Als Peter Terium sich 2011 per Machtkampf als
RWE-Chef durchsetzte, tat er es mit dem Argument, er sei der Mann,
den die Kapitalmärkte verstehen. Davon kann keine Rede mehr sein. Der
Verfall der Aktie zeigt, dass die Kapitalmärkte weder an das
Geschäftsmodell von RWE glauben noch an die Fähigkeit des Chefs, den
Konzern aus der Krise zu führen. Schon gar nicht überzeugt sie
Teriums Konzept, stumpf auf die Hilfe des Staates zu setzen. Zumal
Prämien für
Als eine wichtige Ursache für die aggressive
Stimmung gegen Asylbewerber in Deutschland Anfang der 90er Jahre gilt
das Behördenversagen von damals. Den Politikern heute in Bund,
Ländern und Kommunen ist dies eine Lehre. Wenn der Staat den Eindruck
vermittelt, die Lage nicht in den Griff zu bekommen, kann die
Stimmung von Zuversicht auf Ablehnung kippen. Vor diesem Hintergrund
muss man den Rücktritt des Chefs des Bundesamts für Migration und
Flüchtlinge verstehe
Wuppertaler kommen sich derzeit vor wie in
einem Laborversuch übereifriger Verkehrsplaner. Seit der Sperrung der
Talachse will jede innerstädtische Fahrt gut geplant sein, ohne
Stauinfos das Haus zu verlassen, wäre grob fahrlässig. Gefühlt
tauchen beinahe täglich neue Baustellen auf, vorzugsweise auf bis
dato halbwegs freien Ausweichrouten. Apropos Ausweichen: Die Bahn
fährt gerade auch nicht, wenn man sie mal braucht. Was in Wuppertal
passiert, ist schwe
Berlin fehlt nach wie vor Dynamik, wenn es darum
geht, echte Zukunftsorte zu schaffen. Dabei ist der wegen der
verzögerten Flughafeneröffnung am BER auf Eis liegende
Technologiepark am Flughafen Tegel ein Sonderfall. An der Freien
Universität im Süden wird es noch lange dauern, bis aus dem
ehemaligen US-Hospital ein Technologiezentrum für die dortigen jungen
Unternehmen wird. Und am Flughafen Tempelhof warten die
interessierten Investoren inzwischen schon neun Mona
Als gewiefter Taktiker wurde Alexis Tsipras
bezeichnet, als er eine Volksabstimmung über die Sparauflagen der
Gläubiger abhalten ließ. Seiner Popularität tat es auch keinen
Abbruch, als er vor wenigen Wochen vom Amt des Ministerpräsidenten
zurückgetreten war.
Doch seither hat der Syriza-Chef einigen Glanz verloren und es
kann nicht mehr als sicher gelten, dass er aus der Parlamentswahl am
Sonntag – der vierten innerhalb von drei Jahren! – als Sieger
herv
Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen,
die US-Republikaner hätten nicht ernsthaft vor, das Weiße Haus zu
erobern. Die zweite Kandidaten-Debatte der Wahlsaison, ausgetragen
vor nostalgieschwerer Kulisse in der kalifornischen
Präsidentenbibliothek Ronald Reagans, ließ eher an eine Realityshow
denken als an ein politisches Forum. An Footballspieler, die sich
ineinander verkeilen, nur dass sie es nicht mit körperlichem, sondern
mit rhetorischem Eins
Wer begibt sich schon freiwillig ins
Krankenhaus? Man muss ins Krankenhaus. Dort möchte man sich natürlich
möglichst sicher fühlen. Dafür wird viel getan. Die
Patientensicherheit nimmt inzwischen in den meisten Kliniken breiten
Raum ein. Ob die von der Studie so lobend hervorgehobenen
Patientenbefragungen ein dafür geeignetes Instrument sind, darf indes
bezweifelt werden. Nur selten reichen sie über Kriterien wie
Freundlichkeit des Personals – sicher nicht
Die neuesten Umfragen sind für britische
Europafreunde ein Schock: Die Befürworter eines Austritts
Großbritanniens aus der EU gewinnen an Boden, haben bei einigen
Umfrageinstituten sogar bereits eine knappe Mehrheit. Man hatte sich
auf dem Kontinent beruhigt zurückgelehnt und darauf vertraut, dass
Großbritannien im Brexit-Referendum wohl kaum von der Fahne gehen
würde. Dass sich das Bild innerhalb weniger Monate so drastisch
verändert hat, liegt vor al
Ausgerechnet die islamischen Vereine halten sich
in Deutschland häufig zurück, wenn es darum geht, Flüchtlinge aus
Afghanistan, dem Irak oder Syrien zu empfangen. Große Verbände werben
in staatstragenden Mitteilungen für ihre zweifellos ehrenwerten
Absichten, die Felder des konkreten Handelns erreichen sie indes eher
selten. Weil viele der geflüchteten Menschen, die in diesen Monaten
an deutschen Bahnhöfen ankommen, muslimischen Glaubens sind, sehen
n
Wissenschaft ist seit jeher international. In der
Vergangenheit haben die Hochschulen bereits viel dafür getan, eine
echte Willkommenskultur zu schaffen. Daher haben sie bei der
Integration von Flüchtlingen eine Vorbildfunktion – und diese Aufgabe
nehmen sie in der Region mit großem Engagement und viel Fantasie
wahr. Es ist ein Zeichen für Humanität und Völkerverständigung.
Für die Chance, die man diesen Studenten bietet, werden sie sich
irgendwa