"Im Zweifel" Von Alexander R. Wenisch Ob die
"Verschwörer" der Ergenekon-Gruppe tatsächlich einen Putsch gegen die
Regierung Erdogans geplant hatten? Es klingt zwar in Anbetracht der
an Militärumbrüchen reichhaltigen Geschichte der Türkei nicht
unwahrscheinlich, Skepsis bleibt aber auch nach den nun gesprochenen
Urteilen. Das liegt daran, dass an der Unabhängigkeit der türkischen
Justiz seit Jahren Zweifel bestehen. Politische Urteile s
Zum ersten Mal in der Geschichte der Türkei hat
ein ziviles Gericht des Landes hochrangige Militärs und deren Helfer
wegen eines Putschversuches zu langen Haftstrafen verurteilt. In der
Türkei war von Anfang an klar, dass es in dem Verfahren nicht nur um
die strafrechtliche Aufarbeitung illegaler Machenschaften in der
Armee und ihrem Umfeld gehen würde, sondern um Politik. Der
Ergenekon-Prozess war ein Teil des Machtkampfes zwischen der neuen
und der alten Elite in der
Wenn sich Leidenschaft daran bemisst, wie viel
Zeit ein Politiker beruflich und demnach auch mit privaten
Konsequenzen für ein Projekt opfert, dann ist Angela Merkel eine
leidenschaftliche Europäerin. Dutzende Reisen, Gipfeltreffen,
Beratungen, Gremiensitzungen und Telefonate zur Bewältigung der
europäischen Schuldenkrise hat die Kanzlerin in den vergangenen
Jahren absolviert. Ihr Ziel – ein wettbewerbsfähiges, finanziell
solides Europa mit effektiven Institutione
Nichts dagegen, dass die Menschen weniger
Fleisch essen. Unter gesundheitlichen Aspekten ist ein geringerer
Fleischkonsum zu begrüßen. Vegetarische Gerichte werden deshalb in
fast allen Kantinen angeboten, fünf Tage die Woche. Wer will, kann
immer fleischlos essen – oder auch nicht. Es ist überflüssig, die
Leute zu verdonnern, beispielsweise jeden Donnerstag auf Fleisch zu
verzichten. Das ist Politik mit dem erhobenen Zeigefinger, die die
Menschen zu ihrem Gl&uum
Man muss den Bogen nicht überspannen. Die
Annahme, dass massiv unter Druck stehende Regierungen und ihnen
zuarbeitende Geheimdienste mal eben ein Bedrohungsszenario erfinden,
um die Aufmerksamkeit von Bevölkerung und Medien radikal umzuleiten,
ist in diesem Fall arg aus der Hüfte geschossen. Es ist weder
Geheimnis noch Sensation, dass die vielen Ableger der
menschenverachtenden Idee namens El Kaida, der auch noch so viele
illegale Drohnen-Angriffe nichts anhaben können
Der Terroralarm der USA trägt Züge einer
beispiellosen Misstrauenserklärung an die gesamte arabische sowie an
große Teile der muslimischen Welt. Offenbar haben Ermittler Wind
bekommen von neuen Anschlagsplänen Al-Kaidas im Jemen. Deren
Kommandos waren in den vergangenen Jahren die Einzigen, die versucht
haben, auf dem fernen Territorium der USA Unheil anzurichten. Deshalb
geraten ihre Bombenbauer und Gewaltapostel immer stärker in das
Visier amerikanischer Dr
Wenn die Türkei ein anerkannt demokratischer
Staat wäre, der mit einem fairen Prozess gegen Putschisten seine
Vergangenheit klärte – die hohen Haftstrafen gegen ehemalige Militärs
hätten Beifall verdient. Doch so einfach ist es leider nicht. Die
Zweifel an der Demokratiefähigkeit von Ministerpräsident Tayyip
Erdogan wachsen, und die Beweislage im Ergenekon-Prozess bleibt auch
nach den Urteilen dünn.
Nun also ein "Veggie-Tag". Die grüne Urlust, neben Umwelt,
Wirtschaft und Energieversorgung auch gleich die Gesellschaft
ökologisch mit umzukrempeln, treibt einmal mehr skurrile Blüten. So
sollen fleischlose Tage in öffentlichen Kantinen den nach Currywurst
lechzenden Arbeitnehmer auf den Pfad der richtigen Ernährung bringen.
Dabei bieten die meisten Kantinen schon jetzt immer auch ein
vegetarisches Gericht an – nicht nur donners
Für Duisburg ist es ein schwerer Schlag. Mit
Alltours verlässt ein Unternehmen mit bundesweiter Strahlkraft die
Stadt aus dem Revier. Firmengründer Willi Verhuven zieht es Richtung
Düsseldorfer Königsallee. In Zukunft soll das Dreischeibenhaus die
Firmenzentrale sein, eine Hinterlassenschaft des
Thyssen-Krupp-Konzerns, der das Hochhaus vor einiger Zeit aufgegeben
und sein Quartier in Essen bezogen hat. "Ohne meinen Alltours" – der
Werbespruch dürfte
Wenn die aktuelle Diskussion über staatlich
gefördertes Doping produktiv sein soll, dann darf sie nicht in
rückwärtsgewandten Systemvergleichen steckenbleiben. Der
internationale Sport muss vielmehr zu nachvollziehbaren Regeln und
durchsetzbaren Sanktionsmöglichkeiten kommen, die nicht allein den
Sportler treffen, der bloß das Schlusslicht einer oft
verhängnisvollen Verbraucherkette bildet. Es ist ein gravierender
Systemfehler, dass Ärzte, Trainer