Deutschland ist auf Dauer keine Insel der
Glückseligkeit, wenn die Signale für die Weltkonjunktur auf Abschwung
stehen und die Rezession in vielen Industrie- und Schwellenländern
bereits die Oberhand gewonnen hat. Die Anzeichen mehren sich, dass
die deutsche Wirtschaft in den weltweiten Abwärtssog gerät. Zum
Beispiel hat sich den dritten Monat in Folge die Stimmung auf den
Chefetagen der Unternehmen verschlechtert. Der
Ifo-Geschäftsklimaindex ist auf den schle
PSA Peugeot Citroën und Ford sind auf
Höllenfahrt. Ihre Zukunft ist ungewiss. Wer mag da noch über einen
Rückgang des operativen Ergebnisses bei Daimler meckern, der außerdem
schwächer ausfiel als von Analysten erwartet? Insbesondere im
Nutzfahrzeuggeschäft, wo Umsatz und Absatz deutlich zulegten, aber
auch bei den Pkw zieht sich der Stuttgarter Konzern gut aus der
Affäre und steuert auf Rekordwerte bei Absatz und Umsatz zu. Das
Ertragsminus kommt n
Sie haben es wieder getan: Moody–s hat nach der
Bundesrepublik auch den wirtschaftlich stärksten Bundesländern die
gelbe Karte gezeigt. Die Politik ist empört. Man darf an dieser
Stelle vielleicht mal daran erinnern, dass es die Politik selbst war,
die mit Gesetzen und Verordnungen versucht hat, die Ratingagenturen
zu Hilfsheriffs der Finanzaufsicht zu machen – in Deutschland
übrigens eine rot-grüne Regierung, unter begeisterter Zustimmung der
gelb-schwarzen Oppos
Bergwanderer kennen das. Man schreitet, von der
Sonne verwöhnt, mutig voran. Da löst sich plötzlich unter dem Fuß ein
Stein. Mit lautem Getöse rollt er gen Tal, nimmt dabei noch andere
Steine mit. Fortan geht der Wanderer viel langsamer – natürlich mit
der Folge, dass er an dem Tag nicht so vorankommt. Mit den
Ifo-Umfragen über die Stimmung in der Wirtschaft ist es ähnlich.
Strahlen die Unternehmer, geraten die Gefahrenstellen in
Vergessenheit. Soba
Das Schwarzer-Peter-Spiel hat begonnen. Mehr und
mehr werden die Probleme beim Bau der Windkraftwerke auf hoher See
sichtbar, doch niemand will schuld sein, geschweige denn die Kosten
tragen. Energiekonzerne wie RWE machen den niederländischen
Netzbetreiber Tennet dafür verantwortlich, dass sich der Anschluss
der Windräder verzögert. Tennet wiederum sieht die Verantwortung beim
Siemens-Konzern, der bei der Lieferung von Bauteilen in Verzug
geraten ist. Willkommen in der
Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos)
hat den negativen Ausblick der Ratingagentur Moody–s für sein Land
mit Gelassenheit kommentiert. "Die Finanzmärkte setzen unverändert
auf Berlin, insofern erwarten wir aktuell keine Effekte", sagte er
dem Tagesspiegel (Donnerstagausgabe).
Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-29021 14013
E-Mail: cvd@tagesspiegel.de
Die Deutsche Bahn beurteilt den negativen Ausblick
der Ratingagentur Moody–s gelassen. "Wir sehen keinerlei Auswirkungen
auf unsere Refinanzierungskosten", sagte Bahn-Sprecher dem
Tagesspiegel (Donnerstagausgabe). Moody–s hatte in der Nacht zu
Mittwoch den Ausblick von sechs Bundesländern und der Deutschen Bahn
von "stabil" auf "negativ" gesenkt.
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Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-29021 14013
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25. Juli 2012. In Brüssel mehren sich
die Anzeichen, dass das Gesetzespaket zur Umsetzung der
Basel-III-Eigenkapitalregelungen erst verspätet in Kraft tritt. "Es
gibt Überlegungen, die Umsetzung im Notfall zu verschieben", erfuhr
das Handelsblatt. Grund für die Verzögerung sei, dass sich die drei
gesetzgebenden EU-Institutionen Parlament, Finanzministerrat (Ecofin)
und EU-Kommission nicht über die neue Capital Requirements Directive
(CRD IV) und die
57 Prozent der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen
sind im vergangenen Jahr Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden.
Das ist das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Pricewaterhouse Coopers (PwC), über die die Zeitungen der Essener
WAZ-Gruppe (Mittwochausgabe) berichten. Die Fälle reichten von Betrug
über Korruption bis zu Industriespionage. "Die Schäden durch
Wirtschaftskriminalität sind enorm und erreichen schnell
Millionensum
Geschafft! Ähnlich sehnlich wie die Sommertemperaturen dieser Tage
ist im gesamten nördlichen Emsland der VW-Auftrag für ADO erwartet
worden. Dieser Zuschlag für das Aschendorfer Traditionsunternehmen
kann in seiner Bedeutung kaum überschätzt werden. Seit Jahren musste
ADO mit Umsatzrückgängen kämpfen. Das Gardinen-Geschäft, das der
Marke mit der Goldkante einst national zu Ansehen verhalf, ist fast
zusamm