Die deutsche Rezession – Kommentar von Thorsten Knuf

Die deutsche Rezession – Kommentar von Thorsten Knuf

Gut ein Jahr noch bis zur Bundestagswahl – und der Ampel-Regierung regnet es gerade mal nass rein. Am Mittwoch musste Wirtschaftsminister Robert Habeck die Konjunkturprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigieren.

Deutschland erlebt das zweite Rezessionsjahr in Folge, erst 2025 soll es in bescheidenem Umfang aufwärtsgehen. Von einem neuen Wirtschaftswunder, das Kanzler Olaf Scholz (SPD) im Frühjahr 2023 kühn in Aussicht gestellt hatte, kann keine Rede sein.

„nd.DerTag“: Notwendige Klärung – Kommentar zum gescheiterten Misstrauensantrag der Neuen Volksfront in Frankreich gegen die Regierung Barnier

„nd.DerTag“: Notwendige Klärung – Kommentar zum gescheiterten Misstrauensantrag der Neuen Volksfront in Frankreich gegen die Regierung Barnier

Der am Dienstag in Frankreichs Nationalversammlung abgestimmte Misstrauensantrag der in der Neuen Volksfront vereinten Linksparteien hat die neue Regierung von Michel Barnier nicht zu Fall gebracht. Das Überleben verdankt sie der extremen Rechten, insbesondere dem Rassemblement National von Marine Le Pen. Die vorläufige Tolerierung der von Emmanuel Macron gestrickten Koalition ist nun amtlich und die Aspirantin auf die Nachfolge des marktliberalen Präsidenten wird dafür polit

EU-Haushalt

EU-Haushalt

Die EU-Kommission wagt es, neu zu denken. Das ist richtig. Trotzdem kann der Corona-Wiederaufbaufonds (RRF) nur bedingt als Vorbild dienen. Das wohl teuerste Projekt in der Geschichte der Union war vielleicht ein Traum für die Exekutive, aber das 724-Milliarden-Euro-Paket litt unter einem massiven Demokratiedefizit. Zu den großen Schwächen des RRF gehört zudem, dass er schwer zu kontrollieren ist. (…) Die Kommission sollte aus den gemachten Fehlern lernen, wenn sie den Hau

Wo bleibt der Ruck?

Wo bleibt der Ruck?

Nun muss das Land die Frage beantworten, wie es in einer zunehmend protektionistischeren Weltwirtschaft bestehen will. Eine Strategie dafür hat die Bundesregierung nicht – im Gegenteil. Während Kanzler Olaf Scholz so tut, als könne alles weitergehen wie bisher, will Wirtschaftsminister Robert Habeck die Unternehmen mit Milliardensubventionen auf einen nachhaltigeren Pfad bringen und Finanzminister Christian Lindner den Haushalt sanieren. Es sind drei Ansätze, die sich selbst

Politik muss Geld für den Aufschwung locker machen

Politik muss Geld für den Aufschwung locker machen

Dabei ist es wirklich egal, ob nun 0,2 oder 0,3 Prozent minus prognostiziert werden. Wichtig dagegen ist die sich daraus ergebende Feststellung, dass die Wirtschaft dieses Landes nicht in Schwung kommt, und das nunmehr schon seit fünf Jahren. (…) Auch noch so viele Prognosen scheinen die Ampel-Koalitionäre nicht als Weckruf zu empfinden. Dabei ist die Botschaft doch so klar: Deutschland hat dramatisch an Wettbewerbsfähigkeit verloren, weil das Land als Produktionsstandort zu teu

Herbstprojektion: DGB fordert Konjunkturpaket und Aussetzung der Schuldenbremse / Gewerkschaftsbund drängt auf „wirksames Konjunkturpaket“ für Aufbruchstimmung

Herbstprojektion: DGB fordert Konjunkturpaket und Aussetzung der Schuldenbremse / Gewerkschaftsbund drängt auf „wirksames Konjunkturpaket“ für Aufbruchstimmung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert die Bundesregierung angesichts der konjunkturellen Lage zu entschiedenen Maßnahmen auf. DGB-Vorstand Stefan Körzell sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ): "Die konjunkturelle Lage ist ernst. Die Bundesregierung muss jetzt das Ruder herumreißen und ein wirksames Konjunkturpaket schnüren. Wir brauchen eine neue Aufbruchstimmung in Deutschland, sonst werden die Aussichten für die kommenden Jahre noch dü

Zum Zustand des Forstes: Tod eines Klimahelfers / Kommentar von Laura Beigel

Zum Zustand des Forstes: Tod eines Klimahelfers / Kommentar von Laura Beigel

Als Klimahelfer ist der Wald tot. Schädlinge und Dürren schwächen viele Bäume so, dass sie absterben – wobei CO2 frei wird. Das Gleiche passiert bei Waldbränden. Jetzt rächt sich, dass die Bundesregierungen den ökologischen Waldumbau vernachlässigt haben. Stattdessen wurde er ungebremst wirtschaftlich ausgebeutet. Rasch muss Özdemir das Bundeswaldgesetz ändern, das Leitplanken für mehr Klimaschutz vorgibt. Heute kommt es eher den Waldbesitze

Urwald ist keine Lösung. Die Forstwirtschaft muss dringend umdenken/Ein Kommentar von Hannes Koch zur neuen Waldinventur.

Urwald ist keine Lösung. Die Forstwirtschaft muss dringend umdenken/Ein Kommentar von Hannes Koch zur neuen Waldinventur.

Es ist ein bedenkliches Zeichen. Wohl im Zuge der Klimaveränderung haben die deutschen Wälder erstmals mehr klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt, als sie speichern konnten. Wie die neue Waldinventur zeigt, ist das ein Ergebnis der Stürme und Dürren von 2017 und 2018.

Vielleicht bleibt dies ein vorübergehendes Ereignis, und die Lage normalisiert sich wieder. Nicht unwahrscheinlich jedoch, dass sich die hiesigen Försterinnen und Waldbesitzer langfristig mit

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Matthias Miersch als neuer SPD-Generalsekretär

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Matthias Miersch als neuer SPD-Generalsekretär

Ein Miersch macht noch keinen Sommer. Erst droht der SPD mit Olaf Scholz ein kalter Koalitions-Winter. Natürlich wird sich der neue Generalsekretär dabei hinter den Bundeskanzler stellen. Das Willy-Brandt-Haus jedenfalls darf keinen Zweifel an Olaf Scholz nähren, egal, wer dort das Sagen hat. Ob sich der neue Wind auf das linke Profil der SPD und ihre Spielräume in der Ampel auswirkt, bleibt also abzuwarten. Miersch wird alle Hände voll zu tun haben. Aber die Partei darf

Kommentar von „nd.DerTag“ zum Wachsen des Sozialhilfebedarfs im Alter

Kommentar von „nd.DerTag“ zum Wachsen des Sozialhilfebedarfs im Alter

März 2024: Die Zahl der Grundrentner*innen steigt. Juli 2024: So viele Rentner*innen wie nie brauchen Grundsicherung. Oktober 2024: Mehr Rentner*innen als je zuvor auf Sozialhilfe angewiesen.

Die Entwicklung der Altersgrundsicherung war – nüchtern betrachtet – mehr als absehbar. Und wird so weitergehen. Einerseits hängt das mit der Begründung zusammen, die die Deutsche Rentenversicherung im ostinatem Stil vorträgt. Ein Ostinato ist, nebenbei bemerkt, die Wiederkehr eine