Stuttgarter Zeitung: Ramelow rüffelt die eigene Bundestagsfraktion

Der Thüringer Linksfraktionschef und
Spitzenkandidat im Landtagswahlkampf, Bodo Ramelow, kritisiert die
eigene Bundestagsfraktion wegen ihrer uneinheitlichen Abstimmung über
die Beteiligung der Bundeswehr an der Vernichtung syrischer
Chemiewaffen. Er wolle das beim Bundesparteitag zum Thema machen,
sagte Ramelow im Interview der Stuttgarter Zeitung (Freitagausgabe).
"Wir müssen aufarbeiten, dass die Linke im Bundestag teils mit Ja,
teils mit Nein und teils mit Enthaltun

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Syrien/Präsidentenwahlen

Dass der Mörder im Nadelstreifenanzug jetzt noch
die internationalen Hilfsorganisationen zu einem größeren Einsatz für
die Flüchtlinge ermuntert, gehört genauso zu den Absurditäten, die
die Weltgemeinschaft unwidersprochen hinnimmt, wie die für den 3.
Juni anberaumten Präsidentenwahlen. Was können diese anderes sein als
eine Farce? Den Frieden werden sie nicht bringen. Da dürfte es Assad
auch nicht stören, wenn die USA jetzt ihre Mi

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Putin/Ukraine

Es ist das erste wirkliche Hoffnungszeichen in
der Ukraine-Krise. Wladimir Putin hat eine Verschiebung des
umstrittenen Referendums im Osten des Landes über eine Unabhängigkeit
gefordert. Damit könnte der Kremlchef den Teufelskreis durchbrechen,
in dem sich das Land bewegt. Allerdings muss den Worten Putins mit
großem Misstrauen begegnet werden. Zu häufig hat er in den letzten
Wochen mit gezinkten Karten gespielt. Bei der völkerrechtswidrigen
Annexion der Kri

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Strompreisrabatte für die deutsche Schwerindustrie

Deutschland hat – angeführt von einem hart und
geschickt verhandelnden Wirtschaftsminister Gabriel – Stärke gezeigt
und sich durchgesetzt. Das ist schon in Ordnung. Der staatliche
Einsatz ist begründbar. Deutschland steht auch deshalb ökonomisch
stark da, weil es gelungen ist, die industrielle Produktion im Land
zu halten. Anders als Großbritannien, das heute darunter leidet, zu
einseitig auf den Dienstleistungssektor gesetzt zu haben. Eine
Maßnahme zur Str

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu medizinischen Kunstfehlern

Der deutsche Medizinbetrieb hat sich lange
dagegen gewehrt, eine eigene Fehlerkultur aufzubauen. Ärzte hielten
sich für unfehlbar. Und wer Schwächen einräumte, war schnell unten
durch. Patienten wiederum haben das Märchen vom Gott in Weiß zu gern
geglaubt. Für sie gab es nur den Null-Fehler-Arzt, alle anderen waren
Pfuscher. Dazwischen gab es nichts. Inzwischen sind wir weiter, aber
es gibt noch viel zu tun. Das Wichtigste ist, mit Fehlern offen
umzugehe

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zuÄrzte/Behandlungsfehler/Gutachten

Der Report des Medizinischen Dienstes belegt,
dass im Verhältnis zu den vielen Millionen Behandlungsfällen in
Kliniken und Praxen erfreulich wenige Fehler passieren. Das spricht
für die insgesamt sehr gute Qualität des Gesundheitswesens. Die
Möglichkeit der Patienten, sich bei einem vermuteten
Behandlungsfehler an den Medizinischen Dienst wenden zu können,
bietet den Betroffenen zudem Schutz davor, dass möglicherweise
schwere Fehler vertuscht werden. Und

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Baden-Württemberg/Hermann

Eigentlich müsste es Winfried Hermann allmählich
wissen: Immer, wenn er als Verkehrsminister Stuttgart-21-Gegner mit
Aufgaben betraut, steht er unter besonderer Beobachtung. Das gilt
erst recht, wenn es gute Bekannte von ihm sind, die von öffentlichen
Aufträgen profitieren. Entsprechend nachvollziehbar und unangreifbar
müssen die Vergaben sein. Es ist nicht zu kritisieren, dass sich der
Grüne bei der Ausschreibung der milliardenschweren Verkehrsverträge
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