Thüringische Landeszeitung: Umfaller Seehofer – Der Flüchtlingsstrom bleibt unbegrenzt / Leitartikel von Bernd Hilder zur Koalitionskrise in Berlin wegen der Flüchtlingsproblematik

Wo Sigmar Gabriel mal recht hat, hat er recht. Im
Positionspapier von CDU und CSU zur Flüchtlingsfrage steht inhaltlich
viel Merkel und sehr wenig Seehofer. So werden zwar Transitzonen für
Flüchtlinge gefordert, aber keine einzige Maßnahme, die kurz- oder
mittelfristig zu einer Eindämmung des Flüchtlingsstroms führen
könnte. Von Notwehrmaßnahmen Bayerns ist keine Rede mehr.

So können jetzt auch mit dem Segen Seehofers jeden Tag Flü

Ostthüringer Zeitung: Wolfgang Schütze kommentiert: Gutes schlecht vorbereitet

Wie lautet die Steigerung von Hilflosigkeit? Merkel,
Gabriel, Seehofer!

Der bayerische Löwe brüllt gern im heimischen Revier. Das kommt
bei manchen gut an. Doch wer genau hinhört, muss sich nicht
erschrecken. Auch das Positionspapier bringt viel weniger als
Seehofer vor dem Treffen wollte.

Angela Merkel hat im September menschlich gehandelt, als sie Tür
und Tor nach Deutschland für die in Ungarn gestrandeten Flüchtlinge
öffnete. Falsch und zw

Thüringische Landeszeitung: Fragliche Kehrtwende / Kommentar von Katja Dörn zum Ende der Ein-Kind-Politik in China

Im Land des Lächelns war manchen Frauen lange Zeit
gar nicht zum Lächeln zumute. Die jahrzehntelange Ein-Kind-Politik
wurde rigoros durchgesetzt – Strafen und Zwangsabtreibungen
inklusive. Millionen Kinder leben illegal, weil ihre Eltern gegen die
offizielle Politik verstoßen haben. Dass die kommunistische Führung
nun eine Kehrtwende macht, hat weniger mit einer menschlicheren
Familienpolitik zu tun. Das Land braucht dringend Nachwuchs. Doch ob
sich der Plan erfü

Thüringische Landeszeitung: Auf Schrumpfkurs – Deutsche Bank bezahlt für viele Fehltritte / Leitartikel von Matthias Benkenstein zum harten Sparkurs der Deutschen Bank

Milliardenverlust, historischer Dividendenverfall,
Jobabbau: Die Deutsche Bank fährt unter ihrem neuen Chef John Cryan
einen harten Sparkurs. Harte Zeiten stehen der Belegschaft bevor,
doch es führt wohl kein Weg daran vorbei.

Lange war die Deutsche Bank die Nummer Eins in Deutschland und
Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie sogar als "Deutschland
AG" bezeichnet. Irgendwann war dem Institut das rein deutsche
Geschäft wegen der stärker werdenden Kon

Ostthüringer Zeitung: Jörg Riebartsch kommentiert: Thüringer Außenpolitik

Für Außenpolitik in Deutschland ist die
Bundesregierung zuständig oder gleich die Europäische Union. Kommunen
und Landesfürsten reizt aber der Umgang mit fremden und fernen
Kulturen. Deshalb gibt es Kooperationen, pflegt Jena beispielsweise
eine Partnerschaft mit der palästinensischen Stadt Beit Jala,
übrigens einer arabischen Siedlung mit mehrheitlich christlicher
Bevölkerung.

Zudem: Reisen bildet. Der Thüringer Oppositionsführer, der

Thüringische Landeszeitung: Handeln ohne Gebrüll / Kommentar von Axel Zacharias zum Seehofer-Ultimatum an Kanzlerin Merkel

Er kann es nicht lassen. Bayerns ungekrönter König
Horst Seehofer poltert markig, auf dass es die Seele der
Freistaats-Bürger streichele. Und seinen Umfragewerten gut tut. Der
Mann droht und wirft mit Ultimaten nur so um sich. Die aber sind
aufgrund seiner eingeschränkten Möglichkeiten als Provinzfürst ohne
irgendeine Konsequenz. Die ständigen Ausfälle Seehofers, so sehr
seine Beweggründe verständlich sind, schaden dem Land und dem
politis

Thüringische Landeszeitung: Zwei-Klassen-Internet – Netzneutralität ist in Gefahr / Leitartikel von Matthias Benkenstein zum Beschluss des Europaparlaments zur Netzneutralität

Das Ja des Europaparlaments zur umstrittenen
Neuregelung der Netzneutralität ist der Beginn des
Zwei-Klassen-Internets. Bisher war es so: Jedes Datenpaket wurde
gleich schnell transportiert, egal, ob es von einem kleinen Blogger
stammte, von einem großen Unternehmen, das im Internet Geld verdienen
will, von einem Fernsehsender oder von einem Netzriesen wie Google.

Damit könnte es demnächst vorbei sein. Diejenigen, die es sich
leisten können, dürfen sich wo

Thüringische Landeszeitung: Gebot des sozialen Friedens / Kommentar von Gerlinde Sommer zum Mindestlohn für Flüchtlinge

Was soll denn die Zugehfrau oder Servierkraft
sagen, wenn sie demnächst durch eine hierher geflohene Billiglöhnerin
abgelöst wird? Was macht der Mann mit dem minimal entlohnten Job,
wenn er diesen an einen Asylbewerber verliert? Die Antwort kann sich
jeder selbst geben. Deshalb ist es wichtig, bei der Entlohnung von
Flüchtlingen, die den Integrationskurs bestanden haben, die Standards
einzuhalten und nicht Arme gegen Arme auszuspielen. Die Wirtschaft
darf da nicht an der