nicht, mag die Kanzlerin bei sich denken. Gleichberechtigung liegt
ihr erkennbar weniger am Herzen als der Koalitionsfrieden und die
nächsten Wahlen, anders ist ihre in dieser Debatte sehr frühe Absage
an eine Frauenquote nicht zu erklären. Frauen können sich auf die
mächtigste Frau im
Hosni Mubarak ist ein Mann, der offensichtlich
fürchtet, sein Gesicht zu verlieren. Ein Rücktritt kommt für ihn
nicht in Frage. Mubarak träumt weiter von einem Ruhestand als
Ex-Präsident, der im September nach 30 Jahren im Dienst am Vaterland
ehrenvoll aus dem Amt scheidet. Diese Verkennung der wahren Lage in
Ägypten grenzt schon an Verblendung. Nach Tagen der Revolte und
Hunderten von Toten sind die Menschen zu keinen Kompromissen mehr
bereit: Mubarak soll g
Es soll sich keiner täuschen lassen von den
Bildern schlimmer Gewalt aus Kairo. Dies ist ein verzweifelter
Versuch eines despotischen Regimes, seine Herrschaft mit brutal
vorgetragenen Angriffen auf die breite Protestbewegung
zurückzugewinnen. Die Schlägertrupps, die jetzt in der ägyptischen
Hauptstadt agieren, sind die Fortsetzung einer Politik der
Folterkeller, die bisher diese trügerische Ruhe garantierte. Für alle
Staaten der Demokratie sind diese Bilder e