Mitteldeutsche Zeitung: zu Schäuble/Lawinenvergleich

Wieder einmal hat ein Politiker eine
Naturkatastrophe mit Flüchtlingen verglichen. In der aktuellen
Flüchtlingsdebatte spricht man häufig von Flüchtlingsflut, -strömen
oder -wellen. Doch was vermittelt man mit solchen Sprachbildern?
Angst. Schäuble provoziert mit solchen polemischen Äußerungen nicht
nur, sondern er zeigt damit auch, dass er selbst Angst vor der
Entwicklung hat. Ein Politiker sollte Menschen selbige jedoch nehmen.
Fraglich ist &uum

Mitteldeutsche Zeitung: zu Kindergeld

Keiner, der ordnungsgemäß Kindergeld bezieht, hat
ernsthaft etwas zu befürchten. Die neuen Regeln zielen darauf,
Missbrauch zu unterbinden. Sie sind sinnvoll, weil zu viele Inländer
und EU-Ausländer doppelt Kindergeld beziehen. Um dies zu
unterbinden, brauchen die Familienkassen die Steuer-Nummern. Diese
bekommt jeder, der hierzulande gemeldet ist, nur einmal im Leben.
Daher trägt diese Ziffer zu Recht den Titel
Steuer-Identifikationsnummer. Mit ihr k&oum

Mitteldeutsche Zeitung: zu Rente

Es ist mutig – so wie das
Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos – in Sachen Rente eine
Blick 25 Jahre voraus zu riskieren. Zu ungewiss sind die
Entwicklungen am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft. Zumal der vor
dem Hintergrund der massenhaften Zuwanderung, die Deutschland seit
dem Sommer erlebt. Niemand kann heute genau sagen, wie sich diese
letztendlich auf die Sozialsysteme auswirken wird. Und niemand,
der 2040 in Rente geht, wird auf die heute abgebildete Höhe seiner

Mitteldeutsche Zeitung: Flüchtlinge Riexinger kritisiert den von Schäuble gewählten Lawinen-Vergleic

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger,
hat den von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gewählten
Vergleich der Flüchtlingsströme mit einer Lawine kritisiert. "Ich
halte das für katastrophal", sagte er der in Halle erscheinenden
"Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe). "Er läuft Gefahr, die
rechten Kräfte zu bestärken. Ich weiß nicht, warum sich Schäuble dazu
hinreißen lässt. Ich ha

Mitteldeutsche Zeitung: zum BND

Dass der deutsche Auslandsgeheimdienst sogar
deutsche Diplomaten ins Visier genommen hat, ist nicht mehr
aufregend, sondern bloß noch absurd. Gleiches gilt für den Satz von
Kanzlerin Angela Merkel: "Ausspähen unter Freunden – das geht gar
nicht." Denn man sieht: Es geht doch. Es geht blendend. Nun könnte
man sagen: Wenn Verbündete sich gegenseitig ausspionieren wollen,
dann sollen sie doch. Ärgerlich ist aber mindestens, dass all das
jede Menge Kra

Mitteldeutsche Zeitung: zu Bundeswehr in Afghanistan

Die Verbündeten bleiben bei ihrer Doktrin, dass es
in Afghanistan nur um die Beratung der heimischen Sicherheitskräfte
gehe. Noch sind mehr als 10 000 ausländische Berater am Hindukusch
stationiert. Der Fall Kundus zeigt jedoch, dass ihre Beratung
zeitweise sehr resolut vonstatten gehen muss. Wir wissen wenig über
die Operationsziele der Taliban. Viel spricht für die Annahme, dass
sie neue Taktiken ausprobieren. Ebenso viel spricht für die Annahme,
dass von

Imagekampagne „Karriere im eigenen Land“ gestartet

In Sachsen-Anhalt entfallen nur ein Viertel der Neugründungen auf Unternehmensübernahmen. Dabei wächst die Zahl der zur Nachfolge anstehenden Betriebe stetig. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn rechnet hierzulande bis zum Jahr 2018 mit rund 2.700 Unternehmen, für die an der Firmenspitze ein Nachfolger gefunden werden muss. Die gemeinsam mit Radio Brocken entwickelte Imagekampagne ?Karriere im eigenen Land? möchte die Chancen der Selbständigke

Mitteldeutsche Zeitung: zu Niersbach

Die Korruption und Selbstbedienungsmentalität der
Funktionäre ist ja schon lange offenkundig. Neu ist dank der
DFB-Affäre nur, dass es auch hierzulande nicht besser läuft – dabei
geht es nicht mal um Wolfgang Niersbach als Person oder seine
Verwicklung in die WM-Affäre 2006. Der Sport führt vor, was die
Geschichte schon immer lehrt: Jedes System ist nur so gut, wie seine
Köpfe. Und weil die im Sport allzu oft einfach schlecht sind, droht
längst da

Mitteldeutsche Zeitung: zu IGeL-Leistungen

Die Leistungen werden zwar nach einer
Gebührenordnung abgerechnet, unterliegen ansonsten aber nur wenigen
gesetzlichen Auflagen. Damit ist der Anreiz programmiert, auch
überflüssige Diagnose- und Behandlungsmethoden anzubieten. Dass die
Selbstkontrolle der ärztlichen Standesorganisationen nicht ausreicht,
zeigen Stichproben der Verbraucherzentralen und Befragungen des
AOK-Bundesverbands. Auf der Internetseite www.Igel-Ärger.de finden
sich ungezählte Patiente

Mitteldeutsche Zeitung: zu Streit um Status der Syrer

Bisher haben der Bund und die Wirtschaft das Ziel
ausgegeben, so viele Flüchtlinge wie möglich zu integrieren. Wie
soll das mit all den jungen Männern gelingen, wenn die keine
Perspektive haben, je wieder mit ihrer Familie zusammenzuleben? Eine
weitere Folge wird sein, dass erneut Frauen und Kinder von Schleusern
auf die lebensgefährliche, illegale Reise gebracht werden.
Ausgerechnet syrischen Kriegsflüchtlingen die Hoffnung auf eine
Zukunft in Deutschland zu n