Trumps Wahl zum US-Präsidenten hat in Europa Sorgen
und Ängste ausgelöst. Gerade deshalb lohnt sich ein genauerer Blick.
Donald Trump ist es gelungen, über das gesamte politische
Establishment seines Landes und seiner Partei zu triumphieren. Warum
hat er es geschafft, Millionen von Wählern, die vorher nicht zur Wahl
gingen, eine Stimme zu geben? Hat er Probleme erkannt und benannt,
die alle anderen zuvor ignoriert haben? Ist seine Wahl und sein
Programm schlicht ge
Trumps Wahl zum US-Präsidenten hat in Europa Sorgen
und Ängste ausgelöst. Gerade deshalb lohnt sich ein genauerer Blick.
Donald Trump ist es gelungen, über das gesamte politische
Establishment seines Landes und seiner Partei zu triumphieren. Warum
hat er es geschafft, Millionen von Wählern, die vorher nicht zur Wahl
gingen, eine Stimme zu geben? Hat er Probleme erkannt und benannt,
die alle anderen zuvor ignoriert haben? Ist seine Wahl und sein
Programm schlicht ge
"Ich gratuliere Donald Trump zu seiner
demokratischen Wahl zum 45. US-Präsident der Vereinigten Staaten von
Amerika", erklärt Prof. Dr. Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig
von Mises Instituts Deutschland. "Die Amerikaner haben eine aus
meiner Sicht eindeutige, richtungsentscheidende Wahl getroffen: Sie
haben dem links-orientierten politischen Establishment den Rücken
gekehrt."
Es sei verständlich, dass es nach dem Wahlausgang große
Heute sprechen die Parteichefs von CDU, CSU und SPD darüber, ob
sie sich doch noch auf einen gemeinsamen Kandidaten für das Amt des
Bundespräsidenten einigen können. 17 Prozent der Bundesbürger sagen,
es sei für sie sehr wichtig, wer Bundespräsident wird, für weitere 44
Prozent ist das wichtig, 28 Prozent sehen das für sich als nicht so
wichtig an, und 10 Prozent ist das überhaupt nicht wichtig. (Rest zu
100 Prozent hier und im Folgenden
Nach dem Wahlsieg Donald Trumps deutet sich an,
dass die Europäische Union in sicherheitspolitischen Fragen enger
zusammenrücken könnte. Denn der künftige Präsident ist ein
Nationalist, dessen Politik für die bisherigen Partnerstaaten der USA
wenig verlässlich sein dürfte. Mit seinen Soldaten will sich Trump
nur noch punktuell im Interesse des eigenen Landes engagieren.
Deswegen wird in der EU wieder einmal laut über die Schaffung einer
gemeinsa
Mit einem Präsidenten Donald Trump drohten in den
USA eine gesellschaftspolitisches Rollback und eine gefährliche
Konstellation, erklärt der Politikwissenschaftler und Buchautor Ingar
Solty (»Die USA unter Obama«) im Interview für die in Berlin
erscheinende Tageszeitung »neues deutschland« (Freitagausgabe).
Demoskopen und Politologen hätten "wohl unterschätzt, wie tief die
Krise des politischen Systems wirklich geht", kommentie
Trumps Wahlsieg beflügelt die Rechtspopulisten. Die
AfD spricht euphorisch von "Zeitenwende". Man muss befürchten, dass
die Rechten nicht so falsch liegen. Trumps Erfolg ist der bisher
größte Triumph im sogenannten "postfaktischen Zeitalter", in dem
belegbare Fakten wenig, Gefühle aber alles bedeuten. Ein Beispiel:
Trump hat lange das Gerücht befeuert, Präsident Obama sei gar nicht
in den USA geboren. Das war durch Fakten längst
Ein Horrorclown ist US-Präsident geworden. Darf das
eine deutsche Tageszeitung so zugespitzt formulieren? Ja, darf sie.
Dürfte das auch ein Mitglied der Bundesregierung tun? Rechtlich
gesehen ja, politisch gesehen auf keinen Fall. Nun hat sich bislang
kein Regierungsmitglied derart polemisch geäußert. Die Kritik war
aber dennoch überdeutlich. Verteidigungsministerin von der Leyen
zeigte sich offen schockiert. Vizekanzler Gabriel sprach von einer
"neuen autor
Donald Trump ist ein Rassist, ein Chauvinist, ein
Lügner, ein Hetzer, ein Heuchler. Donald Trump ist in erheblichem
Maße mitverantwortlich für den schmutzigsten Wahlkampf in der
Geschichte Amerikas. Donald Trump hat Hass gesät und das Amt des
US-Präsidenten geerntet. Donald Trump ist jetzt formal der mächtigste
Mann der Welt – eine schlimme Vorstellung. Nun mag man sich noch
lange empören über die vermeintlich undemokratischen, dummen,
überford
Die Frage, wen man denn in der EU als
Ansprechpartner für die Klärung internationaler Probleme anrufen
solle, war ein Running Gag in Washington. Sie stellte sich plötzlich
umgekehrt beim Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Denn der hat
keinen außenpolitischen Berater. Und so zeigt man sich zwischen
Brüssel und Berlin nach seinem für viele Entscheidungsträger
offensichtlich völlig unerwarteten Wahlsieg unvorbereitet und ratlos.
Dabei ist de