Mitteldeutsche Zeitung: zu Opel

Dass es Bochum erwischt, ist typisch für General
Motors. Die Führungsriege zeichnet sich durch zwei Eigenschaften aus.
Erstens: Die Manager sind ungeduldig. Zweitens: Unter den
handelnden Personen dominieren Kaufleute und Ex-Unternehmensberater.
Kein Wunder, dass sie sich gegen den relativ teuren Standort Bochum
entschieden haben. Stattdessen betreibt der Konzern die Fabrik im
britischen Ellesmere Port weiter – die Beschäftigten dort sind bei
Lohn und Gehalt zu enorme

Mitteldeutsche Zeitung: zu Gastronomie in Sachsen-Anhalt

Die Gastwirte in Sachsen-Anhalt melden einen Zuwachs
bei den betrieblichen Weihnachtsfeiern. Häufiger als in den
zurückliegenden Jahren finanzieren Firmen wieder die geselligen
Treffen ihrer Mitarbeiter. Das ist nicht nur eine sinnvolle
Investition ins Betriebsklima. Es hilft auch den Gastwirten, die
Flaute der zurückliegenden Jahre zu überwinden. Dabei setzen sie
nicht zuletzt darauf, dass so mancher Gast gerne wiederkommt, weil
die adventliche Firmenfeier ein gelunge

Mitteldeutsche Zeitung: zu Friedensnobelpreis

Der EU ist vieles vorzuwerfen. Zum Beispiel eine
restriktive Asyl- und Flüchtlingspolitik, eine langjährige Treue zu
den Despoten Nordafrikas und ein nachlässiger Umgang mit autoritären
Regierungschefs in den eigenen Reihen. Dennoch hat sie den Preis
verdient. In vergangenen Jahrhunderten wurden nationale
Interessengegensätze auf Schlachtfeldern ausgetragen. Heute werden
sie von Diplomaten, Beamten und Parlamentariern in Brüsseler
Bürogebäuden wegv

Mitteldeutsche Zeitung: SPD-Kanzlerkandidat Linken-Chef Riexinger hält Steinbrück für chancenlos

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger,
hat dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück Chancenlosigkeit
attestiert. "Steinbrück hat keine Aussicht auf eine Mehrheit; das ist
sein Hauptproblem", sagte er der in Halle erscheinenden
"Mitteldeutschen Zeitung" (Montag-Ausgabe). "Ein wirklicher
Wechselkanzler wird nur mit den Stimmen der Linken gewählt." Die
Linke werde deshalb im Wahlkampf ein offensives Reformprogramm mit
Einstiegsprojekten

Mitteldeutsche Zeitung: zur Klimakonferenz

Bei der Konferenz 2011 in Durban hatte eine Allianz
aus EU und den besonders vom Klimawandel betroffen
Entwicklungsländern immerhin noch erreicht, dass ein Plan für einen
neuen globalen Klimavertrag ab 2020 aufgesetzt wurde. Doch in Doha
fiel die Allianz wieder auseinander. Schuld war die EU, die,
gebeutelt von Euro-Krise und politischer Willensschwäche, die
Vorreiter-Position aufgab. Die Menschheit ist auf dem Weg zur
Vier-Grad-Welt. Kommende Klimagipfel werden dramatisc

Mitteldeutsche Zeitung: zur SPD

War das jetzt der echte Steinbrück? Nicht immer
jedenfalls konnte man sich des Eindrucks erwehren, dass hier einer
dem Parteivolk kräftig nach dem Maule redet. Dass Steinbrück in
Hannover ein herausragendes Ergebnis bekommen würde, das war vorher
klar. Hätte ihn die SPD mit weniger als 90 Prozent heimgeschickt,
hätten sich Partei und Kandidat vom Wahlkampf gleich abmelden können.
Fraglich ist, ob Steinbrück es schafft, das Bild, das der erste und
r

Mitteldeutsche Zeitung: zu FDP Sachsen-Anhalts

Anders als in der Landtagsfraktion, die Wolpert
einst als Vorsitzender einen konnte, ist ihm das mit der Partei
nicht gelungen. Die FDP ist nach der Wahlniederlage 2011 – die auch
Wolpert mit zu verantworten hat – tief gespalten. Der Graben wurde
in Zerbst noch breiter. Es mag viele gute Gründe für Wolperts
Kampfkandidatur gegeben haben, doch er hat diese nicht vermitteln
können. Die Partei setzt lieber auf Bewährtes, sie geht mit Pieper
in die Bundestagswahl. M

Mitteldeutsche Zeitung: Bundeswehr Ehrenmal für getötete Bundeswehrsoldaten wird um ein Buch ergänzt

Das Ehrenmal für die gefallenen Bundeswehr-Soldaten
wird um ein Buch mit den Namen und Daten der toten Soldaten ergänzt,
damit sich die Angehörigen darin besser wiederfinden können. Das
kündigte der frühere Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU)
gegenüber der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung"
(Online-Ausgabe) an. "Es wird ein Buch mit den Namen und ein paar
Daten der toten Soldaten ausgelegt", sagte er dem Blatt. W

Mitteldeutsche Zeitung: Rechtsterror Chef des NSU-Untersuchungsausschusses, Edathy, lässt sich von Sprengstoffanschlag nicht einschüchtern

Der Vorsitzende des NSU-Untersuchungssauschusses des
Bundestages, Sebastian Edathy (SPD), will sich durch den jüngsten
Anschlag auf sein Wahlkreis-Büro im niedersächsischen Stadthagen
nicht von seinem Engagement gegen Rechtsextremismus abbringen lassen.
"Falls das ein Versuch gewesen sein sollte, mich einzuschüchtern, so
wird dieser ins Leere laufen", sagte er der in Halle erscheinenden
"Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). Er sei im Übrigen