Mitteldeutsche Zeitung: zu Algerien/Mali

Aber – was wäre denn die Alternative zu Frankreichs
entschlossenem Alleingang in der malischen Wüste gewesen? Die
Terror-Islamisten, die nach der Eroberung von Nordmali in Begriff
waren, den Süden zu überrennen, einfach durchmarschieren zu lassen?
Sicherlich nicht! Schon eher könnte man den Vorwurf erheben, viel zu
lange zugesehen zu haben, wie sich in Nordmali und in der umliegenden
Sahararegion eine neue Terrorhochburg formierte. Aber dies kann man
nicht allein d

Mitteldeutsche Zeitung: zu Skandal an Kölner Klinik

Anerkennung verdient, wer das hohe Gut des Lebens
achtet und ungeborene Kinder schützen will. Gut, dass die Kirche
dafür eintritt. Etwa 100 000 Abtreibungen in Deutschland pro Jahr
sind eine Zahl, die beunruhigt. Dass die Kirche einer vergewaltigten
Frau aber sogar die "Pille danach" samt Information hierüber
verweigert wissen will, dies ist mindestens so verstörend wie die
Schocker-Bilder abgetriebener Föten. Die Kirche lehrt: Jedes Kind ist
Frucht der L

Mitteldeutsche Zeitung: zu Bayern München/Trainer

Guardiola hat ja nicht nur als Cheftrainer den FC
Barcelona zum Nonplusultra im Weltfußball gemacht. Er hatte zuvor als
Nachwuchstrainer der Katalanen auch Spieler entwickelt: Lionel Messi
etwa, Xavi oder Andres Iniesta. Mehr geht nicht. Natürlich stellt
sich die Frage, warum ein Coach, der umworben war von den
finanzkräftigsten Vereinen der Welt, in die Bundesliga kommt. Doch im
Grunde beantwortet sich diese Frage von selbst. Der spanische Fußball
leidet unter der Wirt

Mitteldeutsche Zeitung: zu Bundeswehr/Mali

Der Schritt ist Symbolik, weil er eine Debatte über
ein neuerliches Einsatzmandat im Bundestag auf die lange Bank
schiebt. Bamako ist ein Flughafen, der mehr als 700 Kilometer von der
Frontlinie entfernt liegt. Ein Beschuss der Maschinen – und damit der
Einsatz von Waffen – scheint nahezu ausgeschlossen. Sollen die
dringend benötigten Ecowas-Soldaten dann 700 Kilometer zu Fuß gehen?
Nein, diese Frage möchte die Kanzlerin erst nächste Woche
beantworten, wenn Frankr

Mitteldeutsche Zeitung: zu Herzbericht/Sachsen-Anhalt

Tatsächlich mögen die Ursachen dafür vielschichtig
sein. Ungesundes Leben, Stress oder schlicht die demografischen
Verhältnisse tragen sicher zu der Bilanz bei. Zweifellos aber auch
die geringe Zahl der Kardiologen. Man muss kein Rechengenie sein, um
aus dem hohen Versorgungsgrad in Hamburg mit der niedrigsten Zahl von
Herzinfarkt-Toten und den umgekehrten Werten in Sachsen-Anhalt seine
Schlüsse zu ziehen. Völlig untätig gewesen zu sein, muss sich das
L

Mitteldeutsche Zeitung: zu Armstrong

Armstrong ist ein durch und durch berechnender
Mensch. Undenkbar, dass diese Beichte, mit all ihren juristischen
Rattenschwänzen wie Klagen von Sponsoren, Rückforderungen von
Preisgeldern oder Ermittlungen wegen Meineids ohne einen Plan
erfolgt. Das Spannende ist deshalb gar nicht, dass er Doping
zugegeben hat, sondern dass er angeblich auch zahlreiche Mitwisser
genannt hat. Und wenn sich bewahrheitet, dass die Spitze des
Radsport-Weltverband UCI dazugezählt hat, dann d&u

Mitteldeutsche Zeitung: zu Urteil/Religionsfreiheit

Dennoch haben die Richter einen wichtigen Grundsatz
gefestigt. Der persönliche Glauben gehört zu jenem Privatbereich, den
ein Arbeitgeber nicht ohne gute Gründe einschränken darf. Das ist ein
wichtiger, ja wegweisender Beitrag. Denn es gab in Europa auch schon
ganz andere Tendenzen – bis zur völligen Abschaffung religiöser
Symbole im Alltagsleben. Da haben die Juristen des Gerichtshofes für
Menschenrechte viel Augenmaß bewiesen.

Pressekontakt:
Mitt

Mitteldeutsche Zeitung: zu Entschuldungsprogramm/Sachsen-Anhalt

Die Drohung sollte wohl nur ein Signal für andere
Gemeinden sein: Dass das Land bereit ist durchzugreifen, selbst bei
der größten Stadt. Denn Druck wird nötig sein, soll das von
Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) ersonnene Entschuldungsprogramm
ein Erfolg werden. Der Mansfelder verteilt nicht einfach
Millionen-Schecks. Die Kommunen müssen sich zu Sparmaßnahmen
verpflichten. Es drohen schmerzhafte Debatten, etwa über die
Schließung von Freib&au

Mitteldeutsche Zeitung: zu SPD-Wahlprogramm

Gerade die SPD kann nicht hinnehmen, dass kleine
Leute automatisch ihre Steuern abgezogen bekommen, während andere
Teile freudig den Fiskus betrügen. Dass Steinbrück in der
Vergangenheit nicht an diesem Thema gearbeitet habe, kann man ihm
nicht vorwerfen. Auch für eine Vereinheitlichung der
Steuerfahnder-Praxis kämpft er seit Jahren. Über die konkreten
Vorschläge mag man streiten. Steinbrücks Glaubwürdigkeit aber steht
hier außer Z