Schwäbische Zeitung: Zum Krieg im Irak: Hilflose Politik

Es hätte nicht die Zusammenstöße zwischen
Muslimen und Jesiden in Herford gebraucht, um zu verstehen, wie nahe
der Krieg im Irak ist. Doch wenn in einem Land Selbstmordattentate an
der Tagesordnung sind, stumpft das Mitgefühl ab.

3796 Kilometer liegen zwischen Ravensburg und Mossul. Bis nach
Antalya, wo sich deutsche Touristen der türkischen Sonne erfreuen,
sind es nur 1000 Kilometer weniger. Doch zwischen Mossul und Antalya
liegen Welten – und viel Elend: Fast

Schwäbische Zeitung: Sanktionen werden weh tun

Auf westliche Sanktionen gegen Moskau folgt nun
der erwartete Gegenschlag: Die russische Führung stoppt die Importe
von Lebensmitteln aus den USA, der EU und anderen Ländern. Putins
Strafmaßnahmen sollen dem Westen weh tun und deutlich machen, dass
der Kreml-Chef keine Angst hat, die Konfrontation in der
Ukraine-Krise auf eine höhere Stufe zu heben.

Die Politiker im Westen müssen jetzt tatsächlich damit rechnen,
dass Russlands Einfuhrverbote einen spü

Börsen-Zeitung: Es könnte was werden, Kommentar zur Commerzbank von Bernd Wittkowski

Gar nicht so schlecht, Commerzbank! Ob aus den
Gelben doch noch mal eine strotznormale Bank wird? Die Konkurrenz
sollte, soweit sie es noch nicht getan hat, anfangen, den
Branchenzweiten ernst zu nehmen. Der kommt zwar aus einem tiefen Tal
der Tränen, und bis der Vorstand um Martin Blessing Freudentänze wird
aufführen können, dürfte es erkennbar noch etwas dauern. Aber
allmählich verfestigt sich der Eindruck: Es könnte was werden.

Beispiel Privatkunden

Mittelbayerische Zeitung: Gegendruck aus Moskau – Es droht ein Handelskrieg mit Russland. Der träfe wohl vor allem die russischen Verbraucher. Von Reinhard Zweigler

Man kann kein Omelett braten, ohne ein paar
Eier zu zerschlagen, weiß der Volksmund. Auf die im Zuge der
Ukraine-Krise verschärften Wirtschaftssanktionen der EU antwortet
Kreml-Chef Wladimir Putin nun trotzig mit einem Importverbot für
Lebensmittel aus der EU. Milchprodukte, Käse, Joghurt, Fleisch, Bier,
Wein, Obst und Gemüse sollen aus den Marktregalen im russischen
Riesenreich verbannt werden. Damit zeigt Putin zwar Zähne, er könnte
damit sogar einen &

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Russland verbietet Lebensmittelimporte aus der EU Europa braucht langen Atem DENNIS ROTHER

Reiseverbote und eingefrorene Konten,
Importstopps und angedrohte Luftraumsperren: Die wirtschaftliche und
diplomatische Abwärtsspirale, die Experten seit Beginn des
Ukraine-Konflikts prophezeit hatten, ist längst in Gang. Es wird zäh
zwischen dem Westen und Russland. Jetzt heißt es für Brüssel:
durchhalten. Mehr denn je muss die Europäische Union mit einer
Stim-me sprechen und die Finanzsanktionen aufrechterhalten. Es wird
eine schmerzhafte Mammutaufga

Rheinische Post: Kommentar / Latente Terror-Gefahr = Von Christian Schwerdtfeger

Deutschland steht längst auf der Liste der
Zielländer islamistischer Terrorgruppen. Dass die neuerlichen
Warnungen ernst zu nehmen sind, zeigte nicht zuletzt der
Anschlagsversuch am Bonner Hauptbahnhof vor knapp zwei Jahren, bei
dem der Sprengsatz nur wegen eines Konstruktionsfehlers nicht
detoniert war. Hinzu kommt eine Reihe ähnlicher Fälle in der
Vergangenheit. Eigentlich, da sind sich Sicherheitsexperten einig,
kommt es einem Wunder gleich, dass Deutschland bislang

Weser-Kurier: Kommentar von Hans-Ulrich Brandt zum Rote-Khmer-Urteil

Kann ein Gericht nach 35 Jahren noch für
Gerechtigkeit sorgen? Bringt ein Urteilsspruch nach so langer Zeit
den vielen Hunderttausend Opfern des brutalen Pol-Pot-Regimes noch
Trost? Beobachter dieses acht Jahre dauernden Prozesses gegen
ursprünglich vier Angeklagte, von denen einer gestorben, einer wegen
Demenz für prozessunfähig erklärt wurde und von denen die beiden
jetzt zu lebenslänglich Verurteilten 88 beziehungsweise 83 Jahre alt
sind, bezweifeln das. D

Rheinische Post: Kommentar / Wettkampf des Sparens = Von Thomas Reisener

Politiker wollen gestalten. Geld ausgeben zum
Beispiel für Schulen, Straßen und Sturmopfer. Darüber reden sie auch
sehr gerne. Aber nach Jahrzehnten des fröhlichen Geldausgebens drängt
in NRW jetzt mit Macht ein Thema in den Vordergrund, über das
Politiker nur sehr ungern reden: der Finanznotstand. Die
Pro-Kopf-Verschuldung ist dramatisch hoch, und der Haushalt taumelt
längst an der Grenze des juristisch Erlaubten entlang. Für Politiker
ist das ein

Weser-Kurier: Kommentar von Doris Heimann zum russischen Importstopp

Das von Russland verhängte Lebensmittel-Embargo
richtet sich gegen die EU und die USA. Treffen aber wird es in erster
Linie die russische Bevölkerung. Russland importiert derzeit mehr als
die Hälfte seiner Lebensmittel aus dem Westen. Der plötzliche Wegfall
dieser Ware wird zwar nicht zu Lebensmittelknappheit führen, wie sie
die Sowjetbürger in den 90er-Jahren erlebt haben. Doch die Preise für
Grundnahrungsmittel werden in die Höhe schnellen. Das trifft

Rheinische Post: Kommentar / Putin will Konfrontation um jeden Preis = Von Andreas Gruhn

In russischen Supermärkten wird bald viel Platz
sein. Ein Großteil des Angebots an Nahrungsmitteln darf nicht mehr
eingeführt werden, weil es aus der EU stammt. Mit dem Embargo
bestraft Präsident Putin zuallererst sein eigenes Volk, das nun
höhere Preise für minderwertigere Lebensmittel wird zahlen müssen.
Das nehmen die Russen aber in Kauf, fast 90 Prozent stehen hinter
ihm. Der Westen konnte nicht erwarten, dass seine Sanktionen ohne
Antwort bleiben. D