Lausitzer Rundschau: Worte und Taten Zum bundesweiten Gedenken an die Opfer der Neonazi-Morde

In Erinnerungs- und Mahnkultur sind wir Deutschen
geübt. Notgedrungen. Aber können wir auch entschlossen sein,
Konsequenzen ziehen, alles tun, damit so etwas nicht wieder vorkommt?
Keine Toleranz den Intoleranten. Angela Merkels Satz war eigentlich
der gemeinsame Schwur der sehr gelungenen Gedenkveranstaltung für die
Mordopfer der Zwickauer Terrorzelle. Können und werden wir ihn
umsetzen? Die Ermittlungsbehörden haben nach ihrem Versagen einige
Korrekturen vorgenom

Rheinische Post: Merkels Dutzend

Ein Kommentar von Michael Bröcker:

Nicht, dass sich die Kanzlerin ernsthaft Sorgen machen müsste.
Eine Politikerin, die 180-Grad-Wenden in der Energie-, Sicherheits-
und Schulpolitik innerparteilich schadlos übersteht, zwei Präsidenten
verliert, sich den Bürgerliebling Joachim Gauck von der Mini-Partei
FDP aufdrücken lassen muss, ohne an Zustimmung im Volk zu verlieren,
die wird von zwölf Abgeordneten der schwarz-gelben Koalition, die
gegen ihre Europa

Rheinische Post: Milliarden für NRW

Ein Kommentar von Detlev Hüwel:

Kann es sich ein so hoch verschuldetes Land wie NRW wirklich
leisten, zusätzliche Einnahmen in Milliardenhöhe zu blockieren?
Zugegeben: Das mit der Schweiz ausgehandelte Steuerabkommen mag nicht
der reinen Lehre entsprechen, derzufolge Steuerbetrüger hart zu
bestrafen sind. Doch NRW und die anderen SPD-geführten Länder können
sich die Wirklichkeit nicht malen. Das Abkommen, das noch der
Zustimmung des Bundesrates bedarf,

Rheinische Post: Notwendiges Gedenken

Ein Kommentar von Gregor Mayntz:

Nutzt es etwas, wenn die Menschen in Deutschland für 60 Sekunden
innehalten? Wenn am Gendarmenmarkt in Berlin die Kerzen brennen? Wenn
1200 geladene Gäste bewegt der von Rechtsterroristen ermordeten Opfer
gedenken? Wird davon auch nur eines wieder lebendig? Hört auch nur
ein Neonazi mit seiner unsäglichen Hetze auf? Ja, es nutzt sogar
viel. Nach den skandalösen Fahndungspannen war es der Staat den
Angehörigen der Opfer einfac

Börsen-Zeitung: Good Banks, Bad Banks, Kommentar zur Bilanzvorlage der Commerzbank, von Bernd Wittkowski.

"Unser fest in der Realwirtschaft verankertes
kundenorientiertes Geschäftsmodell hat sich bewährt und ist auch in
einem herausfordernden Umfeld erfolgreich." Der Satz könnte von einer
grundsoliden Bank stammen. Er stammt diesmal jedoch von
Commerzbank-Chef Martin Blessing. Und er trifft sogar zu, weil er auf
die sogenannte Kernbank (Privatkunden, Mittelstand, Mittel- und
Osteuropa, Corporates & Markets) gemünzt ist. Dummerweise besteht die
Commerzbank aber a

Westdeutsche Zeitung: Wichtiger als jede Feierstunde ist das Verhalten im Alltag = von Martin Vogler

Eigentlich hätte Ex-Präsident Wulff das Land
beim ergreifenden Gedenken an die Neonazi-Opfer repräsentieren
sollen. Jetzt musste die Kanzlerin einspringen. Sie tat das im
Prinzip gut. Angela Merkel, die als sachlich und spröde gilt, hatte
vor der Veranstaltung mit den Verwandten der Opfer gesprochen.
Vielleicht trug dieses Erlebnis dazu bei, dass sie echte
Betroffenheit zeigte. Eine Entschuldigung bei den Angehörigen wegen
falscher Verdächtigungen durch die E

Mitteldeutsche Zeitung: zur Trauerfeier für rechte Terror-Opfer

Dass die Veranstaltung glückte, hat aber vor allem
mit den Hinterbliebenen zu tun, die überwiegend türkisch-stämmig
sind. Sie haben es in Deutschland oft nicht leicht. Die Mordserie und
ihre mangelnde Aufklärung sind beschämender Beleg für Ressentiments,
die hierzulande existieren. Und doch haben die Betroffenen das
alles großmütig hingenommen. Die Menschen ohne Migrationshintergrund
danken diesen Großmut den "Menschen mit Migration

Mitteldeutsche Zeitung: zu Gauck-Voting im MDR

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) zieht ein
Internet-Voting kommentarlos zurück, weil ihm die Ergebnisse nicht
passen. Aber genau so ist es offenbar gewesen, wie der Sender gestern
eingeräumt hat. Und damit einen Irrtum – oder eine Lüge offenbart,
denn noch am Dienstag hatte die MDR-Zentrale in Leipzig das genaue
Gegenteil erklärt. Da sollten böse Menschen die Abstimmung
manipuliert haben. Dabei war es um ein Stimmungsbild zur Eignung des
designierten Bundespr&aum

Mitteldeutsche Zeitung: zu Solarförderung und Sachsen-Anhalt

Doch so richtig es ist, jetzt um höhere Zuschüsse zu
kämpfen, so richtig ist es auch, dass mehr Staatshilfe den
Unternehmen nur noch kurzfristig helfen kann. Mittelfristig müssen
die Solarfirmen in Sachsen-Anhalt den Nachweis führen, dass sie sich
trotz immer kleiner ausfallender Finanzspritzen gegen die starke –
und oft hoch subventionierte – Konkurrenz aus dem Ausland behaupten
können. Denn die Geduld der Verbraucher ist begrenzt. Sie sind es
schließ