Die Angst kehrt zurück – solche Schlagzeilen
sind nach schockierenden Ereignissen wie in Boston schnell
formuliert. Und sie treffen sicher die erste Reaktion auf die
schrecklichen Bilder. Doch die US-Gesellschaft ist robuster geworden.
Von links bis rechts haben die Amerikaner gut in Erinnerung, welch
bitteren Preis ihre heftige Reaktion auf den 11. September 2001 hatte
– vom wuchernden Überwachungsapparat bis zu Tausenden Kriegstoten. Es
wird deshalb sehr darauf ankommen, was die
Der Tag danach ist vor allem geprägt von
Mitgefühl, von Wut – und von Angst. Das alles ist mehr als
verständlich. Die Bilder aus Boston haben uns erschreckt. Das Leid
der Opfer, darunter ein kleiner Junge, macht uns traurig. Der
hinterhältige Angriff auf Menschen, die an einer friedliche
Sportveranstaltung teilnahmen (oder auch nur zuschauen wollten)
verursacht auch Wut auf den oder die Täter. Das ist alles richtig und
es ist wohl auch wichtig. Ihre größ
"In Zeiten der Gefahr rückt Amerika zusammen.
Die Menschen helfen sich spontan. Und diesmal scheinen auch die
Sicherheitsorgane geräuschlos zusammenzuarbeiten. Auch wenn zu einem
späteren Zeitpunkt sicher zu fragen ist, ob die Geheimdienste
Hinweise auf die Tat übersehen haben. Selbst die unverbesserlichen
Streithähne in Washington treffen den richtigen Ton. US-Präsident
Barack Obama lässt sich nicht zu voreiligen Schlüssen hinreißen,
str
Mögen die Hintergründe des schlimmsten
Sprengstoff-Attentats auf amerikanischem Boden seit über zehn Jahren
noch im Dunkeln liegen – die erneute Verwundung der kollektiven
Psyche des seit dem 11. September 2001 traumatisierten Landes wird
gravierende Folgen haben. Blutverschmierte Kindergesichter und zu
Krüppeln gebombte Sport-Fans vergisst das nationale Gedächtnis nicht.
Amerika hat nach den Attentaten islamistischer Fanatiker in New York
und Washington zivilgesel
Bonn/München, 16. April 2013 – Der bayerische
Innenminister Joachim Herrmann warnt davor, heute vor dem Hintergrund
der Terroranschläge in Boston politische Forderungen etwa zur
Vorratsdatenspeicherung zu erheben. "Ich kenne niemand, der heute aus
Anlass des schrecklichen Anschlags in Boston derartige Forderungen in
Deutschland erhoben hätte. Es ist schon etwas merkwürdig, dass sich
ausgerechnet die Grünen schon präventiv gegen Forderungen, die
überhau
Der ehemalige Weltklasseläufer Herbert Steffny
hält den Zeitpunkt bei der Bombenexplosion in Boston für bewusst
gewählt. Zu dem Zeitpunkt der Explosion stand die Uhr am Ziel auf
4:09 Stunden. "Das war kein Zufall", sagt der Marathontrainer der
Stuttgarter Zeitung (Mittwochausgabe), "zu diesem Zeitpunkt kommt der
größte Pulk ins Ziel, etwa sechs bis sieben Läufer pro Sekunde. Dann
herrscht im Zielbereich sowohl auf der Straße als auch
Bonn/Berlin, 16. April 2013 – Terrorexperte und
Islamwissenschaftler Michael Lüders geht davon aus, dass nach den
Bombenanschlägen beim Boston Marathon drei Spuren verfolgt werden.
Wenn es kein Einzeltäter gewesen sei, würden die Ermittlungen in
Richtung "amerikanische Rechtsextremisten oder aber islamistische
Gewalttäter" gehen, sagte Lüders heute Morgen im PHOENIX-Interview.
Es sei richtig, dass es keine voreiligen Schuldzuweisungen gebe.
"Ab
Den NSU-Prozess zu verschieben ist eine Zumutung
für alle Beteiligten. Die Verschiebung ist nicht nur ärgerlich, sie
ist auch unnötig. Zwar hat das Bundesverfassungsgericht Ende
vergangener Woche Änderungen bei der Akkreditierung der Journalisten
vorgeschrieben. Aber die Karlsruher Richter hatten den Münchner
Kollegen den Fingerzeig gegeben, es reiche aus, nachträglich drei
Plätze an türkische Medien zu vergeben. Das wäre auch bis zum
geplanten
Bonn/Berlin, 15. April 2013 – Die stellvertretende
SPD-Bundesvorsitzende Aydan Özoğuz hat die Bedeutung des
NSU-Prozesses über das Juristische hinaus betont und das neue
Akkreditierungsverfahren begrüßt. "Es ist gut, dass jetzt zumindest
sichergestellt wurde, dass auch ausländische Medien an diesem Prozess
teilnehmen können und dass sie selber aus eigener Hand berichten
können und nicht darauf angewiesen sind, die Berichte anderer
wiederum
Setzt das OLG München nach der Ohrfeige aus
Karlsruhe nicht ganz neu an, verdichtet sich nach all den Pannen, die
sich zuvor schon Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste in der
Abwehr des NSU geleistet haben, ein niederschmetterndes Bild: das der
Überforderung des Rechtsstaats im Kampf gegen Terrorismus.
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