Mitteldeutsche Zeitung: zur Exzellenzinitiative

Es ist also so nachvollziehbar wie vernünftig, dass
die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern mit ihrer
Vereinbarung zur Exzellenzinitiative gar nicht erst versuchen,
amerikanische Verhältnisse nachzuahmen. Stattdessen ermöglichen sie
acht bis elf Universitäten, sich etwas stärker zu profilieren. Der
Trick bei der Exzellenzinitiative ist ohnehin nicht primär die
Fördersumme. Wer in diesem Wettbewerb zur Spitzenuniversität gekürt
wi

Mitteldeutsche Zeitung: zu Abgasaffäre

Bei den offiziellen Tests fällt dies nicht auf, da
es im Prüflabor wärmer als 20 Grad sein muss. Der Trick hat zudem
den Vorteil, dass dabei auf einen Passus im EU-Regelwerk verwiesen
werden kann. Doch diese Rechtfertigung ist hanebüchen. Die EU erlaubt
zwar die Abschaltung der Katalysatoren für kurze Zeit, wenn ein
Unfall oder massiver Schaden am Motor droht. Die Autobauer lassen
aber dauerhaft beim Erreichen bestimmter Temperaturen abschalten –
das erhöht

Mitteldeutsche Zeitung: Finanzen Thüringens Regierungschef Ramelow fordert mehr Beachtung für die neuen Länder

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke)
hat gefordert, beim Länderfinanzausgleich die besonderen Probleme
Ostdeutschlands im Auge zu behalten. "Die neuen Länder dürfen beim
Länderfinanzausgleich nicht abgekoppelt werden", sagte er der in
Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). "Wir
brauchen Finanz- und Innovationskraft, um die Aufholjagd, die jetzt
erst beginnt, aufnehmen zu können. Deshalb m&uuml

Mitteldeutsche Zeitung: zu Randale in Jena

Nun ist linke Gewalt nicht besser als rechte.
Überdies fragt man sich, ob der Marsch an einem anderen Tag anders
abgelaufen wäre als an diesem 20. April, dem Geburtstag eines
gewissen Adolf Hitler. Freilich ist die Forderung des Jenaer
Oberbürgermeisters Schröter nach einer Verfassungsänderung mindestens
verständlich. Jena ist ein gebranntes Kind. Hier gab es solche
Auseinandersetzungen bereits in den 90er Jahren. Daran beteiligt
waren Beate Zschäpe, Uwe

Mitteldeutsche Zeitung: zu VW

Eine Selbstverständlichkeit ist auch, dass es für
die geprellten Kunden Schadenersatz geben muss, weil VW seinen Kunden
technische Qualitäten seiner Autos vorgegaukelt hat, die weitab von
der Wirklichkeit sind. Dass sich der Konzern bislang weigert, in
anderen Ländern ähnlich großzügig wie in den USA zu entschädigen, ist
ein Skandal. Außerdem muss in den USA, in Deutschland und überall
anderswo sichergestellt sein, dass die Autos künft

Mitteldeutsche Zeitung: zur Rentendebatte

Der Finanzminister will künftig das gesetzliche
Rentenalter automatisch mit der steigenden Lebenserwartung klettern
lassen. Bei 67 wäre da kaum Schluss. Realistisch ist der Vorstoß
nicht. Erstens fehlen bislang die altersgerechten Jobs. Zweitens
läuft bis 2029 noch die stufenweise Anhebung des Rentenalters auf 67
Jahre. Drittens gibt es in der Gesellschaft keine Akzeptanz für
längere Arbeitszeiten. Kein Wunder: Schließlich hat die Koalition,
der Wolf

Mitteldeutsche Zeitung: BKA-Gesetz Chef des Bundestagsinnenausschusses hält angemahnte Korrekturen für unkompliziert

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses,
Ansgar Heveling (CDU), sieht keine Probleme, die vom
Bundesverfassungsgericht angemahnten Korrekturen am BKA-Gesetz
umzusetzen. "Auch in Zukunft wird das BKA seine wichtigen Aufgaben im
Kampf gegen den internationalen Terrorismus behalten", sagte er der
in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung"
(Donnerstag-Ausgabe). "Das Bundesverfassungsgericht hat diese
Befugnisse heute im Grundsatz bestätigt. Der Geset

Mitteldeutsche Zeitung: BKA-Gesetz Gewerkschaft der Polizei begrüßt im Grundsatz den Karlsruher Spruch

Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft
der Polizei, Jörg Radek, hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts
über das BKA-Gesetz im Grundsatz begrüßt. "Man muss erstmal ganz
deutlich sehen: Die Hoffnung, die mancher mit dieser Verfassungsklage
verknüpft hat, ist nicht eingetreten", sagte er der in Halle
erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe). "Das
Gericht hat die Arbeit der Polizei gestärkt. Die grunds&a

Mitteldeutsche Zeitung: zu Nato-Russland

Die inzwischen zutiefst skeptischen Partner von
einst haben sich zwar an einen Tisch gesetzt. Aber sie trennen
Welten. Denn die Annektion der Krim, die russische Rolle in der
Ukraine – all das kann und wird das Bündnis nicht einfach so
hinnehmen. Sollte Präsident Wladimir Putin geglaubt haben, er könne
einen Keil in den Westen treiben, so hat er sich verspekuliert. Auch
wenn die Sanktionen der EU umstritten sind, auch wenn die Pläne der
Allianz für eine Verlagerun

Mitteldeutsche Zeitung: zu Tabakwerbung

Weil die Politik offenbar nicht darauf vertraut,
dass Passanten und Kinobesucher schon wissen, für was da geworben
wird – nämlich nicht nur für Freiheit, Coolness und Entspannung am
Feierabend, sondern auch für Lungenschäden, schlechte Zähne und
Krebs. Der Spaß soll nun ein Ende haben. Und das ist richtig so. Das
Wehklagen der Werbeindustrie und der Zigarettenindustrie ist aus
deren Sicht verständlich. Schließlich geht es ja – für die PR-