Mitteldeutsche Zeitung: zu Milchpreisen

Die steigenden Milchpreise im kurzfristigen Handel
sind ein sichtbares Zeichen für Knappheit im Markt. In den
kommenden Monaten werden auch die Molkereien den Bauern deutlich mehr
für die Milch zahlen. Die Milchpreis-Krise ist damit zunächst
überwunden. Doch dürfte das Aufatmen der Landwirte wahrscheinlich
nur ein kurzes Luftholen sein. Denn die Mechanismen, die zu den
Tiefstpreisen geführt haben, wirken auch künftig weiter. Die
Mehrzahl der Landwirt

Mitteldeutsche Zeitung: Tag der deutschen Einheit Sachsens Linkenchef Gebhardt fordert nach Pegida-Vorfällen in Dresden ein härteres Durchgreifen der Landesregierung

Der Vorsitzende der Linken in Sachsen, Rico
Gebhardt, hat die CDU-geführte Landesregierung in Dresden
aufgefordert, die Sicherheitsbehörden zu einem härteren Vorgehen
gegen Rechtsextremismus zu bewegen. "Die Polizei ist ein Spiegelbild
der Gesellschaft; ich würde nicht sagen, dass sie rechtslastig ist",
sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung"
(Mittwoch-Ausgabe). "Doch so lange die CDU nicht klare Kante zeigt,
kommt das bei

Mitteldeutsche Zeitung: zu Ost-Renten

So absurd es klingt: Mehr als ein Vierteljahrhundert
nach der deutschen Vereinigung werden die Rentenansprüche in Ost und
West noch unterschiedlich berechnet. Um das zu beenden, will
Sozialministerin Nahles bis 2020 den Ost-Rentenwert an West-Niveau
anpassen. Nun macht CSU-Chef Horst Seehofer die Zustimmung zur
Renteneinheit von einer weiteren Ausweitung der Mütterrente abhängig.
Schon die 3,9 Milliarden Euro für die Ost-Rente will Finanzminister
Wolfgang Schäuble

Mitteldeutsche Zeitung: zu Böhmermann

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mainz gegen
Böhmermann sind eingestellt worden. Mag es den Paragrafen, der die
Beleidigung von Majestäten oder Staatsoberhäuptern unter
Strafandrohung stellt, auch weiter geben – die Justiz stellt hier
fest: Böhmermann durfte sagen, was er gesagt hat über den
türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Strafbare
Handlungen seien jedenfalls nicht mit der erforderlichen Sicherheit
nachzuweisen. Punkt. Das

Mitteldeutsche Zeitung: zu Dresden

Der Tag der deutschen Einheit ist für Dresden und
Sachsen ein 4,2 Millionen Euro teures PR-Desaster geworden. Ein Jahr
lang hat man sich auf die Feier vorbereitet, aber der bleibende
Eindruck ist verheerend. Es war ein Desaster mit Ansage. Man hätte es
verhindern können. Seit fast genau zwei Jahren vergiftet die
fremdenfeindliche Pegida-Truppe das Klima und schürt Hass. Dresden
und Sachsen haben das Thema schleifen lassen. Keine klare Kante,
keine eindeutige Haltung.

Mitteldeutsche Zeitung: zur Situation in Kolumbien

Der Friedensprozess steht am Rande des Abgrundes.
Nur zu leicht lässt sich ausmalen, was passieren kann, wenn jetzt
einer der Akteure die Nerven verliert. Wenn in Bogotá die alten
Krieger um Ex-Präsident Álvaro Uribe Oberwasser gewinnen. Wenn die
Guerilla wieder zu den Waffen greift. Schlimmer noch: Wenn die Farc
zerbricht und aus der Organisation Grüppchen werden, die sich
Drogenkartellen als Schutztruppe andienen. Es gebe keinen "Plan B",
hat Pr&

Mitteldeutsche Zeitung: zum Referendum in Ungarn

Manches spricht dafür, dass den Wählern die
Flüchtlingspolitik nicht wichtig genug war. Die Bürger haben
vermutlich auch begriffen, dass die Abstimmung bedeutungslos war.
Die EU hat ja erkennen lassen, dass sie Ungarn nicht einmal die rund
2 000 Flüchtlinge aus der EU-Quote zuweisen wird. Im besten Fall
wollten sie Orbán nicht auf dem Kreuzzug gegen "die Brüsseler
Reichsbürokratie" folgen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Baustellen-Chaos: Land attackiert Bahn

Seit Monaten lösen Bauarbeiten im Schienennetz
Sachsen-Anhalts regelmäßig Chaos aus. Nun reicht es dem Land. Die
Landesnahverkehrsgesellschaft Nasa, die Regionalzüge bestellt und
bezahlt, geht hart mit der Deutschen Bahn ins Gericht: In
Sachsen-Anhalt werde an zu vielen Stellen gleichzeitig gebaut, sagte
Nasa-Geschäftsführer Rüdiger Malter der in Halle erscheinenden
Mitteldeutschen Zeitung (Sonnabendausgabe). Die für Bauarbeiten
verantwortliche B

Mitteldeutsche Zeitung: zur Deutschen Bank

Zur Klarstellung: Die Pleite steht nicht an. Die
Deutsche Bank hat Ertragsprobleme, Rechtsprobleme, technische
Probleme – aber kein Liquiditätsproblem. Ihr Puffer beträgt stolze
215 Milliarden Euro. Darüber hinaus könnte sie sich im Notfall
etliches Geld von der Europäischen Zentralbank borgen. Die Strafe der
US-Behörden wird nicht die befürchteten 14 Milliarden Dollar
betragen, sondern wohl 5,4 Milliarden. Selbst im ersten Fall wäre die
Bank weder i

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Politik AfD will Gelder für Kirchen kürzen

Jährlich fließen in Sachsen-Anhalt Millionenbeträge
in die Kirchen. Der AfD-Abgeordnete Jan Wenzel will sich nun für eine
Kürzung der Staatsleistungen einsetzen. Das berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Freitagausgabe). Wie sehr
Sachsen-Anhalts Kirchen von den jährlichen Leistungen profitieren,
geht aus Zahlen des Finanzministeriums hervor, die Schmidt per
Parlamentsanfrage anforderte und die der Zeitung vorliegen. So
fließen i