Mitteldeutsche Zeitung: zu Banken undälteren Kunden

Gerade in der Beratung lag und liegt wohl noch
einiges im Argen. So müssen Mitarbeiter in einigen Großbanken
bestimmte Finanzprodukte in vorgegebener Zeit verkaufen. Die
Beschäftigten stehen unter enormem Erfolgsdruck, der dazu verleitet,
miese Produkte an gutgläubige Kunden loszuschlagen. Ältere sind da
beliebte Opfer. Der Fehler liegt eben nicht nur bei einzelnen
Bankmitarbeitern, wie die Institute sich rechtfertigen, sondern im
System. Die schlechte Benotu

Rheinische Post: Steinbrücks Sturheit Kommentar Von Carsten Fiedler

Erst der Honorar-Ärger, dann die Debatte ums
Kanzlergehalt, und jetzt stößt Peer Steinbrück die Genossen in NRW
vor den Kopf. Ohne Not befeuert der Kanzlerkandidat mit Wohnsitz Bonn
die Debatte um einen Komplett-Umzug der Regierung nach Berlin. Wer es
gut mit ihm meint, spricht von einer neuen Ungeschicklichkeit. Doch
Steinbrück strapaziert zunehmend die Nerven seiner Partei und die des
möglichen Koalitionspartners. Das Entsetzen im rot-grünen Lager üb

Rheinische Post: Makabre Assad-Show Kommentar Von Matthias Beermann

Ein bis auf den letzten Platz mit fanatischen
Claqueuren besetzter Saal, eine pompöse Live-Übertragung im
Staatsfernsehen und dann doch wieder nur die alten Parolen: Wer die
Hoffnung gehabt hatte, die Rede des syrischen Diktators Baschar al
Assad könne einen politischen Ausweg aus dem blutigen Bürgerkrieg
weisen, der muss sich jetzt der ernüchternden Erkenntnis stellen,
dass auch dieser mörderische Konflikt wohl mit den Waffen entschieden
wird. So wie Assad be

Mittelbayerische Zeitung: Limousinen für Afrika Die Wirtschaft entdeckt neue Absatzmärkte in Afrika. Wer verkaufen will, muss aber auch investieren. Von Martin Anton

Afrika ist in. Solvente Touristen aus der
ganzen Welt fahren gerne an die Sandstrände Kenias, in die
Nationalparks am Sambesi und auf der Garden Route in Südafrika. Aber
auch deutsche Unternehmen freuen sich über Absatzmärkte, die viele
afrikanische Länder mit fast asiatisch anmutenden Wachstumsraten
bieten. Doch nur verkaufen geht nicht. Wer die Märkte südlich der
Sahara dauerhaft beliefern will, muss auch bereit sein, direkt zu
investieren. Derzeit seh

Mitteldeutsche Zeitung: zur Kennzeichnung von Polizisten in Sachsen-Anhalt

Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe dafür, sich
einer Kennzeichnung von Polizisten zu widersetzen. Das Argument,
die Beamten müssten nach Einsätzen gegen besonders kriminelles
Klientel um Leib und Leben fürchten, ist hanebüchen. Eine
individuelle Kennzeichnung bedeutet ja nicht, dass jeder Beamte mit
Name und Adresse zum Dienst gehen soll. Eine bei jedem Einsatz neu
zu vergebende Nummer sichert in dem seltenen Fall, dass ein Beamter
eine Straftat be

Mitteldeutsche Zeitung: zur FDP

Rösler will nicht richtig kämpfen. Doch gehen will
er auch nicht. Das kann man durchaus verstehen. Denn es war nicht der
amtierende Vorsitzende, der die FDP dort hingebracht hat, wo sie
jetzt ist. Der Hauptverantwortliche heißt Guido Westerwelle. Er hat
es nicht vermocht, aus der Oppositions- eine Regierungspartei zu
machen. Dennoch ist offensichtlich, dass Rösler der falsche Mann am
falschen Platz ist. Rainer Brüderle wiederum begeistert die
Liberalen, sagte ab

WAZ: Es geht um mehr als dicke Boni. Kommentar von Ulf Meinke

Bonus ist nicht gleich Bonus. Porsche und VW
beteiligen die Beschäftigten regelmäßig am Erfolg, andere Firmen
verteilen Mitarbeiteraktien: Es gibt viele Möglichkeiten, Anreize für
gute Arbeit zu schaffen, auch wenn zwischen dem Bonus für den Chef
und dem Extra für die Belegschaft meist Welten liegen. In der
Bankenbranche ist besondere Sensibilität angezeigt, wenn es um Boni
geht, denn sie gelten zurecht als eine der Ursachen für die
Finanzkrise

Neue Westfälische (Bielefeld): Ex-Parteichef Westerwelle geht auf Distanz zu FDP-Personalstreit

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP)
distanziert sich vom Streit um die Führungsspitze seiner Partei. "Ich
unterstütze meine Partei, zum Beispiel im Wahlkampf an diesem
Wochenende in Niedersachsen, aber an Personaldebatten beteilige ich
mich nicht", sagt Westerwelle der in Bielefeld erscheinenden Neuen
Westfälischen (Montagausgabe). Westerwelle ging damit auch auf
Distanz zu Entwicklungsminister Dirk Niebel, der zuvor beim
Dreikönigstreffen der F

Neue Westfälische (Bielefeld): Deutscher Außenminister wirft Syriens Assad Realitätsverlust vor

Bundesaußenminister Westerwelle hat Syriens
Staatschef Assad Realtitätsverlust in der Politik vorgeworfen. "Die
Rede von Präsident Assad kann nur mit großer Enttäuschung aufgenommen
werden. Es ist eine Rede von martialischer Sprache nach außen und der
Uneinsichtigkeit über die wahre Lage nach innen", sagte Westerwelle
der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Montagausgabe).
Deutschland unterstütze die oppositionelle nationa