Westfalenpost: Dubiose Kundenakquise bei RWE und anderen Energiekonzernen /Verbrauchertäuschung

Die Zeiten sind härter geworden für die großen
deutschen Energiekonzerne. Früher satte Gewinne brechen ein, die Zahl
der Mitarbeiter wird drastisch nach unten gefahren. Sparen heißt die
Devise – mit allen Mitteln. Und neue Einnahmen erschließen. An der
Front stehen die Außendienstmitarbeiter. An sie wird der Druck
weitergereicht, Neukunden zu werben. Sie haben Vorgaben zu erfüllen,
die richtigen Zahlen zu liefern. Jeder Privathaushalt, der Strom o

Neue OZ: Kommentar zu Bosch

Es geht ums Ganze

Milliarden Euro investiert und jetzt nur noch Grundstückswerte in
den Büchern – so sieht bei Bosch die bittere Zwischenbilanz in einem
vermeintlich zukunftsträchtigen Geschäftsfeld aus. Bosch mit seiner
legendären Technik-Kompetenz gilt als attraktiver Arbeitgeber für den
Ingenieursnachwuchs. Würde selbst die Ideenschmiede der Nation vor
der Herausforderung Solartechnik kapitulieren, wäre das Aus für die
ganze Herstellerzunf

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zur Lage bei Bosch

Heikel ist für den neuen Bosch-Chef Volkmar
Denner, dass das Problem mit der Fotovoltaik-Sparte nicht nur eine
betriebswirtschaftliche Dimension hat. Anders als der Konkurrent
Siemens, der sein Kurzzeitengagement in der Solarenergie kurz und
schmerzlos schon wieder beendet hat, hat Bosch die Sparte zum
integralen Bestandteil gemacht; vom "grünen Bosch" war die Rede, was
die Stuttgarter heute nicht mehr so gerne hören. Da geht es auch ums
Image.

Müsste Bos

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Solargeschäft von Bosch

Die Bosch-Gruppe mit ihren über 300 000
Beschäftigten weltweit ähnelt einem Riesentanker – einmal in Fahrt,
lässt sich der Meeresgigant nicht einfach wieder stoppen. Und weil
Solarenergie in der Bosch-Strategie umweltschonender Technologien
eine wichtige Rolle spielt, hält der Konzern trotz immenser Verluste
daran fest. Wenn aber sogar Mitarbeiter kurzfristig auf Einkommen
verzichten, kann das Unternehmen nicht gleichzeitig jahrelang
zusehen, wie eine S

Schwäbische Zeitung: Besser, als Köpfe rollen lassen – Kommentar

Erst der Skandal um den "Bodenseekäse aus
Holland", der das Vertrauen mancher Verbraucher in die Ravensburger
Molkerei im Jahr 2010 erschütterte. Und jetzt sind auch die eigenen
Erzeuger hochgradig unzufrieden. Zu Recht: Ein Milchpreis unter 30
Cent ist tatsächlich bedrohlich tief. Man sollte der Omira aber
zugute halten, dass sie früher deutlich bessere Preise zahlte als
ihre Konkurrenten. Die Idee, erst mal einen Unternehmensberater zu
bestellen, ist gar ni

Börsen-Zeitung: Ohne Plan, Kommentar zu Großbritannien von Carsten Steevens

David Cameron will die Mitgliedschaft
Großbritanniens in der Europäischen Union (EU) auf eine neue Basis
stellen. Das Ergebnis dieses neuen Arrangements soll –
voraussichtlich in vier Jahren – Grundlage sein für ein britisches
EU-Referendum. Der Weg, den der seit 2010 amtierende britische
Regierungschef 40 Jahre nach dem Beitritt des Inselstaats zur
Staatengemeinschaft eingeschlagen hat, ist so gefährlich, wie die
europapolitische Attitüde des Insel-Premiers selb

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Bosch

Das viel bemühte Sprichwort vom geteilten Leid,
das nur halbes sei, wird den Opfern der Solarkrise kein Trost sein.
Auf die Gesellschaft in namhafter Runde hätte Bosch genauso gerne
verzichtet wie der Bielefelder Schüco-Konzern, Q-Cells und viele
weitere große und kleine Unternehmen. Sie alle sind der Strahlkraft
des Geschäfts mit der Sonne erlegen. Die Chancen vernebelten den
Blick für die Risiken. Billigkonkurrenz, massive Überkapazitäten, in
der

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gerry Weber

Eigentlich müssten in Halle ständig die
Sektkorken knallen. Schließlich jagt die Gerry Weber AG von einem
Rekord zum nächsten. Aber die Haller sind – typisch ostwestfälisch –
beim Feiern eher sparsam. Stattdessen setzt das Management, kaum ist
ein Rekord erreicht, sofort neue, noch höhere Ziele. Von außen
sichtbar ist bei der Mode zuerst der Glamour. Doch um erfolgreich zu
sein, muss man auch in dieser Branche hart arbeiten. Die treibende
Kraft hinter

Westfalen-Blatt: Die Deutsche Bahn wehrt sich: Widerspruch gegen gerichtliche Mahnbescheide eingelegt. Verkehrsverbünde forderen zu viel gezahlte Trassengebühren in Millionenhöhe zurück.

Im Rechtsstreit um überhöhte Trassengebühren
wehrt sich die Deutsche Bahn (DB) gegen Millionenforderungen von
Nahverkehrsverbünden. Das berichtet das Bielefelder Westfalen-Blatt
(Donnerstags-Ausgabe). Gegen entsprechende Mahnbescheide der
Amtsgerichte Mayen (Rheinland-Pfalz) und Hagen (NRW) hat die DB
Widersprüche eingelegt. Das haben die Direktoren der Gerichte, Bernd
Schmickler (Mayen) und Oliver Hoffmann (Hagen), der Zeitung
bestätigt. Es komme jetzt zum P

WAZ: Schluss mit den Haustürgeschäften – Kommentar von Ulf Meinke

Ärger in Aachen, Bochum, Wuppertal, Menden – und das
sollen alles Einzelfälle im großen Vertriebsgebiet des
Energieversorgers RWE sein? Wenn sich die Einzelfälle häufen, liegt
der Verdacht nahe, dass es um mehr geht als Verfehlungen von drei
oder vier Mitarbeitern, die es mit den Regeln nicht ganz so genau
nehmen. Sind die Mängel also doch eher grundsätzlicher Natur?
Haustürgeschäfte bringen mindestens zwei Probleme mit sich. Erstens,
aus Sicht