Sechs Jahre war Peter Löscher Konzernchef bei Siemens. Er hat
Deutschlands größten Technologiekonzern erfolgreich aus den Abgründen
des Korruptionsskandals und aus den Krisenjahren 2008 und 2009
geführt. Dafür wurde er noch auf der vorletzten Hauptversammlung
gefeiert. Seinen Vertrag verlängerte man vorzeitig.
Inzwischen hat sich das Urteil über den ersten Manager, der als
Konzernfremder an die Siemens-Spitze berufen wor
Im Harz tut sich etwas. Das niedersächsische
Mittelgebirge ist dabei, sich von seinem angegrauten Image zu
befreien. Nicht mehr mit dicker Sahne gefüllte Windbeutel sind
angesagt, sondern gesunde Urlaubstage mit Wandern,
Mountainbike-Fahren und Ski-Langlauf. Die Touristiker nehmen nicht
mehr nur Senioren auf Kaffeefahrt ins Visier, sondern Aktivurlauber
und Familien. Es ist kein Zufall, dass der Automobilclub ADAC gerade
jetzt einen neuen Harz-Reiseführer herausbringt – Tit
Einigung im Solarstreit: Was EU-Handelskommissar
Karel De Gucht als großen Erfolg feiert, ist in Wirklichkeit ein
ziemlich dürftiges Ergebnis. Immerhin: Ein Handelskrieg mit der
Gefahr einer sich immer schneller drehenden Eskalationsspirale
scheint vorerst abgewendet. Mehr aber auch nicht. Die europäischen –
und somit auch die deutschen – Solarhersteller, die das chinesische
Preisdumping der vergangenen Jahre überlebt haben, sehen sich
weiterhin einem unfairen Wettbewe
Dass Peter Löscher als Vorstandschef bei Siemens
abgelöst wird, ist lobenswert. Seine Bilanz ist katastrophal. Der
Konzern hat den Nimbus der handwerklichen Unfehlbarkeit verloren. Das
gilt technologisch: Hochgeschwindigkeitszüge werden nicht fertig, bei
Windrädern gibt es Qualitätsprobleme. Das gilt aber auch im
Management: Löschers Konzernziele, etwa die 100 Milliarden Euro
Umsatz, wirkten alarmierend entrückt. Die Begleitumstände seiner
Demission l
Er hat ihn geholt, und er hat ihn nach extrem
hitzigen Debatten im Aufsichtsrat am Wochenende auch geschasst.
Siemens-Oberkontrolleur Gerhard Cromme blieb nach Wochen voller
Pleiten, Pech und Pannen keine andere Wahl, als durchzusetzen, dass
der bei der Belegschaft nie wirklich angekommene Konzernchef Peter
Löscher vor die Tür gesetzt wird, schließlich steht er selbst längst
in der Kritik. Mit Finanzvorstand Joe Kaeser soll wieder ein
Eigengewächs die Zügel
Deutschlands Vorzeigekonzern Siemens leistet sich
einen Machtkampf um die Spitze, der alles andere als vorzeigbar ist.
Von Putsch ist die Rede. Und am Ende steht wohl Finanzchef Joe Kaeser
an der Spitze, der nun mal oberster Verantwortlicher ist für den
Zahlensalat, der Löscher angelastet wird. Mit Kaeser hat der komplexe
Industriegigant zwar wieder einen "Mister Siemens" als Chef, der das
Unternehmen aus dem Effeff kennt. Was man von Löscher nicht behaupten
konnte.
Der Leiter der Minijobzentrale, Erik Thomsen, hat
Arbeitgeber kritisiert, die Minijobbern ihre Arbeitnehmerrechte
vorenthalten. Es sei ein Problem, "dass fast die Hälfte der
Minijobber nicht die Rechte bekommen, die ihnen zustehen: bezahlten
Urlaub und Lohnfortzahlung bei Krankheit. Da muss sich etwas ändern",
forderte Thomsen im Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel"
(Montagausgabe). SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil sprach sich dafür
aus, Minijobber sc
Die deutsche Autoindustrie rechnet nicht mit einer
schnellen Erholung der Nachfrage in Europa. "Der westeuropäische
Pkw-Markt wird zurückkommen", sagte Matthias Wissmann, Präsident des
Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA), dem Berliner
"Tagesspiegel" (Montagausgabe). "Niemand kann aber heute sagen, wann
genau das sein wird." In den schwierigen Verhandlungen um eine
CO2-Grenze für Neuwagen in der EU nach 2015 verteidigte Wissmann
Halliburton wird einmal mehr seinem Ruf gerecht,
keine sauberen Geschäfte zu machen. Diesmal sprichwörtlich. Sollte
der Konzern 2010 wissentlich Zement für das Bohrloch der Deepwater
Horizon im Golf von Mexiko geliefert haben, dessen Beschaffenheit
ungeeignet war, trägt er Mitverantwortung an der größten
Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko. Mit dem Eingeständnis,
Beweismittel beseitigt zu haben, zieht Halliburton strafrechtlich den
Kopf aus der Schlinge.
Die Beteuerungen waren nicht das Papier wert, auf dem sie
geschrieben wurden: Die Praktiker-Pleite reißt auch die Baumarktkette
Max Bahr mit in den Insolvenzstrudel. Vor zwei Wochen, als die
prekäre Finanzlage des Praktiker-Konzerns nicht mehr unter der Decke
gehalten werden konnte und die Handelskette Insolvenz anmelden
musste, hieß es noch, die Tochter Max Bahr sei nicht betroffen. Ihr
Geschäftsmodell im höherpreisigen Bereich rechne sich.