Rheinische Post: Lehren aus dem Rating-Schock

Deutschland und Europa müssen drei Schlüsse aus
der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs und anderer Länder
ziehen. Erstens bleibt es wichtig, eine europäische Rating-Agentur
aufzubauen, um der extremen Dominanz der drei US-Agenturen
entgegentreten zu können. Allerdings muss diese Agentur absolut frei
von staatlichen Einflüssen sein – sonst würde kein Investor ihren
Empfehlungen folgen, die Analysen wären das Papier nicht wert, auf
dem

Börsen-Zeitung: Realismus kehrt zurück, Börsenkommentar „Marktplatz“, von Thorsten Kramer.

Mit den Meldungen über die bevorstehende
Herabstufung mehrerer europäischer Länder durch die Ratingagentur
Standard & Poor–s ist an Europas Aktienmärkten vor dem Wochenende
endlich wieder mehr Realismus eingezogen. Anlagestrategen hatten
bereits seit Wochen vor neuen Rückschlägen im ersten Quartal des
neuen Jahres gewarnt, schließlich fehlt nach wie vor eine umfassende
Lösung für die Staatsschuldenkrise in Europa; der nach wie vor
aussteh

WAZ: Saisonarbeit auf Probe abschaffen – Kommentar von Kai Wiedermann

Die Aussagen widersprechen sich:
Arbeitslosen-Initiativen und Gewerkschaften behaupten, Amazon lasse
tausende Menschen die Saisonarbeit in seinen deutschen
Logistikzentren gleich mehrfach trainieren. Das Training zahlt
jeweils der Staat. Amazon sprach im Dezember von Einzelfällen. Diese
gelte es zu korrigieren. Immerhin. Ungeklärt ist damit die Frage, ob
sich eine Firma mit Milliarden-Umsätzen zwei Wochen Einarbeitungszeit
vom deutschen Steuerzahler gönnen muss. Dass si

Rheinische Post: Diäten in NRW

Fingerspitzengefühl ist eine Eigenschaft, die
manchen Politikern zu fehlen scheint. Anders ist kaum zu erklären,
mit welcher Vehemenz Spitzenpersonal von SPD, Grünen und CDU in
Nordrhein-Westfalen derzeit die Aufstockung der Abgeordneten-Diäten
betreibt. Gewiss: Bezüge und Altersvorsorge der Parlamentarier sollen
für qualifizierte Kräfte attraktiv sein. Doch die derzeitigen Diäten
von mehr als 10 000 Euro kann man wohl als ordentlich bezeichnen,
wobe

NRZ: Mehr Urlaub für Nichtraucher – Kommentar von Peter Toussaint

Auf Bahnsteigen werden sie in kleine Zonen
zusammengetrieben, und aus öffentlichen Gebäuden sind sie ganz
verbannt. Sie paffen fröstelnd vor der Firma, und die Landesregierung
will ihre Raucherklubs schließen. Raucher fühlen sich missverstanden.
Harte Zeiten. Niemand hält sie noch für freie Cowboys. Warum nur?
Etwa weil sie die Luft verpesten und sich und andere gesundheitlich
schwer schädigen?! Das Grundrecht auf Entfaltung der Persönlichkeit

WAZ: Schwarzer Freitag – Kommentar von Stefan Schulte

Nein, da kommt auch der interessierte Beobachter
nicht mehr mit: Tags zuvor erst feierten die Börsen einen "weißen
Donnerstag", und schon folgte ein schwarzer Freitag. Diese
180-Grad-Volte ist selbst für die schnelllebigen Finanzmärkte
halsbrecherisch. Was ist passiert? Die amerikanischen Bonitätswächter
von Standard&Poor–s machen offenbar ihre Drohung aus dem Dezember
wahr und entziehen Frankreich und Österreich die Bestnote. Doch
dahinte

WAZ: Auf eine Zigarette . . . – Kommentar von Ulf Meinke

Diese Diskussion hat uns gerade noch gefehlt. Was
würde wohl Helmut Schmidt, der ewig rauchende Altkanzler, zu einem
gewissen Mario Ohoven sagen, der in seiner Eigenschaft als
Mittelstandspräsident ein Verbot von Raucherpausen in den Betrieben
fordert? Vielleicht: Nun bleibt doch mal auf dem Teppich. Oder: Jeder
soll nach seiner Fasson glücklich werden. Danach würde sich Schmidt
vermutlich eine Zigarette anzünden. Doch lassen wir das. Eigentlich
geht es ja um ein e

Rheinische Post: Qualitäts-Essen

Die Studie zum Schulessen ist zwar nicht
repräsentativ, sie muss für Kommunen und Schulen aber dennoch Anlass
sein, ihre Essensanbieter sorgfältiger auszuwählen. Die Idee, dass
grundsätzlich nur jene zum Zuge kommen, die ein Qualitätssiegel
nachweisen können, ist sinnvoll. Schließlich gibt es in den Schulen
auch für Tische, Stühle und Sportgeräte Mindeststandards. Wenn an den
Schulen tatsächlich so viel verkochter und unhygienisch

Westdeutsche Zeitung: Zuwanderung = Von Tanja Henkel

In Deutschland leben wieder mehr Menschen. Das
ist erfreulich, aber leider wird dieser Positivtrend nicht anhalten.
Denn das Plus ist nur durch die vermehrte Zuwanderung entstanden. Die
Mitbürger aus dem Ausland werden unsere Probleme auf Dauer nicht
lösen können. Denn der Zustrom wird wieder abebben. Die Gründe:
Diejenigen, die durch die neue Arbeitnehmerfreizügigkeit angelockt
wurden, sind schon da. Und Zuwanderer aus den krisengebeutelten
EU-Staaten werden, wenn

Berliner Zeitung: Kommentar zu den Assad-Freunden in der Linkspartei

Oskar Lafontaine kritisiert, die Linke habe "zu
viele Eigentorschützen, die ununterbrochen über Personalfragen
quatschen". Eigentore sind auch möglich, wenn Personalfragen
verschwiegen werden. Sechs Bundestagsabgeordnete, die sich mit dem
Massenmörder Assad öffentlich verbrüdern, lohnen allemal ein
vertieftes Personalgespräch über Eigentore. Fliegt dieses Personal
nicht endlich vom Platz, muss die Partei zu nächsten Spiel gar nicht