Nach Eva Herman nun also Thilo Sarrazin. Wenn man
es heute in der Hand halten und lesen darf, dieses Buch mit seinen
464 Seiten, dessen Auszüge vorab schon die Republik in Wallung
versetzt haben, wird Folgendes geschehen: Nach einiger Zeit wird sich
beim Leser die große Ermüdung breitmachen angesichts der ausufernden
Schwafelei. Dann wird sich das Buch des Thilo Sarrazin auf das
reduzieren, was es ist: Ein Schinken fürs Regal, der neben die
Ergüsse der Ex-Tagessch
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu
Guttenberg ist mit seinen kühnen Reformplänen an diesem Wochenende
gleich zweimal rau in der Wirklichkeit gelandet: Sein Vorschlag der
"Schnupperzeit" für neue Rekruten, also einer Probezeit, in der beide
Seiten entscheiden dürfen, ob eine Weiterbeschäftigung unter den
Sonderbedingungen von Streitkräften sinnvoll ist, muss eine pure
Selbstverständlichkeit sein für eine künftige deutsche Berufsarmee.
Mal sehen, ob die Schraube, an der Thilo
Sarrazin so munter nach rechts dreht, die weitere Windung aushält, zu
welcher der SPD-Politiker und Bundesbankvorstand jetzt ansetzt. Vom
onkelhaften Tipp an Hartz-IV-Empfänger, Heizkosten mittels warmer
Pullover in den Griff zu bekommen, hat er es weit gebracht – bis zu
der steilen These, "alle Juden teilen ein bestimmtes Gen". Der Punkt
ist nahe, an dem Sarrazin das Ganze überdreht. Einiges von dem, was
der ehemalige Berli
Das war mindestens ein Interview zu viel! Thilo
Sarrazin hätte besser geschwiegen, als Unsägliches über jüdische Gene
in die Welt hinauszuposaunen. Seine im übrigen in der Sache
grundfalsche Behauptung über die besondere genetische Disposition
»der« Juden im Verhältnis zu einer Volksgruppe – in diesem Fall »die«
Basken – hat ihn endgültig isoliert. Heute erscheint sein Buch, in
dem er sich, soweit bekannt, wohlweislich nicht zu
Ohne die im Organspenderausweis dokumentierte
Bereitschaft oder der Zustimmung durch nahe Verwandte dürfen keine
Organe entnommen werden. So kommt es, dass zwar die Mehrheit in
Umfragen ihre Spenderbereitschaft bekundet, aber nur jeder sechste
Bürger einen Spenderausweis unterzeichnet hat. So kommt es, dass
Ärzte sich scheuen, Angehörigen am Totenbett um Erlaubnis zu bitten,
die Organe eines Verstorbenen zu entnehmen. Und so kommt es, dass
Nierenkranke hierzulande im D
Der fünfte Jahrestag von Hurrikan Katrina reißt
alte Wunden auf. Der Naturkatastrophe folgte ein politisches,
soziales und bürokratisches Desaster. Als New Orleans von Gewalt,
Rechtlosigkeit, Chaos und Hilflosigkeit überflutet wurde, zeigte
Amerika sein hässliches Gesicht. Die stolze Wirtschafts- und
Militärmacht wirkte wochenlang wie gelähmt. Nun wäre es unfair, die
bisherige Aufbauarbeit zu verschweigen oder die finanziellen und
menschlichen Anst
Karl-Theodor zu Guttenberg versteht es wie kein
anderer, sich in Szene zu setzen. Die Bilder vom neuerlichen
Truppenbesuch in Afghanistan – diesmal direkt aus dem Kampfgebiet –
sind starke Signale: Dieser Verteidgungsminister kümmert sich um
seine Soldaten, die die Politik in einen gefährlichen Einsatz schickt
und die durch die Debatte um die Bundeswehrreform zusätzlich
verunsichert sind. In zehn Monaten Amtszeit war Guttenberg bereits
zum fünften Mal am Hindukusch. Die
Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu
Afghanistan: Vom Stabilisierungseinsatz mit starker ziviler
Wiederaufbau-Komponente hat sich der Bundeswehreinsatz in der Region
Kundus schleichend in eine offensive, hässliche, kriegerische
Aufstandsbekämpfung verwandelt. Dass die Amerikaner dabei den Ton
angeben, sprich: etwa die Drecksarbeit der gezielten Tötungen
Dutzender Taliban-Kommandeure erledigen, macht die Sache doppelt
schwierig. Die Bundeswehr ist eine Parlament
Das Thema Organspende bedarf einer großen
Sensibilität. Und es muss fraglos akzeptiert werden, wenn jemand
nicht spenden will. Gleichwohl sind die Argumente für die
Widerspruchslösung gewichtiger. Das Selbstbestimmungsrecht wäre
dadurch nicht tangiert. Jeder, der nicht spenden möchte, könnte dies
verbindlich zu Lebenszeiten festlegen. Das ist nicht zuviel verlangt.
Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205
Gut, dass wir darüber geredet haben! Und mehr nicht?
Das kann wohl kaum das erwünschte Ergebnis sein nach dem runden Tisch
zum heftig umstrittenen Milliardenvorhaben Stuttgart 21, zu dem
Bahnchef Rüdiger Grube jetzt Politiker und Vertreter der
Projektgegner für September eingeladen hat. Aber ein anderes Ergebnis
ist ernsthaft kaum zu erwarten nach solchen Gesprächen: Plötzlich
kein Abriss, kein Tiefbahnhof? Eine Lösung mit Erhalt des
Kopfbahnhofs kommt f&u