Ostthüringer Zeitung: Kommentar der Ostthüringer Zeitung (Gera) zu Anti-Atom-Demo

Der Ausstieg aus dem Atomausstieg ist (so gut wie)
politisch beschlossene Sache. Aber von Steine- und Wasserwerfern und
darüber kreisenden Hubschraubern, wie sie aus den
Auseinandersetzungen in den 80er Jahren in Erinnerung sind, ist weit
und breit nichts zu sehen. Stattdessen hat sich eine friedfertige,
sehr gesellschaftsmittige Mehr-Generationen-Bürgerwehr formiert, die
ihren Protest mit Entschlossenheit auf die Straße trägt. Das
Copyright dafür gebührt de

Neue Westfälische (Bielefeld): Anti-Atom-Proteste
Breite Bewegung
BERNHARD HÄNEL

Der Widerstand gegen die Atompolitik der
Bundesregierung wächst. Die Anti-Atomkraft-Bewegung lebt, und sie ist
breiter geworden nach dem Beschluss der Bundesregierung, aus dem
rot-grünen Atomkompromiss auszusteigen. Wie beim Protest gegen das
Projekt "Stuttgart 21" reihen sich jetzt auch gutbürgerliche Kreise
in die Bewegung ein, weil sie enttäuscht und auch wütend sind über
den Klüngel von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Atomindustrie.
Vi

Neue Westfälische (Bielefeld): Rücktrittsgedanken
Westerwelles Kalkül
THOMAS SEIM

Für Christian Lindner, den Generalsekretär, käme
der FDP-Parteivorsitz zu früh. Für Andreas Pinkwart, den
NRW-Wahlverlierer, käme er zu spät. Wirtschaftsminister Rainer
Brüderle gilt als nicht stabil genug für die Aufgabe,
Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger als nicht
durchsetzbar im marktliberalen Szenario der Partei. Was also treibt
den Vorsitzenden Guido Westerwelle, wenn er nun über einen Rückzug
als Parteichef sinn

Neue Westfälische (Bielefeld): Papstbesuch in Großbritannien
Beginn eines Dialogs
JOCHEN WITTMANN, LONDON

Als Papst Benedikt XVI. am Sonntagabend zurück
nach Rom flog, muss er ziemlich zufrieden mit dem Werk der letzten
vier Tage gewesen sein. Sein Staatsbesuch in Großbritannien wurde
kein Triumphzug, doch das Fazit ist eindeutig positiv. Gewiss,
Benedikt hatte keine solchen Menschenmassen angezogen wie noch sein
Vorgänger Johannes Paul II. auf seiner Pastoralreise vor 28 Jahren.
Gewiss, die Kritik, die dem Papst in manchen Medien entgegenschlug,
rechtfertigte wohl Benedikts W

Westdeutsche Zeitung: Die Atomproteste sind kein gutes Indiz für unsere Demokratie – Lächelnde Sonne und allmächtige Richter
Von Martin Vogler

Wollen wir gleich die Regierung abschaffen und
die Richter in Karlsruhe über die Politik in Deutschland entscheiden
lassen? Darauf wird es nämlich auch bei der Atomfrage hinauslaufen,
wenn SPD-Chef Gabriel das neue Gesetz der schwarz-gelben Koalition
per Eilantrag zu kippen versucht. Er strebt damit keine
parlamentarische, sondern eine juristische Lösung an. Was den fatalen
Trend verstärken wird, dass das Bundesverfassungsgericht der Politik
immer mehr Grenzen zeigt und

Mitteldeutsche Zeitung: zu Atomprotesten

Es sind nicht mehr nur die alten Kämpen, die an
AKW-Standorten oder in den Umweltverbänden ausgeharrt haben. Neben
den Grauköpfen demonstrieren plötzlich viele ganz junge Leute und
"Bürgerliche", die vielleicht sogar zum ersten Mal überhaupt auf eine
Demo gegangen sind. Ob es nun "über 50_000" oder gar 100_000 waren,
ist nicht entscheidend. Es geht um die Wirkung, das Signal. CDU und
FDP versuchen, es zu überhören. Das geht n

Schweden gewinnt den 20. Internationalen Feuerwerkswettbewerb in Hannover

Die Jubiläumsausgabe des Internationalen Feuerwerkswettbewerbs ist gestern (18.9.) mit dem Beitrag des chinesischen Teams "Vulcan Pyrotechnics" vor der barocken Kulisse der Herrenhäuser Gärten in Hannover zu Ende gegangen.
Das Team aus Schweden hatte jedoch die Nase vorn. Insgesamt fünf Siegerteams aus den vergangenen Jahren haben sich an unterschiedlichen Samstagen in diesem Sommer dem beliebten Wettbewerb gestellt. Vor einer Rekord-Zuschauerzahl von 50.00

Ostsee-Zeitung: Afghanistan/Wahlen/Taliban

Welche Mutprobe für Afghanistans Wähler! Ein
Demokratie-Test unter Feuer: Raketenattacken, Entführung, Mord und
Wähler-Einschüchterung haben auch die zweite Parlamentswahl in
Afghanistan seit dem Sturz der Taliban anno 2001 beeinflusst. Der
Begriff Urnengang bekommt da – trotz gewaltigen Sicherheitsaufgebots
– eine makabre Doppelbedeutung. Wer hierzulande über die grotesken
Begleitumstände der Parlamentswahl die Nase rümpft, verkennt die Lage
im Land

Frankfurter Neue Presse: Kaum Fortschritt in Afghanistan. Leitartikel von Politikchef Dr. Dieter Sattlerüber die Parlamentswahl in Afghanistan.

Unstrittig an dieser Wahl ist wohl nur,
dass es eine relativ niedrige Beteiligung der Bürger gegeben hat.
Jedenfalls war sie niedriger als bei der Präsidentenwahl vor einem
Jahr. Was allerdings auch kaum verwundert. Denn danach hatte es
massive Wahlbetrugsvorwürfe an die Adresse des siegreichen
Präsidenten Karsai gegeben. Und da der Wahlgang in Afghanistan wegen
vieler Taliban-Anschläge hochriskant ist, wird manch potenzieller
Wähler lieber zu Hause geblieben

Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zur Wahl in Afghanistan:

Es gab wieder massive Unregelmäßigkeiten.
Und selbst wer an die Urne wollte, konnte es wegen der katastrophalen
Sicherheitslage vielfach nicht. Das Desaster zu verantworten hat
jedoch keineswegs allein die Regierung Karsai. Die USA und ihre
Verbündeten inszenierten das Spektakel, um Fortschritte auf dem Weg
zur Demokratie nachzuweisen. Ein geradezu lächerlicher Versuch
angesichts zahlreicher zwielichtiger Kandidaten, die alles Mögliche
widerspiegeln, nur nicht den