Mitteldeutsche Zeitung: zu Kenia-Koalition

Behutsam wollte die CDU-Führung der grummelnden
Basis die Chancen des Kenia-Pakets verkaufen – schwierig genug mit
Blick auf Zugeständnisse wie das verlorene Agrarressort. Doch eine
Reihe von Ungeschicklichkeiten verschlimmerten die Situation eher.
So blieb das fertige Entwurf-Dokument des Koalitionsvertrags viel zu
lange für die Basis unter Verschluss. Und über die Namen der Minister
herrschte noch tagelanges Schweigen, als SPD und Grüne ihre
Kandidaten l&auml

Mitteldeutsche Zeitung: zu Kohl Orban

Wenn es privat sein soll, warum zelebriert man ein
Treffen dann öffentlich? Beiden Politikern war der Symbolwert ihres
Treffens also sehr wohl bewusst und auch die Konfliktlinien, die
damit verbunden werden würden. Schließlich hat sich Orban massiv
gegen Merkels Flüchtlingspolitik gewandt. Nach dem Treffen mit dem
Altkanzler verzichtete er zwar auf scharfe Töne. Das kann man für
sich genommen als kleine Entspannung werten. Zu Hause in Ungarn
allerdings hat

Mitteldeutsche Zeitung: zu Freital

Die Verdächtigen wollten Sprengstoffanschläge auf
Asylbewerberunterkünfte und auf Wohnungen von "politisch
Andersdenkenden" begehen. Das ist Terrorismus, so wie die Mehrzahl
der Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsheime nichts anderes als
terroristische Akte sind. Deshalb ist es gut, dass die GSG 9 bei der
Aktion in Freital beteiligt war. Nicht nur, weil sie über besondere
Fähigkeiten verfügt, sondern weil sie ein Symbol ist: Wo die GS

Mitteldeutsche Zeitung: zu Vaterschaftstest

Der Erste Senat hat in seiner Entscheidung
allerdings ausdrücklich betont, dass der Gesetzgeber durchaus auch
andere Wege beschreiten kann. Eine Reform des Paragrafen zur
Abstammungsklärung ist offenbar ohnehin geplant und auch dringend zu
empfehlen. Die vom Bundesverfassungsgericht bestätigte Beschränkung
auf die Familie ist weder praktikabel noch zeitgemäß. Es ist kaum zu
verstehen, warum kein Vaterschaftsfeststellungsverfahren möglich sein
soll, wenn

Mitteldeutsche Zeitung: Heizen Sachsen-Anhalt setzt auf Gas

Heizen mit Gas ist in Sachsen-Anhalt so beliebt wie
seit vielen Jahren nicht mehr. Das berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstag-Ausgabe) unter Hinweis
auf eine Studie des Statistischen Landesamtes. Demnach war im Vorjahr
bei 53,3 Prozent der Wohnungsneubauten Gas der bevorzugte
Energieträger. Auf Platz zwei folgen mit 37,6 Prozent erneuerbare
Energien. So kann neben der Sonne auch Erdwärme genutzt werden.
Kohle und Heizöl dagegen spielen kaum ein

Mitteldeutsche Zeitung: zu Böhmermann

Heißt es nun also für die Rebellen dieser Welt:
Böhmermann, geh– Du voran? Man sollte die Kirche im besser Dorf
lassen. Der Satiriker, der sich einer kleinen Fangemeinde erfreute
und ansonsten weitgehend unbekannt war, hat mit der Reaktion auf
seinen Erdogan-Schmäh plötzlich eine enorme Wahrnehmungsquote
bekommen, ja. Und er hat auch Solidarität verdient, weil die Kunst
und das politische Wort frei sind und es auch bleiben müssen. Aber es
lohnt sich

Mitteldeutsche Zeitung: zu Betrug in der Pflege

So bedeutsam Leistungsstandards von
Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten also sind, so lächerlich
unwirksam erscheinen ihre Kontrollen. Das 2009 eingeführte
Benotungssystem krankte von Beginn an daran, dass schlechte
Einzelergebnisse in lebenswichtigen Punkten wie der
Flüssigkeitsversorgung mit guten Noten für Nebensächlichkeiten, etwa
für den Aushang von Speiseplänen und das Vorhandensein von
Grünflächen, ausgeglichen werden konnten. W

Mitteldeutsche Zeitung: zu Vattenfall und Braunkohle

Die künftige Eigentümer glaubt an das Geschäft mit
der Kohle. Das ist im Hinblick auf anstehende Investitionen wichtig.
Zudem hat die EPH-Holding bereits beim Erwerb des Kohleförderers
Mibrag gezeigt, dass sie verlässlich ist. Doch sollte sich auch
niemand über den Charakter des Investors Illusion machen. Die
Tschechen sind vor allem an Renditen interessiert. Sie gehen davon
aus, dass nach dem deutschen Atomausstieg die Braunkohle noch lange
Jahre gebrauch

Mitteldeutsche Zeitung: zu Flüchtlingen und Mittelmeer

So bleibt der Versuch, die erkennbar bereits
anrollende Fluchtwelle über Libyen zu stoppen, derzeit darauf
beschränkt, sich der Seenotrettung verunglückter Schiffbrüchiger zu
widmen. Für einen umfassenderen Einsatz hat Europa kein Mandat und
wird auch auf mittlere Sicht keines bekommen. Zu instabil ist die
neue Einheitsregierung in Tripolis, als dass sie ausländischer Marine
Operationen in den eigenen Hoheitsgewässern erlauben könnte. Das
Ergebnis is

Mitteldeutsche Zeitung: MZ zur Situation in Griechenland:

Die Erfahrung lässt eine Prognose ziemlich sicher
erscheinen: Auch diesmal wird die Bundesregierung alles daran setzen,
die Lösung des Schuldenproblems zu verschieben. Bei einem
Schuldenschnitt, wie ihn der Währungsfonds IWF fordert, würde der
Preis für die deutsche Griechenland-Politik offenbar. Es träte
zutage, wie viele deutsche Steuermilliarden futsch wären. Und so
bleibt: Durchwursteln und hoffen, dass es keinen mehr aufregt.

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Mittel