Weser-Kurier: Der „Weser-Kurier“ (Bremen) kommentiert in seiner Ausgabe vom 16. Oktober zum Referendum in Schottland

Ein Marathon beginnt mit dem ersten Schritt.
Später, wenn alle nur das Bild des Siegers vor Augen haben, erinnert
sich niemand mehr daran, wie alles begann. Im Fall der stolzen
Patrioten in Edinburgh dürfte das anders sein. Sie sind zu einer
langen Reise ins Ungewisse aufgebrochen, die in einem anderen Land
enden könnte – im souveränen Schottland, das mit seinen englischen
Nachbarn kaum noch etwas gemein hat außer der Königin, dem Pfund und
den Streitkr&auml

Weser-Kurier: Der „Weser-Kurier“ (Bremen) kommentiert in seiner Ausgabe vom 16. Oktober zur Debatte um Asylbewerber

Dass Friedrich und Kollegen anfangs nur von
Asylbewerbern aus Serbien und Mazedonien gesprochen haben, ist ein
weiteres, perfides Detail. Denn es geht zumeist um Roma, die zwar
vielleicht aus sicheren Staaten kommen, aber dort keinesfalls sicher
sind. Sie werden diskriminiert und leben teils unter schlimmsten
Bedingungen, in Slums und ohne Bildung, Arbeit oder Perspektiven.
Diesen Menschen in ihrem Land zu helfen, wäre eine nachhaltige
Strategie, die nicht nur die Zahl der Wirtschaft

Börsen-Zeitung: Der Einsatz ist hoch, Kommentar zu Douglas von Annette Becker

Hoch gepokert und gewonnen? Diese Frage kann
sich die Gründerfamilie des Handelskonzerns Douglas wohl nur selbst
beantworten. Strahlende Gesichter dürfte es in jedem Fall in
Bielefeld und Ulm geben, können doch sowohl der Familienkonzern
Oetker als auch der Drogerieunternehmer Erwin Müller mit einem Preis
von 38 Euro je Aktie eine saftige Prämie auf den unbeeinflussten
Marktwert – also jenen Kurs vor Bekanntwerden der Übernahmepläne im
Januar 2012 – eins

Lausitzer Rundschau:Ökolust und Strompreisfrust Zur höheren Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien

Zwei Seelen wohnen in der Deutschen Brust: Sie
möchte die Energiewende haben, aber gleichzeitig auch billigen Strom.
Ökolust und Strompreisfrust. Aber es ist nicht umsonst, wenn man
Atom- und Kohlekraftwerke abschaltet und auf neue Techniken setzt,
die erst noch großindustriell weiterentwickelt werden müssen. Es wird
nicht günstiger, wenn man neben dem vorhandenen Versorgungssystem ein
zweites aufbaut und beide nebeneinander her produzieren müssen. Das
war eige

Rheinische Post: EU-Spaltpilz Kommentar Von Anja Ingenrieth

Der Spaltpilz des Separatismus infiziert
Europa: Die Schotten dürfen bald über ihre Unabhängigkeit abstimmen.
74 Prozent der Katalanen wünschen Umfragen zufolge ihren eigenen
Staat. Bei den belgischen Kommunalwahlen triumphiert mit Bart de
Wever ein Mann, der das EU-Gründerland in zwei Mini-Staaten
aufspalten will. Die meisten Autonomie-Bestrebungen haben eine lange
Geschichte. Doch die Krise gibt ihnen neue Vehemenz. Es geht nicht
nur um Selbstbestimmung und regi

Rheinische Post: Professorin in Not Kommentar Von Michael Bröcker

In den nächsten Tagen entscheidet sich die
Karriere einer außergewöhnlichen Politikerin. Seriös, unaufgeregt und
mit einer sympathischen Abscheu vor Inszenierungen hat sich Annette
Schavan vom Vorsitz der Jungen Union in Neuss bis zur
Bundesministerin und Kanzlerin-Vertrauten hochgearbeitet. Als redlich
wird die überzeugte Katholikin beschrieben. Dass ausgerechnet sie in
einer Doktorarbeit über das "Gewissen" vorsätzlich getäuscht haben
sol

Rheinische Post: Der Preis der Energiewende Kommentar Von Birgit Marschall

Die Energiewende ist ein deutsches
Jahrhundertprojekt: In wenigen Jahren stellt die viertgrößte
Volkswirtschaft ihre Energieversorgung komplett um. In der Welt wird
die Bundesrepublik für diesen Mut bewundert. Viele sehen unser
Beispiel als Blaupause für die eigene Energiewende. Es geht hier auch
nicht um das populistische Vorhaben einer Kanzlerin, die stets tut,
was ihr Volk will: Die Energiewende wäre ohnehin notwendig geworden,
weil die fossilen Brennstoffe aus

Westdeutsche Zeitung:Ärzte sollen beraten, nicht verkaufen = von Lothar Leuschen

Deutschland leistet sich eines der teuersten
Gesundheitssysteme der Welt. Das ist gut so. Denn fast nirgendwo
sonst werden Patienten so umfassend versorgt, ist das Ärzte-Netz
trotz des Mangels auf dem Land so engmaschig, sind Mediziner so gut
ausgebildet und Krankenhäuser so gut ausgerüstet. Wer je im Ausland
krank geworden ist, weiß das Gesundheitswesen in Deutschland umso
höher zu schätzen.

Und doch ist manches faul im System. Es dreht sich zunehmend un

NRZ: Unnötig Energie vergeudet – Kommentar zum Strom von Lothar Petzold

Atomkraftgegner überwintern bei Dunkelheit mit
kaltem Hintern". Der Werbespruch auf Auto-Aufklebern, den die Essener
Steag vor gut 30 Jahren verteilte, ist heute auf fatale Weise beinahe
wieder aktuell. Der Ausstieg aus der Atomenergie ist nicht
zurückzudrehen; der Großteil der Bevölkerung will das auch nicht.
Aber der Weg dorthin ist umstrittener als zuvor. Die Umstellung auf
erneuerbare Energien droht den Strom so teuer zu machen, dass für
Tausende die Aussa