Rheinische Post: Europa und der Flüchtlingsstrom

Ein Kommentar von Martin Kessler:

Es sind keine beruhigenden Bilder, die uns derzeit von der
italienischen Insel Lampedusa erreichen. Tausende von Tunesiern
suchen ihr Heil in der Flucht. Besonders betroffen ist Italien,
Lampedusa liegt gerade einmal 150 Kilometer von der tunesischen Küste
entfernt. Man kann die Flüchtlinge verstehen, die nach den
turbulenten Ereignissen in ihrem Heimatland keine Arbeit und damit
buchstäblich nichts mehr zu essen haben. In den Touristenho

Mittelbayerische Zeitung: Gute Besserung
Leitartikel der Mittelbayerischen Zeitung zur Euro-Krise

Es ist ruhig geworden um den Euro, sehr ruhig
sogar. Im vergangen Jahr noch als Problemkind, Wackel-Währung oder
schlicht als Irrtum gebrandmarkt, scheinen seine Kritiker verstummt
zu sein. Alles wieder gut? Mitnichten. Der Schein trügt. Im selben
Tempo, mit dem die Schuldenuhren ticken, schwelt die Euro-Krise
weiter. Nur sind die Kameras und Mikrophone vom Brandherd abgezogen.
Statt mit Transparenz und Empathie aus der prekären Lage zu steuern,
gaben sich Regierungschefs w

Mitteldeutsche Zeitung: zur Kinder-Studie

Menschen müssen nicht mehr aus wirtschaftlichen
Gründen für Nachwuchs sorgen, weil soziale Systeme die Aufgaben der
Großfamilien übernommen haben. Und sie können die Fortpflanzung
einfach und wirksam mittels Verhütung unterbinden. Damit ist aus der
selbstverständlichen Kinderaufzucht eine Option geworden, zu der man
sich entschließt – oder nicht. Beides ist legitim. Doch ist eine
Gesellschaft, deren Menschen sich massenhaft der Fortpflanzung

Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Mubarak

Während jeder zweite Ägypter von weniger als zwei
Dollar am Tag leben muss, soll der Clan von Ex-Präsident Mubarak über
ein Vermögen von 70 Milliarden Dollar verfügen. Ein Skandal. Nicht
nur für die bestohlene ägyptische Nation, sondern auch für
demokratische Länder wie Großbritannien oder die Schweiz, die sich
durch die Diktatoren-Milliarden noch immer korrumpieren lassen. Auch
wenn einige Anleger-Staaten die Konten Mubaraks inzwische

Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Pflege

Mit den zusätzlichen Hilfen, die
Gesundheitsminister Philipp Rösler in Aussicht gestellt hat, springt
er viel zu kurz. Erholungskuren, ein bisschen mehr Rente, weniger
Papierkrieg: Damit werden nur Löcher gestopft und Schäden repariert.
Gebot aber wäre es, diesen Schäden vorzubeugen durch Schulung und
umfangreiche Unterstützung pflegender Angehöriger. Auch wenn das
heute teurer ist.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Thomas Pult
Telefon: +49 (0381) 365

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Turbogymnasium

Seit 2004 klagen Eltern darüber, dass ihre
Kinder im achtjährigen Zug überlastet sind. Der jetzt vorgelegte
Notenvergleich kann viele beruhigen: Die Unterschiede zwischen den
Schülern, die 2012 nach acht Jahren, und denen, die dann nach neun
Jahren Abitur machen, sind im Durchschnitt relativ gering. Das sagt
allerdings nichts über den Preis aus, den die Schüler dafür bezahlt
haben. Denn nach dem zusätzlichen Aufwand – längeren Lernzeiten,
Nachh

Ostthüringer Zeitung: Kommentar zu US-Haushalt

Kommentar der Ostthüringer Zeitung zu US-Haushalt:
Mutig geht anders. Obamas Etatentwurf greift viel zu kurz, um das
Land aus der Schuldenspirale zu befreien. Doch wie konsequent
tatsächlich gespart werden muss, ist im aufgeheizten Klima Amerikas
nicht weniger umstritten. Vor allem die erstarkten Republikaner
gebärden sich als Steuer-Radikale, die mit ihrer Blockade gegen jede,
noch so moderate Erhöhung den Spielraum der Regierung in Washington
immer weiter beschneiden.

Südwest Presse: Kommentar zur Bundeswehr

Hauptsache billig. Dass die Ökonomisierung aller
Lebensbereiche vor der Bundeswehr nicht Halt macht, ist spätestens
bekannt, seit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)
Sicherheitspolitik nach Kassenlage macht. Nun hat den Minister das
forsche Tempo eingeholt, mit dem er die Schrumpfung der Truppe
vorantreibt. Denn zum bereits beschlossenen Ende der Wehrpflicht am
1. Juli drohen offenbar Personalengpässe, die es schleunigst
aufzufüllen gilt. Als ob dies

WAZ: Kraftloser Obama
– Kommentar von Joachim Rogge

Mutig geht anders. Obamas Etatentwurf greift viel zu
kurz, um das Land aus der Schuldenspirale zu befreien. Auch Obama
schreckt davor zurück, mit einer umfassenden Steuerreform und einer
überfälligen Neuausrichtung der sozialen Sicherungssysteme die
desolate Finanzlage des Landes in den Griff zu kriegen. Statt dessen
beschränkt sich der Präsident auf Einsparungen hier, auf Kürzungen
dort. Ein kluges Konzept, das Amerikas Haushalt langfristig wieder
auf solide

WAZ: Hoffnungslose Helden
– Kommentar von Gudrun Büscher

Die Helden von gestern verlassen ihr Land. Etwa
tausend Tunesier kommen täglich in Booten über das Meer. Viele der
erfolgreichen Revolutionäre sind auf der Flucht vor der Armut und
nutzen die Gunst der unbewachten Häfen, um nach Europa zu gelangen.
Das sagt eine Menge über das Vertrauen der Menschen in die
Zukunftsfähigkeit ihrer eigenen Revolution. Tunesien war der
Ausgangspunkt der Despotendämmerung und nun ist es dabei,
Ausgangspunkt eines Flücht