Schwäbische Zeitung: Klima vergiftet

Es war nicht einmal Andrea Nahles selbst, es
war SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi, die das Klima zwischen
Unternehmern und SPD auf absehbare Zeit vergiftet hat. "Gauner" oder
"doof" – jeder Arbeitgeber, der sich mit der Dokumentation schwer tut
und sich deshalb in solchen Schablonen Fahimis wiederfindet, fühlt
sich zu Recht diskriminiert. Hinzu kommt, dass plötzlich der Zoll in
den Betrieb kommt, bewaffnet, und die Mitarbeiter nach ihren
Arbeitszeiten

Mittelbayerische Zeitung: Komentar von Fritz Winter zu EU/ Plastiktüten

Die Plastiktüte ist das Symbol für die gestörte
Beziehung zwischen Mensch und Natur. Durchschnittlich 71 Tüten
schleppt jeder Deutsche pro Jahr mit nach Hause, um sie nach wenigen
Minuten der Nutzung zu entsorgen. Ein guter Wert eigentlich. Die
Bulgaren brauchen 421 Tüten pro Kopf und Jahr. Eine Zeitbombe tickt.
Wenn sie nicht verbrannt wird, hält die Plastiktüte deutlich länger
als ein Menschenleben. Sie zersetzt sich, genauso wie etwa die
Kunstfase

Südwest Presse: KOMMENTAR · STROMTRASSE

KOMMENTAR · STROMTRASSE

Sinnloses Monstrum Für die Bürgerinitiativen, Kommunen und
Landkreise war es ein jahrelanger Kampf, der nun ausgestanden
scheint: Die höchst umstrittene Stromtrasse, die Windstrom aus dem
Norden vom Umspannwerk in Hüttlingen-Goldshöfe in die Region
Stuttgart transportieren sollte, ist vom Tisch. Zumindest vorläufig.
Der Protest gegen die gigantischen Masten hatte nur teilweise etwas
mit dem Sankt-Florians-Prinzip zu tun. Es g

Schwäbische Zeitung: Billig davongekommen

Beide sind sie als Politiker tief gefallen. In
Augsburg steht der frühere CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag
vor Gericht, weil er Steuern und Sozialabgaben im großen Stil
hinterzogen haben soll. Es droht ihm Gefängnis auf Bewährung. Schmid
wäre dann vorbestraft. In Verden ist das Verfahren gegen den SPD-Mann
Sebastian Edathy nach kurzem Prozess eingestellt worden. Wegen des
Besitzes von Kinderpornos war er angeklagt, jetzt bezahlt er 5000
Euro – und die Sach

Mitteldeutsche Zeitung: zu Plastiktüten

Von einem Verbot zu sprechen, geht zu weit. Die EU
will den Gebrauch von Plastikbeuteln nicht gänzlich eindämmen.
Kleine Tüten für Obst etwa bleiben erlaubt. Auch hat das
Umweltbundesamt errechnet, dass nur 0,7 Prozent des deutschen
Kunststoffverbrauchs auf Plastiktüten entfallen. Die Entscheidung
ist dennoch bemerkenswert. Zum einen, weil das "Verbots-Europa" –
Stichwort Duschkopf – nicht immer hoch im Ansehen steht. Zum
anderen, weil die EU-Staa

Mitteldeutsche Zeitung: zu Edathy

Edathy hat zwar eingeräumt, dass er die Bilder
selbst heruntergeladen hat. Damit kann er nun nicht mehr behaupten,
möglicherweise habe eine andere Person seinen Computer benutzt. Er
ließ aber offen, ob er sein Verhalten für strafbar hält. Vermutlich
wird er bald wieder tönen, er habe gar nichts Verbotenes getan. Auch
das Landgericht Verden hat nicht festgestellt, dass Edathy eine
Straftat begangen hat. Das ist das Wesen der Einstellung gegen
Geldauflage. Der

WAZ: Ein wichtiger Tag für Peter Terium. Kommentar von Stefan Schulte zum Dea-Verkauf

Es gibt einfachere Managerposten als den des
Vorstandschefs eines Energieriesen in Zeiten der Energiewende. Für
RWE-Chef Peter Terium kommt hinzu, dass er ein Unternehmen führt,
dessen Eigentümerstruktur an Vielstimmigkeit ihresgleichen sucht.
Dass er wie Eon-Chef Teyssen im Stillen einen radikalen Kursschwenk
vorbereiten kann, ohne dass die Pläne im Vorfeld zerpflückt werden:
undenkbar. Gleichzeitig erwartet man von ihm aber eine Antwort auf
den Eon-Coup, von dem

Mitteldeutsche Zeitung: zu Doping

Schon das Forschungsprojekt zum Doping West des
Deutschen Olympischen Sportbundes hatte politische Rückendeckung bei
westdeutscher Leistungsmanipulation herausgearbeitet. Nun gelingt es
der Untersuchungskommission zur Freiburger Doping-Abteilung der
Universität, die Systematik der Manipulationen im Radsport und
Fußball genauer herauszuarbeiten. Nicht zufällig helfen die Akten der
Justiz zum Verfahren gegen den Ex-Wunderdoktor Armin Klümper, der den
VfB Stuttgart

WAZ: Umstrittene Bluttests für alle Schwangeren? Pro-Kommentar von Petra Koruhn: Frühes Wissen hilft

Natürlich klingt das erst einmal befremdlich: Ein
kleiner Piks reicht, ein bisschen Blut – und schon wissen die Eltern,
ob ihr Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommt. Es klingt wie
"Baby nach Maß". Doch macht es die Situation besser, wenn die Frauen
erst eine Prozedur hinter sich bringen müssen? Viele Schwangere, die
sich für eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden haben, hatten
Angst: nicht nur vor der Diagnose, auch vor der Untersuchung. Nicht
der