NRZ: Trügerische Ruhe – Kommentar von Sabine Brendel

Wer glaubt, dass die seit Frühjahr 2010 grassierende
Schuldenkrise im Euro-Währungsraum endlich abebbt, irrt sich. Zwar
können sich Sorgenstaaten wie Italien und Spanien wieder günstiger
Geld an den Finanzmärkten bei Banken oder Versicherern borgen. Aber
das verdanken sie vor allem der Europäischen Zentralbank, die der
geschwächten Bankenbranche jüngst massiv, günstig und ungewöhnlich
langfristig Geld geliehen hat.

Die Politiker müs

WAZ: Trügerische Ruhe. Kommentar von Sabine Brendel

Wer glaubt, dass die seit Frühjahr 2010 grassierende
Schuldenkrise im Euro-Währungsraum endlich abebbt, irrt sich. Zwar
können sich Sorgenstaaten wie Italien und Spanien wieder günstiger
Geld an den Finanzmärkten bei Banken oder Versicherern borgen. Aber
das verdanken sie vor allem der Europäischen Zentralbank, die der
geschwächten Bankenbranche jüngst massiv und günstig Geld geliehen
hat.

Die Politiker müssen den Beweis erst noch liefer

Weser-Kurier: Alcoa-Chef Kleinfeld sieht Turbo-Kapitalismus beendet

Bremen. Klaus Kleinfeld, Vorstandschef des
US-Aluminiumherstellers Alcoa, kritisiert die anhaltenden
Spekulationen und den Hochfrequenzhandel auf den Finanzmärkten.
"Einige Protagonisten agieren ebenso massiv wie kurzfristig", sagte
er dem BREMER WESER-KURIER. Es gebe in den Märkten noch zu viele
spekulative Elemente. "Bei allem Verständnis für die Bedürfnisse der
Kapitalmärkte halte ich viel davon, sie so weit wie möglich mit der
Realwirt

WAZ: Bahn unter Druck. Kommentar von Dietmar Seher

Köln-Hamburg für 19,90 Euro? Ein Schnäppchen. Dazu:
Keine lange Sitzplatz-Sucherei. Service zu niedrigeren Preisen. Das
Gefühl, irgendwie als was Besonderes befördert zu werden. Man hat ja
einen privaten Chauffeur vorne in der Lok.

Klingt alles verlockend. Und: Endlich Konkurrenz für den müden
Staatsbetrieb Deutsche Bahn. Endlich? Vorsicht: Zwei Mal am Tag will
das Kölner Unternehmen MSM mit Zügen nach Hamburg und Berlin pendeln.
Der Staatsbe

WAZ: Verdi fordert, die Städte stöhnen. Kommentar von Kai Wiedermann

Vor fünf Tagen erst hatte Verdi-Chef Frank Bsirske
die Arbeitgeber gewarnt: Er rechne mit einer hohen
Streikbereitschaft, sollte es nicht zu einer angemessenen
Lohnsteigerung im öffentlichen Dienst kommen. Jetzt, da die erste
Verhandlungsrunde enttäuschend verlaufen sei, erhöht die Gewerkschaft
den Druck.

Dass Verdi im Ruhrgebiet die Warnstreiks im Öffentlichen
Nahverkehr beginnt, ist aus Sicht der Gewerkschaft normal. Wenn das
Revier erst stillsteht, tut–s s

Mitteldeutsche Zeitung: zu Deutschland und Europa

Angela Merkel sieht sich in Europa seit geraumer
Zeit zwei Vorwürfen ausgesetzt, die einander eigentlich ausschließen:
Der Angst vor zu straffer Führung der Deutschen und der Sorge vor
mangelnder Führung aus Berlin. Möglicherweise aber schließen die
beiden Betrachtungsweisen einander gar nicht aus. Unbestritten ist,
dass Deutschland und seine Kanzlerin eher unbeabsichtigt in die
Führungsrolle geraten sind. Der Grund dafür ist vor allem die
unerwart

Mitteldeutsche Zeitung: zur Organspende

Für fair hielte ich auch folgendes: Wer kein
Spender sein will, bekommt, wenn er selbst auf ein Organ angewiesen
ist, ein Malus auf der Warteliste. Diese Variante hätte auch für
diejenigen einen Vorteil, die etwa aus religiösen Gründen selbst
nicht spenden wollen. Denn wer eine Organspende ausschließt, nimmt
durch die Regelung Nachteile in Kauf und muss sich damit nicht mehr
für seine Entscheidung rechtfertigen. Das hätte in der Gesellschaft
auch

Berliner Zeitung: Kommentar zur Konkurrenz für die Deutsche Bahn im Fernverkehr

Es wäre gut für den Wettbewerb und damit letztlich
auch für die Bahnkunden, wenn sich der Köln-Express behaupten würde,
ähnlich wie es der Interconnex zwischen Leipzig, Berlin und Rostock
tut. Mehr Konkurrenz, das hat der Nahverkehr auf vielen Strecken
eindrucksvoll gezeigt, führt zu mehr Kundenservice und günstigen
Angeboten. Solange aber eine Bahn-Fahrkarte im Fernverkehr oftmals
sogar teurer ist als ein klug reserviertes Flugticket, gibt es noc

N24-EMNID-UMFRAGE ZUR RUSSLAND-WAHL: Deutsche stellen Putin ein schlechtes Zeugnis aus

Die Wahlen in Russland stehen bevor – und die
Deutschen stellen dem wahrscheinlichen neuen Präsidenten Wladimir
Putin ein schlechtes Zeugnis aus.

In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage beurteilen 56 Prozent
der Befragten die Arbeit Putins zumindest in seiner derzeitigen
Funktion als Ministerpräsident als "eher schlecht". Nur 20 Prozent
beurteilen seine Arbeit als "eher gut".

Trotz dieser insgesamt negativen Beurteilung glauben 44 Prozent
der B