Der wegen Betrugs mit gefälschten Windkraftprojekten verurteilte Unternehmer Hendrik Holt plant für die Zeit nach seiner Haftentlassung eine Rückkehr in die Energiebranche. "Ich bin Unternehmer. Und das wird immer so bleiben", sagte der 35-Jährige im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). Er sei nach wie vor ein Experte im Bereich Energie und Infrastruktur. "Da gehöre ich zu den wirklich guten Köpfen in diesem Land. Ich gl
Völlig zu Recht richteten die Vertreter der Bundesregierung bei der Auftaktsitzung der "Taskforce" zu den hohen Spritpreisen wütend den Zeigefinger auf die Energie-Multis, die jede Verantwortung für den heftigen Anstieg der Rohölpreise nach dem Beginn des Iran-Kriegs treuherzig von sich weisen. Abzocke? Wir doch nicht! Doch gleichzeitig deuten die Politiker mit vier Fingern auf sich selbst. Im vermeintlichen Koalitions-Klartext blieb nämlich mal wieder eine Tat
Der Weg zu einem nachhaltigeren Umgang mit Energie kann aber nicht länger über Widerwillen erzeugende Verbote führen. Gerade ein Land der Forscher und Ingenieure wie die Bundesrepublik sollte viel stärker auf die faszinierenden technischen Fortschritte und deren Sogwirkung setzen: Elektroautos fahren immer weiter, laden schneller und werden erschwinglicher. Das Stromnetz speist sich zunehmend aus grünen Quellen. In gut gedämmten Neubauten ist eine Wärmepumpe me
Grünen-Co-Fraktionschefin Katharina Dröge hält die Maßnahmen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche zur Senkung der Spritrpreise in der aktuellen Öl-Krise für nicht geeignet. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte Dröge: "Bundeskanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche setzen voll auf Öl und Gas – und fahren damit gerade krachend gegen die Wand. Das ist für die Bürgerinnen und Bürger richtig teu
Es gibt im Energiebereich nichts, was für größere Entrüstungsstürme sorgt als steigende Benzinpreise. Auch wenn von einem Ölpreisschock wie zweimal in den 70er Jahren bisher nicht die Rede sein kann – die Kostensteigerung an der Tankstelle infolge des Iran-Krieges trifft sehr viele. Das gilt für Privatpersonen wie für Busfirmen, Spediteure und Landwirte. Da kommt es natürlich gut an, wenn die Bundesregierung jetzt die Ölreserve freigibt und Prei
Halle. Der Logistiker DHL hat an seinem europäischen Luftfrachtdrehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle in den vergangenen zwei Jahren hunderte Jobs gestrichen. Laut einem Personalbericht gab es am sogenannten DHL-Hub Anfang 2024 noch 5.120 Stellen – gerechnet wird in Vollzeitstellen. Anfang 2026 waren es nur noch 4.565, berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi wurde die Personalreduzierung dadurch erreicht, dass frei gew
Es gibt weltweit nur eine Handvoll wirklich großer Player im Bereich der Atomkraft. Dass sie trotzdem wieder eine nennenswerte Rolle in den energiepolitischen Überlegungen vieler Staaten spielt, hat mit einer mächtigen Lobby zu tun. Besonders Frankreich, das Land mit der höchsten Atomquote im Strommix, spielt eine unselige Rolle. Hier ist die Verquickung wirtschaftlicher und politischer Interessen ganz besonders krass: AKW-Betreiber, Reaktorbauer und Rohstoffförderer si
Einige Konservative wollten ohne Sinn und Verstand ihr Teilklientel aus der Agrarbranche bedienen. Viel schwerer wiegt aber, dass um die Pflanzenkost auf dem Tisch der Europäer ein wahrer Kulturkampf entbrannt ist. Fleisch als Symbol für den Streit zwischen Stadt und Land, zwischen links und rechts, zwischen vermeintlich echten Männern am Barbecue und angeblich militanten Veganern, zwischen "Das wird man ja noch sagen dürfen" und politischer Korrektheit. Am Donnerst
Benzinpreis-Schock, Abzocke an der Tanke, Dieselwut – die bekannten Schlagzeilen der Boulevardpresse machen wieder einmal die Runde. Wie im Gefolge jeder globalen Krise erhöhen Mineralölkonzerne auch diesmal postwendend ihre Preise. Ebenso postwendend reagieren Politiker mit unausgegorenen Vorschlägen wie einem "Tankrabatt".
Sachlich betrachtet gibt es aktuell keine handfesten Gründe, um am Preishahn kräftig zu drehen. Der Nahost-Krieg trifft die Versorgung Eu
Trotz der weiter steigenden Spritpreise wegen des Iran-Krieges hat Jens Südekum, Ökonom und Wirtschaftsberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, vor politischen Schnellschüssen gewarnt. "Wir sollten nicht vorschnell über irgendwelche Instrumente wie einen Tankrabatt diskutieren. Da werden Erwartungen geweckt, ohne zu wissen, ob es dafür eine Grundlage gibt", sagte Südekum im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz, Sams