Die sinkende Kaufkraft im Einzelhandel ist ein
Alarmsignal. Viele Geschäfte haben bereits aufgegeben, weil die
Kunden schlicht wegblieben. Andere Kaufleute geben sich mit
geringeren Margen zufrieden. Eine ganze Branche dümpelt mehr oder
weniger seit Jahren vor sich hin. Wenn aber Läden schließen, gehen
auch Arbeitsplätze verloren. Das geht uns alle an! Ursache dieser
Entwicklung ist zum einen das boomende Onlinegeschäft, aber eben auch
die rasant steigenden E
Die Mutter strauchelt und zieht die Tochter mit in
die Insolvenz – das kommt häufiger vor. Nun hat es die Baumarktkette
Max Bahr erwischt, nachdem der Mutterkonzern Praktiker vor zwei
Wochen Insolvenz angemeldet hatte. Max Bahr galt im Konzern als
Hoffnungsträger. Konzernmutter Praktiker kränkelt nicht erst in
diesem Jahr, sondern leidet schon seit Jahren unter massiven
Umsatzrückgängen. Und Praktiker fiel auch noch durch eine
Marketingmaßnahme auf, die sich
Emerging Markets – das ist für weite
Anlegerkreise die Investmentidee überhaupt gewesen. Hier musste man
investiert sein, denn die aufstrebenden Länder versprachen geradezu
rosige Perspektiven, an denen man einfach partizipieren musste. Eine
günstige demografische Entwicklung mit der Herausbildung neuer
kaufkräftiger Mittel- und Oberschichten, die entsprechend den Konsum
anheizen, eine gesunde Verschuldungssituation des Staates, keine
Altlasten aus überholten
Seit bekannt ist, dass die Axel Springer AG
Zeitungen und Zeitschriften an die Funke Mediengruppe verkauft,
verengt sich die Betrachtung dieses Geschäfts auf die Frage: Hat die
gedruckte Information noch eine Zukunft? Das ist töricht. (…) Es
kommt ja nicht von ungefähr, dass das Springer-Paket der Funke-Gruppe
fast eine Milliarde Euro wert ist. Hier investieren keine
Ewiggestrigen, vielmehr kühle Rechner. Auch ihr Kauf folgt klarer
Logik. Denn anders als bei Springer
Kaum hat die Baumarktkette Max Bahr Insolvenzantrag gestellt,
beginnen reflexartig die Schuldzuweisungen. Dabei helfen sie
niemandem – schon gar nicht Tausenden Beschäftigten bei Max Bahr und
Praktiker, die um ihre Jobs und damit um ihre Existenz bangen. Die
Chancen, möglichst viele der Arbeitsplätze von Praktiker zu erhalten,
sind mit der Zahlungsunfähigkeit von Max Bahr ohnehin gesunken.
Hieran sollten die Beteiligten arbeiten, statt das
Lange Zeit war Ruhe an der Bierpreisfront. Im Herbst
wollen die Brauereien nun aber kräftig hinlangen. Das wird die
Freunde des Gerstensaftes wenig freuen. Sie haben sich an den
günstigen Preis gewöhnt. Der Kasten Pils oder Alt kostet heute so
viel wie vor 20 Jahren. An den Verbrauchern sind zumindest beim Bier
Inflation und gestiegene Kosten für Rohstoffe und Energie
vorbeigegangen. Das hat einen einfachen Grund: Bier ist zum
entscheidenden Lockvogel im Sonderangebote-
Zum ersten Mal werden Tageszeitungen über
Verlagsgrenzen hinweg gemeinsam ihre Leser befragen, wie die
Bundestagswahl 2013 ausgehen wird.
Dabei setzen die Zeitungen auf eine Technik, die die "Saarbrücker
Zeitung" entwickelt hat: Leser tippen die Prozentwerte der einzelnen
Parteien, aus den Einzeltipps errechnet sich die Gesamtprognose. Die
Wette funktioniert auf der Annahme der "Schwarmintelligenz": Während
der Einzelne vielleicht noch zweifelt, wei&s
Werbung auf Smartphones? "Gefällt mir." Dieser Gedanke dürfte
Facebook-Aktionären bei der Lektüre der Quartalszahlen durch den Kopf
geschossen sein. Schließlich bescheren die kleinen Banner dem
Riesennetzwerk inzwischen 41 Prozent der Anzeigeneinnahmen. Mark
Zuckerberg kann nach dem verpatzten Börsengang vor einem Jahr also
erst einmal durchatmen – und mit weiterem Wachstum rechnen.
Mit dem Verkauf ihrer zwei Regionalzeitungen und sieben
Zeitschriftentitel setzt die Axel Springer AG ihren konsequenten
Digitalisierungskurs mit einem Paukenschlag in der deutschen
Medienlandschaft fort.
Vorstandschef Mathias Döpfner beschleunigt damit den strategischen
Umbau des ehemaligen Zeitungsverlages zum führenden digitalen
Medienunternehmen Deutschlands mit den nationalen Marken "Bild" und
"Welt". Sie wachsen ohnehin
Das Unternehmen Deutsche Bahn ist in einen
eingleisigen Tunnel eingefahren, dessen Länge es selbst nicht
abschätzen kann. So stellt sich bildlich die Lage dar. Es fällt
schwer, dem Zweckoptimismus von Bahnchef Grube zuzustimmen. Denn
derzeit müssen sich Grube und sein Vorstandsteam nicht mit der Rolle
der Macher, sondern der Opfer von Entwicklungen zurecht finden, auf
die sie keinen Einfluss haben. Da wäre das Dilemma der zu geringen
Fahrzeugreserve im Fernverkehr