Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Rentenerhöhung

Wenn jetzt die Zahlen in der Rentenversicherung
stimmen, dann sind dafür auch die schmerzhaften Reformen der
vergangenen Jahre mit einer Absenkung des Rentenniveaus und der Rente
mit 67 verantwortlich. Die Politik sollte aber nicht der Versuchung
erliegen, die Reformen zurückzudrehen: Die finanziellen Spielräume
dürfen nicht zu kostspieligen Sonder-Programmen genutzt werden. Das
Polster von 1,5 Monatsausgaben darf nicht angetastet werden. Es
werden neue stürmische

Wirtschaft lobt neues Insolvenzrecht

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat das neue Insolvenzrecht gelobt, das am Donnerstag vom Bundestag beschlossen wurde. "Durch das Gesetz werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Sanierung notleidender Unternehmen verbessert", sagte DIHK-Rechtsexperte Christian Groß dem "Handelsblatt". Künftig würden weniger Unternehmen zerschlagen und damit mehr Arbeitsplätze in der Insolvenz gerettet. Groß warnte jedoch davor,

WAZ: Gut und billig. Kommentar von Frank Meßing

Wenn Verbraucher in Deutschland vom Wettbewerb
profitieren, dann beim hart umkämpften Lebensmittelhandel.
Supermarktketten, SB-Warenhäuser und Discounter liefern sich eine
Schlacht, die im Handel ihresgleichen sucht. Der Konkurrenzkampf
sorgt nicht nur dafür, dass die Bundesbürger europaweit die
günstigsten Preise für Lebensmittel bezahlen. Sie bekommen dafür auch
noch Qualität geboten, wie die Stiftung Warentest über drei Jahre
ermittelte.

WAZ: Rettung mit Risiko. Kommentar von Gudrun Büscher

Die Sorgenfalten, die sich angesichts des
griechischen Schuldendesasters in das Gesicht Europas gegraben haben,
sind etwas milder geworden. Diesmal liegt es nicht an purer Kosmetik.
Die Staats- und Regierungschefs haben ein gigantisches Rettungspaket
geschnürt, das nicht nur Zeit, sondern vor allem Luft verschafft.
Schuldenschnitt, Bankenbeteiligung, Billionen-Hebel – das Ergebnis
ist beachtlich und trägt die Handschrift von Angela Merkel. Doch ob
es reicht, ist offen. Es gibt vie

Börsen-Zeitung: Teuer erkaufte Kapitalstärke, Kommentar zum Euro-Gipfel von Bernd Wittkowski

Na also, hat doch gar nicht wehgetan, der kleine
Schuldenschnitt, gegen den sich die Banken so lange gewehrt hatten.
Nun wurden sie von den Regierungschefs der Eurozone mit "einem
einzigen Angebot", das zugleich das "letzte Wort" war (so Angela
Merkel), dazu gefreiwilligt – wie die Politiker zuvor schon die
Europäische Zentralbank (EZB) zur freiwilligen Fortsetzung ihrer
"unkonventionellen" Maßnahmen, darunter der Kauf von Staatsanleihen,
weichgekoc

WAZ: Et kütt wie et kütt? Kommentar von Matthias Korfmann

Die meisten Prognosen haben einen entscheidenden
Nachteil: Sie werden fast immer von der Wirklichkeit überholt. Daher
ist jede Voraussage, wie viele Menschen in 20 Jahren im Revier leben
werden, mit Vorsicht zu genießen. Statistiker können die Zukunft
nicht berechnen. Zumindest nicht viel besser als die Kaffeesatzleser
und die Kristallkugel-Besitzer.

"Et kütt wie et kütt", sagt deshalb der Kölner. Der Domstädter
neigt ja zur Gelassenheit. D

Rheinische Post: Kraftakt für Familie

Ein Kommentar von Gregor Mayntz:

Am Anfang stand Adenauers Überzeugung, dass sich die Politik nicht
um Familien kümmern müsse, weil "die Leute" Kinder doch "von alleine"
bekämen. Diese Ansicht war angesichts dramatisch sinkender
Geburtenraten längst überholt, als ein Bundeskanzler Gerhard Schröder
Familienpolitik immer noch als "Gedöns" abtat. Inzwischen denkt auch
er anders. Und auf breiter Front bemüht sich die Po

Rheinische Post: Großer Wurf

Ein Kommentar von Birgit Marschall:

Fast zwei Jahre nach dem Ausbruch der Schuldenkrise wagen die
Euro-Staaten endlich den großen Wurf zur Lösung. Sie zwingen Banken
und Versicherungen zum Verzicht auf die Hälfte ihrer Forderungen
gegenüber Griechenland, das damit erstmals wieder eine realistische
Zukunftsperspektive gewinnt – sofern es diese Chance nutzt und
beschlossene Reformen umsetzt. Sie sorgen zugleich dafür, dass der
europäische Finanzsektor den S

Rheinische Post: Die Renten steigen wieder

Ein Kommentar von Eva Quadbeck:

Wenn Europas Wirtschaft im kommenden Jahr erlahmt, steigen in
Deutschland die Renten. Das ist das Ergebnis solider Rentenpolitik.
Die Renten können auch in schwierigen Zeiten steigen, weil die
aktuelle Anpassung stets die konjunkturelle Lage des Vorjahres
abbildet. Zudem erweist sich das gesetzliche Umlagesystem in Zeiten
unsicherer Finanzmärkte als krisenfest. Das ist eine gute Nachricht.
Den Rentnern kommt zudem zugute, dass die Politik in de

Weser-Kurier: zur geplanten Rentenerhöhung

Doch die Reaktion der CDU-Arbeitsministerin ist
überzogen. Als "kerngesund" bezeichnet sie das Rentensystem.
Sicherlich: Die Einführung der Rente mit 67 und der Einbau von mehr
privater Vorsorge durch die Riester-Rente haben das System
demografiefester gemacht. Doch es gibt weiterhin viele Baustellen,
und die Folgen einer immer älter werdenden Gesellschaft, in der auf
immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner kommen, werden wir
erst in einigen Jahren so rich