Mitteldeutsche Zeitung: zu Ost-Eliten

Der Mangel an Einfluss wiederum lässt sich an der
Elitenbildung unzweifelhaft ablesen. Wenn von den ostdeutschen
Führungskräften lediglich 20 Prozent auch aus Ostdeutschland kommen
und die Ostdeutschen an den gesamtdeutschen Eliten nur einen Anteil
von 1,7 Prozent haben, dann läuft etwas schief. Das mit den Eliten
ist ja nicht allein eine Statusfrage. Denn es sind die Eliten, die
eine Gesellschaft wesentlich prägen. Das alles entschuldigt keinen
rechten Populismus

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/ Innenpolitik Kita-Gebühren: Kenia-Koalition schließt Kompromiss

Im Streit um die Finanzierung teurer
Wahlversprechen in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine
Kompromisslösung zwischen den Regierungspartnern ab. Die Spitzen von
CDU, SPD und Grünen verständigten sich nach einem Bericht der in
Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung am Montag auf einen
Mittelweg, um Eltern von steigenden Kita-Gebühren zu entlasten. Rund
21 Millionen Euro sollen noch dieses Jahr fließen, hieß es aus
Regierungskreisen. Im Vorfeld hatt

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/ Innenpolitik In Sachsen-Anhalt haben Senioren mehr von der Rente

In keinem anderen Bundesland leben Rentner
kostengünstiger als in Sachsen-Anhalt. Das ergab nach einem Bericht
der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstagausgabe)
eine Umfrage des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos im Auftrag
des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft. Demnach liegen die
Kosten für die Lebenshaltung von Rentnern in Sachsen-Anhalt im
Schnitt knapp elf Prozent unter dem Bundesmittel. Selbst in Halle,
der für Senioren teuersten Stadt

Mitteldeutsche Zeitung: zu Merkel/Erdogan

Doch geht es wirklich darum, was Erdogan von der EU
hält? Geht es um unser Grundgesetz, um unser Verständnis von
Demokratie? Geht es um Böhmermann, um Satire, und Glauben? Können wir
das Ganze nicht mal etwas pragmatischer handhaben? Sichert die Türkei
nicht jene Außengrenze der EU, deren Existenz wir nur schwer mit den
Werten des Grundgesetzes erklären können? Und sollten wir bei der
Frage der Visafreiheit für Türken nicht weniger daran den

Mitteldeutsche Zeitung: zu AfD/Muslime

Es ist keine Überraschung, dass das Gespräch
zwischen der AfD und dem Zentralrat der Muslime gescheitert ist.
Bemerkenswert ist, woran es gescheitert ist: Frauke Petry, hat die
Ermahnung, die Forderung nach einem Minarett-Verbot zurückzunehmen,
als inakzeptabel zurückgewiesen. Der Zentralrat hat von der AfD
nichts anderes gefordert als die Räumung einer verfassungswidrigen
Position, die Partei konnte darauf nicht anders reagieren. Die
Mitglieder der AfD sc

Mitteldeutsche Zeitung: zuÖsterreich

Ausdruck der Stimmung im Lande ist die Wahl eines
grünen Präsidenten gewiss nicht. Aber sie kann die Stimmung umkehren.
Österreich ist verunsichert, seit langem chronisch schlecht gelaunt,
aber Österreich ist nicht so rechts, nicht einmal so konservativ, wie
man es sich in Deutschland gern einredet. Österreich ist eben auch
ganz anders und widerlegt schon beim ersten Besuch spielend die
Klischees, die man sich von ihm macht. Alexander van der Bellen ist
ein Öst

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Kenia-Koalition kommt teuer: Ausgaben zwei Milliarden Euroüber Plan

Um alle Ausgabewünsche der Kenia-Koalition in den
kommenden zwei Jahren zu erfüllen, fehlen Sachsen-Anhalt fast zwei
Milliarden Euro. Entsprechende Anmeldungen liegen Finanzminister
André Schröder (CDU) für den geplanten Doppelhaushalt vor. Es geht
um eine Milliarde im Jahr 2017 und 865 Millionen Euro im Jahr 2018.
"Die Ressorts haben erst einmal alles angemeldet, aber das kann
natürlich so nicht bleiben", sagte Schröder der in Halle
erschei

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/ Kirche Mitteldeutsche Bischöfe kritisieren Rechtspopulisten – Junkermann: „Jesus war ein Flüchtling“

Die mitteldeutschen Bischöfe grenzen sich von selbst
ernannten Verteidigern des christlichen Abendlands ab. Es sei
wirklich kurios, "sich vehement auf das christliche Abendland zu
berufen und dabei nicht Menschenwürde, Solidarität und Mitleid zu
meinen, sondern auf massive Ab- und Ausgrenzung von anderen zu
setzen", sagte Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg, in einem
Interview mit der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung
(Samstagausgabe). Ilse Junkerman

Mitteldeutsche Zeitung: das Urteil zum Kükentöten

Für den Tierschutz ist dies eine bittere Niederlage,
denn das Urteil macht deutlich, das wirtschaftliche Interessen höher
wiegen, als der Schutz eines Lebewesens. Das ist beschämend, denn
längst es gibt Alternativen: Ende 2017 soll es möglich sein, dass
Geschlecht schon vor dem Schlüpfen zu bestimmen. Ein Verbot des
Kükentötens könnte die Entwicklung beschleunigen. Und mehr noch kann
getan werden: Anstatt Lebewesen zu züchten, die entweder n