Zwar gibt es keinen Grund, der kritiklosen Nähe
von Gerhard Schröder zum "lupenreinen Demokraten" Putin
nachzutrauern. Allerdings ist selbst die offene Kritik Merkels
inzwischen zum Ritual erstarrt. Die Kanzlerin spricht die
Menschenrechte an, Moskau gelobt Besserung und beide Seiten haben
ihre Pflicht erfüllt – ohne, dass sich etwas ändern würde.
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Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
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Nur mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung konnten
die Spitzenverbände der Wirtschaft vor neun Jahren verhindern, dass
die rot-grüne Bundesregierung Frauenquoten in den Führungsetagen
festlegte. Doch sie war das Papier nicht wert. Die Zahlen des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigen genauso die
ungeschminkte Wahrheit wie ein Blick in die Vorstandsetagen der
großen Konzerne: Seither hat sich nichts gebessert. Einerseits ist
das kein Wunder: Verb&a
Für viele der Fehler am ICE macht die Bahn stets die
Industrie verantwortlich, die den Mist geliefert habe, doch deren
Manager kontern: Man stehe unter einem von der Bahn aufgebauten
Zeitdruck und könne keine ausgereifte Technik zur Verfügung stellen.
Da lügen sich beide Parteien in die Tasche. Oder orakeln: "Moderne
Züge sind anfällig, das ist Hightech." Die Kunden aber sind der Bahn
ausgeliefert. Denn es gibt keine vernünftige Alternative zu di
Barack Obama ist drauf und dran, den Afghanistan-Krieg zu
verlieren – und zwar bei sich zu Hause. In den USA haben sich die
Zweifel an seiner Strategie schon weit bis ins eigene politische
Lager gefressen. Dafür sorgen die schlechten Nachrichten von der
Front ebenso wie das unentschlossen, ja ziellos wirkende Auftreten
des Präsidenten. Wenn Obama Führungskraft beweisen wollte, als er
unlängst seinen Afghanistan-Kommandeur McChrys
Bei nüchterner Betrachtung bedeutet dies: Das
Instrument Hausarztvertrag ist in dieser Form gescheitert. Es heißt
aber nicht, dass der Hausarzt in seiner Funktion überbewertet wird.
Im Gegenteil. Er ist DIE Anlaufstelle für Patienten und übernimmt
damit eine herausragende Rolle in der Versorgung. Fakt ist auch, dass
der Frust unter den Medizinern groß ist, aus gutem Grund: Die Politik
will, dass die Hausärzte der Dreh- und Angelpunkt der ambulanten
Verso
Die Minister von SPD und Grüne saßen gestern erstmals auf der
Regierungsbank. Sogleich erhielten sie einen plastischen Eindruck
davon, wie schwierig es ist, als Minderheitsregierung zu agieren. CDU
und FDP wiesen die "Einladung", bei der Änderung des
Stadtwerkegesetzes mitzuwirken, barsch zurück. Die vage Hoffnung,
zumindest bei der Union auf Wohlwollen zu treffen, erfüllte sich
nicht. Auch mit der Linken legte Rot-Gr&
Hannelore Kraft ist stolz darauf, dass in ihrer elfköpfigen
Ministerriege immerhin fünf Frauen vertreten sind. Sie ist auch stolz
darauf, mit den Kabinettsmitgliedern die unterschiedlichen Regionen
des Landes berücksichtigt zu haben. Ein ideales Team also, um den
angestrebten Politikwechsel in NRW einzuleiten? Da drängen sich
Zweifel auf. Der regionale Proporz – auf den auch die CDU Rücksicht
nehmen muss – ist noch kein Beleg
Der große Wurf blieb aus. Die Kabinettsliste, die
die neue nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft
(SPD) gestern vorlegte, kann dann doch nicht mit dem klangvollen
Namen aufwarten, den Beobachter rund um den Landtag bis zuletzt
erwartet hatten und den Kraft so gern präsentiert hätte.
Schon seit Tagen war ja bekannt, dass Kraft sich bei ihrer
Ministersuche einige Körbe von Wunschkandidaten eingehandelt hatte.
Ressort-Chef in einer Minder
Es mag auf den ersten Blick verwundern, dass der
Vatikan erst jetzt die Kirchen-internen Strafen für Sex-Verbrecher in
der Soutane überarbeitet. Schließlich wird seit Monaten über den
Missbrauch durch Priester debattiert. Doch in diesem Fall trifft –
ausnahmsweise – der Vorwurf, die Kirche reagiere zu spät, nicht ganz
den Kern. Diese Verbrechen werden seit 2001, als Joseph Ratzinger die
Verfahren aus Ärger über das Versagen von Bischöfen in vielen L&a