Es muss immer erst etwas passieren, bevor gehandelt
wird. – Was für hektische Sicherheitsbestrebungen nach
Terroranschlägen gilt, gilt auch im Gesundheitssystem. Ebola? Das war
weit weg, bis, ja bis die ersten Fälle in Europa auftauchten.
Hektische Betriebsamkeit. Man kennt das mittlerweile. In Berlin
musste nun also ein Kind an Masern sterben, um Gesundheitsexperten
wie den aufstrebenden Stern am CDU-Himmel, Jens Spahn, zu einer nicht
neuen Forderung zu treiben: Eine Impfpfli
Endlich gibt es mit der Waffen-Abzugsvereinbarung
an der ukrainischen Waffenstillstandszone einige zaghafte
Entspannungszeichen, nachdem die Separatisten mit der Einnahme von
Debalzewo signalisiert hatten, dass sie sich an das Minsk-II-Abkommen
nur dann halten, wenn es ihnen strategisch passt. Es bleibt
allerdings abzuwarten, in welchem Maße der Abzug schwerer Waffen nun
auch realisiert wird – von beiden Seiten.
Leider wurde die erfreuliche Entwicklung von dem blutigen
Terroransc
Die griechische Regierung von Alexis Tsipras backt
zunehmend kleine Brötchen. Beendet aber ist das unappetitliche
Polit-Gezocke um zusätzliche Subventions-Milliarden für Athen noch
lange nicht. Völlig offen bleibt bisher, ob die griechische
Reformliste für die Troika, die trotz Athener Wutausbrüchen de facto
weiterbesteht, tatsächlich von Reformwillen und der Bereitschaft
getragen ist, die griechischen Schulden zurückzuzahlen.
Die Geheimdienste NSA und GCHQ machen es sich nach
neuesten Enthüllungen offenbar leicht. Statt
Kommunikationsverbindungen zu knacken, stehlen sie einfach den
Schlüssel. Besorgniserregend ist das, weil sie damit in der Lage
wären, Handy-Gespräche auch ohne richterlichen Beschluss abzuhören.
Das wiederum bedeutete, das sich die Geheimdienste über dem Gesetz
stehend sähen oder als Ersatzrichter, die entscheiden, wer gut ist
und wer böse.
Es ist eine völlig wertungsfreie Feststellung:
Immer mehr Kinder unter drei Jahren werden in Deutschland tagsüber
außerhalb ihres Elternhauses betreut. Niemand, der sein kleines Kind
selbst umsorgt, muss sich davon unter Druck gesetzt fühlen. Niemand
die Debatte darüber, ob Kinder in ihren ersten Lebensjahren nun
besser zu Hause oder in der Kita aufgehoben sind, deshalb aufs Neue
lostreten. Die Statistik zeigt schlicht, dass immer mehr Eltern, die
ihr Kind tags&u
Die Zahlen zur Kinderarmut in Deutschland sind
erschreckend, doch beim Vergleich mit Griechenland wird klar, dass es
uns gut geht. In dem Krisenstaat mit seinen elf Millionen Einwohnern
leben bis zu 700 000 Kinder in wirklicher Armut. 300 000 von ihnen
haben Eltern, die nichts verdienen. In vielen Lebensbereichen in
Griechenland geht nichts mehr. Das ist das Hauptproblem dieser Tage.
Heute beginnt das Endspiel um die Zukunft des Landes. Da sollten die
jeweiligen Positionen ernstgenommen un
Mit Verlaub, der Eindruck, dass in Deutschland
immer mehr Menschen verarmen, ist schlicht falsch. Da müssen sich
auch Wohlfahrtsverbände an die eigene Nase fassen. Die Rechnung ist
eigentlich ganz einfach: Sobald für einen Teil der Bevölkerung etwa
Tariferhöhungen anstehen, gilt eine höhere Zahl ihrer Mitbürger als
arm, weil das durchschnittliche Einkommen im Gegensatz zu den
Transferleistungen gestiegen ist.
Ein vereintes Deutschland, das auf den Prinzipien
von Freiheit und Menschenwürde fußt, braucht zwei Dinge nicht:
Ostdeutsche, die der DDR hinterhertrauern und sie als besseren der
beiden Staaten glorifizieren. Und es braucht keine Westdeutschen, die
die Leistungen der ehemaligen DDR-Bürger aberkennen und die
Wiedervereinigung als Verlust ansehen. In dieser Hinsicht sind die
Ergebnisse der jüngsten Ost-West-Studie ein erfreuliches Zeichen.
Unterschiede zwischen Ost und