Mitteldeutsche Zeitung: zum Verfall des Milchpreises:

Der Niedergang der Milchwirtschaft ist mehr als
eine Marktbereinigung. Er wirft die Frage auf, wie wir Lebensmittel
wertschätzen. Kurioserweise fällt der Milchpreis-Verfall zusammen
mit einer beachtlichen Nachfrage nach regionalen Produkten. Sie ist
auch der Versuch, ökologisches Bewusstsein mit modernem Lebensstil
in Einklang zu bringen. Zwar haben Konsumenten auch bei Milch die
Wahl zwischen der billigen Standardware und den für die Bauern
auskömmlicheren

Mitteldeutsche Zeitung: zur die Nominierung des erweiterten EM-Kaders:

Diese Nominierungsrunde, in der Namen wie Julian
Brandt, Julian Weigl, Joshua Kimmich oder Leroy Sané vielleicht
kleine Überraschungen, aber mit Sicherheit keine Sensationen
darstellen, zeigt nämlich, welch überragende Menge von
Spitzenfußballern sich hierzulande tummeln. Sie alle sind Anfang 20,
sind aber gesetzt bei den Topvereinen der Bundesliga und haben
bereits internationale Erfahrung sammeln können.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut A

Mitteldeutsche Zeitung: zu Metall-Tarif

Für die Arbeitgeber ist das aktuelle Ergebnis aber
deshalb nicht schlecht: Die lange Laufzeit bringt den Unternehmen
Planungssicherheit bis Ende des kommenden Jahres. Vor allem aber
eröffnet die erstmals vereinbarte Differenzierungsklausel
ertragsschwächeren Firmen die Möglichkeit, mit der IG
Metall-Vertretung vor Ort über Abschläge zu verhandeln: bis zu zehn
Prozent des Abschlussvolumens können auf diese Weise eingespart
werden. Unter dem Strich bleibt:

Mitteldeutsche Zeitung: zu Gabriel/Lafontaine

Gabriel sucht Lafontaines Nähe offenbar, um auf dem
linken Flügel seiner Partei Boden gut zu machen. Politisch-praktisch
dürfte dem aber nichts folgen. Der SPD-Vorsitzende ist kein Linker.
Sondern er ist der festen Überzeugung, dass die Sozialdemokraten
allein in der Mitte punkten können. Nur: Das gelingt nicht.
Stattdessen sacken sie immer weiter ab. Für die Linke gilt freilich
Ähnliches. Sie rutscht im Osten hinter die AfD. Eine rot-rot-grüne

Mitteldeutsche Zeitung: zu Gaffern

Ob sie dabei den Polizisten im Wege stehen oder die
Rettungsgasse blockieren, sodass sogar der Notarzt warten muss,
scheint ihnen völlig egal zu sein. Allein der Kick und auch der Klick
auf ihre zumeist mickrigen Aufnahmen des Unglücks scheinen zu
zählen. Wer so denkt, lässt nicht einmal den Hauch eines Gedankens
von Mitgefühl und Hilfe in der Not erkennen. So eine Haltung ist
schlimm, allerdings nicht strafbar. Verboten aber sollte es sein,
wenn jemand am Unfal

Mitteldeutsche Zeitung: zu Kretschmann

Kretschmanns Triumphe sind das Ergebnis einer
perfekten Symbiose des Regierungschefs mit seinem Land. Der Ausflug
des Katholiken ins kommunistische Milieu Anfang der 70er Jahre wirkt
heute wie ein biografischer Unfall. Kretschmann ist im Auftreten und
im Denken ein Liberal-Konservativer, eine unverwechselbare
Persönlichkeit mit eigenwilliger Diktion – einer, der in kein Raster
passt. Zwar entwickeln sich auch die Grünen insgesamt von einer
realpolitischen zu einer superrealpol

Mitteldeutsche Zeitung: zuÄrztepfusch

Eine neue Fehlerkultur wurde proklamiert, die nicht
zuerst Schuldige suche, sondern Verbesserungen in den Fokus nehme.
Das Credo dieser im Patientenrechtgesetz 2013 verankerten Neuerungen
lautete: Medizinische Behandlungsfehler sollten zuallererst als
Aufforderung begriffen werden, die Ursachen zu analysieren und
abzustellen. Das Manko ist bis heute: All die Meldungen sind
freiwillig und vermitteln kein repräsentatives Bild, insbesondere
nicht mit Blick auf wirklich gravierende Behan

Mitteldeutsche Zeitung: zu V-Mann Corelli

Der Spitzel, der vor zwei Jahren unter ungeklärten
Umständen gestorben ist, soll das Telefon seinem V-Mann-Führer schon
2012 übergeben haben. Seitdem schlummerte es in einem Panzerschrank
des Verfassungsschutzes, wurde bei vier Durchsuchungen angeblich
nicht gefunden, nach seiner Entdeckung 2015 vergingen Monate, bis die
Amtsleitung von seiner Existenz erfuhr, danach noch einmal Wochen,
bis das Bundesinnenministerium davon hörte. Nach all den
Vernichtungs- und Unte

Mitteldeutsche Zeitung: zur Türkei

Auf Seiten der EU will man dem starken Mann am
Bosporus die Grenzen von dessen Stärke aufzeigen. Das ist richtig.
Aber wie weit können die Europäer gehen? Auf eine harte Haltung
gegenüber Erdogan können sich die 28 Staaten zwar verständigen.
Dagegen sind alle Versuche gescheitert, sich auf eine gemeinsame
Flüchtlingspolitik zu einigen. Sicher lässt sich der Deal mit
Erdogan kritisieren. Aber die EU braucht die Türkei. Ein Kompromiss
muss he