Neue OZ: Kommentar zu Arbeitsmarkt / Konjunktur

Den Weg fortsetzen

Das deutsche Jobwunder in Zeiten der Schuldenkrise ist keine
Selbstverständlichkeit. Es beruht auf einer Sozialpartnerschaft, die
in Europa – abgesehen von Skandinavien und den Niederlanden –
ihresgleichen sucht. Die Entwicklung am heimischen Arbeitsmarkt hat
dazu geführt, dass die Bundesbürger von der Krise bisher wenig
spüren, stattdessen konsumieren und die Wirtschaft in der gesamten
Euro-Zone stützen.

Das allein wäre es wert, den

Schwäbische Zeitung: Flügelschlagen um die Rente – Kommentar

Auf eines ist Verlass: Kurz vor der
CSU-Landesgruppenklausur in Wildbad Kreuth und kurz vor dem
Dreikönigstreffen der Liberalen melden sich CSU und FDP immer
besonders gerne zu Wort und positionieren sich, ebenfalls besonders
gerne, auch gegeneinander. Das Thema Rente mit 67 bietet sich zu
diesem Jahresbeginn an. CSU-Chef Horst Seehofer stellt in bewährter
Manier wieder einmal die eigenen Beschlüsse infrage, und die FDP
kontert, alles solle bitte so bleiben wie beschlossen

Schwäbische Zeitung: Ahmadinedschad ist das Problem – Leitartikel

Ein nuklear bewaffneter Iran in seiner
gegenwärtigen Verfassung wäre ein Albtraum. Da dürften sich die
meisten Staatenlenker einig sein. Ungeklärt ist jedoch die Frage, ob
sich eine iranische Atombombe noch verhindern lässt. Verzögern ist
möglich. Das weiß man. Zuletzt störten Cyperattacken die
Atommaschinerie. Vielleicht waren es die Israelis, vielleicht die
USA. Beide Mächte haben ein besonderes Interesse, den Iran zu
stoppen. Israel ge

Börsen-Zeitung: Das Konjunkturprogramm, Kommentar zur Rekordbeschäftigung von Reinhard Kuls

So lässt man sich den Start in das neue Jahr
gefallen: Deutschland steigert die Beschäftigung auf ein
Rekordniveau, und ein Ende des Jobwunders ist, zumindest kurzfristig,
nicht in Sicht.

Auch wenn der deutsche Arbeitsmarkt beileibe nicht ohne Probleme
dasteht – die noch immer hohe Zahl an Langzeitarbeitslosen etwa ist
hier zu nennen, oder der zusätzliche Bedarf an Stellen für ältere
Arbeitnehmer vor dem Hintergrund des Schritt für Schritt steigenden
Rente

Rheinische Post: Der Präsident fährt abwärts

Ein Kommentar von Gregor Mayntz:

Christian Wulff verbraucht täglich mehr von jenem Kredit, den
Angela Merkel ihm als Vertrauensvorschuss für seine
Aufklärungsfähigkeit in eigener Sache großzügig gewährt hat. Seit
Mitte Dezember wiederholt sich der bedenkliche Vorgang, dass die
Wogen nach jeder scheinbaren Beruhigung um die Hauskreditaffäre wenig
später um so höher schlagen. Die Halbwertzeit von Wulffs Aussagen,
nun endlich vollstän

Rheinische Post: Gefährlicher Iran

Ein Kommentar von Martin Kessler:

Die Mullahs spielen mit dem Feuer. Nachdem die internationale
Atomenergiebehörde die Nuklearpläne des Iran als versteckten Bau
einer eigenen Atombombe entlarvt hatten, geht das Land auf vollen
Konfrontationskurs mit dem Westen. Sogar ein militärischer Konflikt
scheint nicht mehr ausgeschlossen. Für den Westen mit seiner
Führungsmacht USA stellt sich die Frage, wie er mit dem
unberechenbaren Regime religiöser Fanatiker in T

Rheinische Post: Schul-Evolution

Ein Kommentar von Frank Vollmer:

Dieses Ergebnis dürfte ganz im Sinne der Schulministerin sein: 50
Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben zum neuen Jahr die Einrichtung
einer Sekundarschule beantragt. Sylvia Löhrmann hat zwei Gründe, sich
darüber zu freuen. Erstens: Die Zahl zeigt, dass der
schwarz-rot-grüne Schulkompromiss mit der Sekundarschule als
Kernstück nötig war. Der Handlungsdruck ist groß, weil die
Schülerzahlen für eigene Haup

Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Wulff

Jeder Mensch kann einmal aus der Haut fahren,
jeder macht mal Fehler. Im Fall Wulff ist es die Kette der Fehler,
seiner Kontakte und Geschäfte mit einem Geschmäckle, der
Instinktlosigkeiten und nachgeschobenen Wahrheiten. Das alles wird
immer peinlicher. Hörbares Unwohlsein breitet sich inzwischen auch in
der schwarz-gelben Koalition aus. Für die bisherige
Standard-Forderung, es müsse Schluss sein mit der Debatte, weil alles
gesagt und das hohe Amt nicht beschä

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Wulff

Christian Wulff ist auch nur ein Mensch. Er darf
sich über Berichte in Presse, Funk und Fernsehen freuen und richtig
ärgern. Er darf auch Dampf ablassen, wenn er sich falsch zitiert oder
dargestellt fühlt. Über Art und Weise einer Medienschelte und dessen
öffentliche Wirkung muss er sich aber stets im Klaren sein. So muss
sich Wulff fragen lassen, ob es seinem Amtsverständnis entspricht,
mit einer Strafanzeige zu drohen, um unliebsame Berichte zu
verhindern. Ge