Mitteldeutsche Zeitung: zum Rücktritt des EU-Botschafters in der Türkei

Undiplomatisch sind die Worte des EU-Botschafters in
der Türkei. Wenn sie so gefallen sind. Zutreffend ist die Analyse des
EU-Türkei-Deals aber. Der Pakt kommt nicht voran. Das liegt zum einen
an der EU. So prüfen die griechischen Beamten die Asylanträge der
über die Türkei eingereisten Flüchtlinge schleppend. Also kann nicht
abgeschoben werden. Das liegt aber auch an der Türkei: Sie wählt die
Flüchtlinge aus, die im Gegenzug aus der Türk

Mitteldeutsche Zeitung: zu Bertelsmann-Studie zu kritischen Patienten

Patienten, die mit einer feststehenden Diagnose und
auch gleich noch mit der entsprechenden Empfehlung für eine Therapie
in die Sprechstunde kommen, sind für viele Ärzte ein rotes Tuch. Und
das wahrscheinlich zurecht. Und doch sollten sie nicht bei jedem
Kranken, der im Internet recherchiert, die Augen verdrehen. Es
besteht nämlich die Chance, dass ein gut informierter Patient zum
Partner des Mediziners wird, seinen Ausführungen folgen kann, die
richtigen Nach

Mitteldeutsche Zeitung: zu Amoklauf von Orlando

Bei vielen Homosexuellen – aber auch bei
heterosexuellen Freunden von ihnen, die gern mit zum Feiern in einen
Szene-Club oder eine Bar kommen – dürften die Schreckensbilder von
Orlando mindestens ein Gefühl der Beklommenheit auslösen. Eine Angst,
verbunden mit Fragen: "Droht mir Gewalt, weil ich lebe, wie ich lebe?
Muss ich vielleicht sogar sterben, weil ich die Freunde habe, die ich
habe? Weil ich mir die Freiheit nicht verbieten lasse?"

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Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Lehrermangel: Land kann Stellen nicht besetzen

Der Lehrermangel in Sachsen-Anhalt spitzt sich zu.
Von den in der letzten Bewerbungsrunde im April ausgeschriebenen 268
Stellen blieben 48 unbesetzt – das ist knapp jede Fünfte. "Es wird
immer schwieriger, in bestimmten Regionen und in bestimmten Fächern
geeignete Bewerber zu finden", sagte Stefan Thurmann, Pressesprecher
des Bildungsministeriums, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen
Zeitung (Sonnabendausgabe). Damit verschärft sich die Lage an den
Schulen

Mitteldeutsche Zeitung: zum Verhältnis Türkei – Deutschland

Die Bundesrepublik und Europa versuchen, sich die
Flüchtlinge vom Leib zu halten. Die Türkei Erdogans soll der Henker
sein, der wir nicht sein wollen. So können wir uns weiter von
Schießbefehlen distanzieren. Was die Türkei mit den Flüchtlingen
macht, entzieht sich unserer Kontrolle. Das ist kein unangenehmer
Nebeneffekt, sondern das, worum es geht. Damit aber begeben wir uns
unter Erdogans Kontrolle. Bevor er Flüchtlinge fliehen lässt, die
dann vo

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Haseloff zieht Bilanz der Jahrhundertflut: „Wir haben diese Probe bestanden“

Drei Jahre nach der Jahrhundertflut von 2013 zieht
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) eine positive
Bilanz. "Angesichts des Umfangs der Schäden können wir mit dem Stand
ihrer Beseitigung durchaus zufrieden sein", sagte Haseloff der in
Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Freitagausgabe). Und:
"Das Hochwasser war eine Bewährungsprobe für den Zusammenhalt in
unserer Gesellschaft, und wir haben diese Probe bestanden." Di

Mitteldeutsche Zeitung: zum Beschluss der Stasi-Unterlagenbehörde

Die Arbeit der Kommission war nicht umsonst. Dass
die Akten langfristig ins Bundesarchiv gehören, wusste man zwar
vorher, aber jetzt wissen es alle. Auch, dass die Behörde, die noch
gut 20 Jahre eine Berechtigung hat, im Blick des Westens einfach
lästig ist. Man interessiert sich nicht dafür. Es sei denn, es droht
– wie 2017 – eine Bundestagswahl.

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Mitteldeutsche Zeitung: zu Beginn der Fußball-EM

Seit der WM 2006 ist Fußball ein
Feier-Massenphänomen, weil es immer gelang, dass der Sport in den
Mittelpunkt rückte. Hoffen wir, dass die Sicherheitslage das am Ende
wieder so zulässt: Deutschland ist Weltmeister, ist seit 2006 bei
allen Turnieren mindestens ins Halbfinale gekommen. Am Sonntag
startet die DFB-Elf ins Turnier. Es ist Zeit für Fußball-Euphorie.

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Hartmut Augustin
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Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Nach umstrittenem Zwischenruf: AfD fordert korrigiertes Parlaments-Protokoll

Der Zwischenruf des AfD-Landtagsabgeordneten Andreas
Gehlmann sorgt weiter für Wirbel. Gehlmann hatte laut einem
vorläufigen Parlamentsprotokoll in der vergangenen Woche im Landtag
indirekt Gefängnisstrafen für Homosexuelle gefordert.
AfD-Fraktionschef André Poggenburg kündigte gegenüber der in Halle
erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Donnerstagausgabe) an, das
strittige Protokoll im Sinne der Fraktion berichtigen zu lassen. Das
habe die AfD bereits