Rheinische Post: Unbeirrbare Konjunktur

Trotz des hohen Ölpreises, anziehender
Inflation und absehbarer Leitzinserhöhungen, trotz des japanischen
Desasters und der ungemein teuren Schuldenkrise im Euro-Raum bleibt
die deutsche Wirtschaft eindrucksvoll auf Wachstumskurs. Dies ist die
Kernbotschaft der Wirtschaftsforschungsinstitute heute in Berlin:
Deutschlands Industrie scheint sich derzeit noch immer durch nichts
beirren zu lassen. Ein Schlüssel dieses Erfolgs liegt im Umbau der
Industrie seit den 90er Jahren. Wa

Rheinische Post: Tod vor Lampedusa

Das Mittelmeer, das wir Europäer so gerne durch
die Sonnenbrille des Urlaubers sehen, droht zum Massengrab zu werden.
Wieder sind möglicherweise Hunderte afrikanische Flüchtlinge bei dem
Versuch ertrunken, die italienische Insel Lampedusa zu erreichen. Sie
kamen aus dem Bürgerkriegsland Libyen, wurden nach ernstzunehmenden
Berichten offenbar von Gaddafis Truppen ganz gezielt in die Boote
getrieben. Das Kalkül dahinter ist zynisch: Der Diktator spielt mit
der europ&au

Rheinische Post: Rauch-Zeichen

Das überaus komplizierte Gesetz zum Schutz der
Nichtraucher in NRW hat sich als Lachnummer entpuppt. Abgetrennte
Raucherräume in Gaststätten fehlen oft ebenso wie wirksame
Kontrollen. Gastronomische Betriebe, die um ihre qualmende Kundschaft
bangen, haben sich längst in Raucherclubs umbenannt. Die
Mitgliedschaft, so sie überhaupt registriert wird, ist zumeist reine
Formsache. So war das alles von der schwarz-gelben Vorgängerregierung
ganz sicher nicht gemeint.

Mittelbayerische Zeitung: Zum Libyen-Einsatz

Die letzten Wochen waren alles andere als
einfach für die Nato. Erst nach mehreren Verhandlungsrunden gelang
es, den Führungsstreit im Libyen-Einsatz zu beenden. Seit Freitag
liegt das Oberkommando in ihren Händen. Nun müsste alles im Lot sein.
Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Allianz ist weit davon entfernt,
den Einsatz zügig und erfolgreich zu beenden. Je länger dieser Krieg
andauert, desto schlechter für die Nato. Nicolas Sarkozy hat sich
geschickt

Mitteldeutsche Zeitung: zu Linke

Man kann es nicht anders sagen: Der Ruf des
63-jährigen Gregor Gysi nach dem 67-jährigen Oskar Lafontaine stellt
der Linkspartei ein Armutszeugnis aus. Dies gilt für das Verfahren.
Kann der Saarländer, dem nach überstandener Krankheit offenbar
langweilig geworden ist, nicht selbst sagen, was er will? Muss da
sein Männerfreund verschwiemelt auf "Notsituationen" verweisen? Die
Kritik gilt allerdings auch in der Sache. Aktuell herrscht in der
Linken da