Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Besuch der Queen in Irland:

»War dieser Kampf es wert?«, fragt der irische
Schriftsteller James Joyce in seinem Roman »Ulysses«. Er meinte den
blutigen Unabhängigkeitskrieg der Iren gegen die Briten, die Irland
Jahrhunderte lang besetzt, unterdrückt und geplündert hatten. Bis
heute leiden die Iren unter dem britischen Trauma. Auch der Terror in
Nordirland bleibt eine Wunde, die nur langsam heilt. Nun sucht
Königin Elizabeth die Versöhnung. Demütig, würdevoll u

USA: Obama will arabische Demokratiebewegung unterstützen

US-Präsident Barack Obama hat sich für die Förderung der arabischen Demokratiebewegung ausgesprochen. Er wolle die Revolutionen in der arabischen Welt mit einem milliardenschweren Hilfspaket unterstützen, erklärte Obama in einer Grundsatzrede am Donnerstag. Er versprach den arabischen Staaten den Erlass von Schulden und neue Kredite, allein Ägypten solle einen Schuldenerlass von einer Milliarde Dollar erhalten. Zugleich würdigte Obama die Leistung des "ara

FT: Kommentar zum IWF

Nur ein Europäer an der Spitze des IWF kann die
Aufgabe mit Aussicht auf Erfolg fortsetzen, die im vitalen deutschen
Interesse ist: durch angemessene Reformbeiträge der Krisenländer den
Zusammenhalt des Euro-Raums so billig wie möglich zu machen. Die
Gefahr, dass ein Nicht-Europäer auf dem IWF-Chefsessel daran
scheitert, ist groß. Ein auswärtiger Kandidat könnte zwar auf
Spezialistenteams im IWF zurückgreifen, die exzellente
Europakenntnisse h

Rheinische Post: Obamas Realpolitik

Barack Obamas neue Rede an die islamische Welt
ist der Versuch, die demokratischen Blütenträume des arabischen
Frühlings mit etwas zu begleiten, was aussieht wie eine Strategie. Im
Wandel liegen Chancen, liegt Hoffnung, ruft Obama den Skeptikern zu,
dem saudischen Königshaus ebenso wie dem israelischen Premier
Benjamin Netanjahu. Damit ordnet er Amerika dort ein, wo es aufgrund
seiner eigenen Geschichte zu stehen hat: auf der Seite von Menschen,
die alles riskieren f&uu

Rheinische Post: Saubere Lokale

Die Einigung fast aller Bundesländer (außer
Bayern) auf eine Restaurant-Ampel ist eine gute Nachricht für
Verbraucher. Ein deutlich sichtbarer Pfeil im grünen Feld wird
künftig anzeigen, dass in dem entsprechenden Betrieb zum Zeitpunkt
der Kontrolle hygienisch einwandfreie Zustände herrschten. Das aber
ist – noch vor akzeptablen Preisen, guter Qualität und freundlicher
Bedienung – der wohl wichtigste Werbefaktor von Speiselokalen.
Umgekehrt wird sich ma

Rheinische Post: Ein Rücktritt zur Unzeit

Der fatale Absturz des französischen
Finanzprofis Dominique Strauss-Kahn von der IWF-Spitze trifft die
Europäer zur Unzeit: Während sich die europäische Schuldenkrise
zuspitzt, verlieren sie ihren wichtigsten Helfer. Strauss-Kahn genoss
die Unterstützung der Amerikaner und auch die Sympathien vieler
Schwellenländer. Nach Jahren relativer Agonie hatte er den
Währungsfonds wieder international schlagkräftig und einflussreich
gemacht. Es ist politisch n

Geld, Stipendien, große Bühne für 50 Kunststudierende

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– 20. Bundeswettbewerb "Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, organisiert vom Deutschen Studentenwerk
– Annika Kahrs von der Hochschule für bildende Künste Hamburg gewinnt 10.000 Euro
– Zweimal 5.000 Euro und zwei Werkstipendien an weitere vier Kunststudierende
– Ausstellung in der Bundeskunsthalle bis zum 19. Juni 2011
Die Kunststudentin Annika Kahrs von der Hochschule f&u

Ostsee-Zeitung: Kommentar zur City-BKK-Pleite

Das sind schlimme Szenen, die sich derzeit vor
Filialen von gesetzlichen Krankenkassen etwa in Berlin abspielen.
Ehemalige Trümmerfrauen werden von Krankenkassen abgewimmelt. Das ist
unwürdig für die zumeist älteren Mitglieder der von Schließung
betroffenen City BKK. Das ist auch ein Schlag ins Gesicht des
gesetzlichen Krankenkassen-Systems. Und es ist eine riesige Blamage
für die Bundesaufsicht sowie für die schwarz-gelben
Gesundheitsreformer. Wenn die

Mitteldeutsche Zeitung: zum Fall Lars von Trier

Dabei geht es weder um politische Korrektheit noch
darum, dem Regisseur zu zeigen, dass er zu weit gegangen sei. Derlei
Interpretationen würden den Vorgang schon wieder verharmlosen. Lars
von Trier ist nicht einfach zu weit gegangen, er hat gesagt, er sei
ein Nazi. Das ist eine schwerwiegende Angelegenheit, aus der man drei
Schlüsse ziehen kann. Entweder versteht sich der Mann wirklich als
Nazi. Dann sollte man sich dauerhaft von ihm verabschieden, weil er
die Grundverabredung de