Berliner Zeitung: Kommentar zur Schlecker-Pleite

Die Konkurrenten zeigen, wie Einkaufen in modernen
Drogerien funktioniert: breite Gänge, großes Sortiment, angenehme
Atmosphäre, ausreichend Personal. Schlecker muss nun die Sanierung
fortsetzen und das immer noch zu große Filialnetz auf ein gesundes
Maß schrumpfen. Sortiment, Optik und Service sollten in allen
Filialen auf das Niveau der neuen XXL-Märkte gehoben werden, wenn
Schlecker langfristig eine Chance haben will.

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Der Tagesspiegel: Griechenlands Entwicklungsminister dringt auf raschen Abschluss der Gespräche über Schuldenschnitt

Berlin – Athens Entwicklungsminister Michalis
Chrysochoidis dringt auf einen möglichst raschen Abschluss der
Gespräche über einen Schuldenschnitt für Griechenland. "Eine
Vereinbarung ist nicht nur extrem wichtig für Griechenland, sondern
für ganz Europa", sagte Chrysochoidis dem Berliner "Tagesspiegel"
(Samstagsausgabe). "Ich bin zuversichtlich, dass wir nahe an einer
tragfähigen Lösung sind", fügte der Politiker d

Steuererleichterung für Elektroautos geplant

In Zeiten von Ölknappheit und Klimawandel gelten Elektroautos als Hoffnungsträger für den Straßenverkehr. Dennoch können sich bisher nur wenige Autofahrer für den Kauf eines elektrobetriebenen Fahrzeugs entscheiden. Dies könnte sich aber bald ändern, denn die Bundesregierung will einen zusätzlichen Kaufanreiz schaffen, indem die Steuer künftig für Elektrofahrzeuge von ursprünglich fünf Jahren auf zehn Jahre verlängert wird. D

Neue OZ: Kommentar zu Kodak

Von der Rolle

Es reicht nicht, gute Ideen zu haben, man muss sie auch konsequent
vermarkten. Eastman Kodak hat das bitter zu spüren bekommen.
Mittlerweile ist der Fotopionier, der einst mit der Erfindung des
Fotofilms, des Kleinbildformats und des Films für bewegte Bilder
Weltmaßstäbe setzte, völlig von der Rolle.

So weit hätte es nicht kommen müssen. Denn schon 1975, lange vor
den Konkurrenten, entwickelte ein Mitarbeiter des US-Unternehmens die
e

Rheinische Post: Recht auf Rendite

Kommentar von Antje Höning

Mit dem Plan, Griechenland vor dem Europäischen Gerichtshof zu
verklagen, machen die Hedgefonds ihrem Ruf als Heuschrecken alle
Ehre. Ein Staat spart sich zu Tode, eine Währung für 300 Millionen
Bürger wankt, und ein paar Fonds reklamieren für sich ein
"Menschenrecht auf Rendite" – als sei das Recht auf Gewinne so etwas
wie das Recht auf Leben. Das ist dreist. Zumal die Hedgefonds genau
wussten, wie hoch das Risiko war,

Börsen-Zeitung: Etappenerfolg, Kommentar zu Irland von Carsten Steevens

Während sich private Gläubiger von Griechenland
bedrängt sehen, noch höhere Abschläge auf ihre Forderungen zu
akzeptieren als ohnehin schon, wartet ein Krisenpatient der Eurozone
mit Erfolgsmeldungen auf. 2011 erfüllte Irland alle Vorgaben seiner
internationalen Kreditgeber. Bei der Haushaltskonsolidierung kam der
keltische Tiger von einst sogar schneller voran, als ihm
EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler
Währungsfonds (

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Minijobs:

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Hinter dem
deutschen Jobwunder stehen auch Menschen, die die allgemeine
Begeisterung nicht teilen können. Wenn 90 Prozent der Minijobber nur
einen Ministundenlohn erhalten, gibt es Fehler im System. Was
ursprünglich als Brücke in den regulären Arbeitsmarkt gedacht war,
führt in die Sackgasse. Nach dem Gesetz sollen Minijobber bei
gleicher Arbeit den gleichen Lohn wie Vollzeitkräfte erhalten. Auch
hier zeigt sich, wie

Mittelbayerische Zeitung: Die verblasste Leuchtmarke

Von Thomas Dietz

Es ist immer schockierend, wenn ein glanzvolles Mammutunternehmen
wie Kodak am Abgrund steht. Kodaks gelbes Logo und seine leuchtenden
Fotofarben waren jahrzehntelang Inbegriff für amerikanischen
Fortschritt und Optimismus – Agfa war der ewige grünstichige Zweite.
Mit seinen brillanten Analogfilmen hat Kodak so ungeheuer viel Geld
verdient, dass wohl der Verstand flöten ging. Allein das Geschäft mit
der US Air Force, die Spezialfilme für Spionag

NRZ: Tierschützer werfen Bauernverband Zynismus vor

In der Debatte um Massentierhaltung üben Tier- und
Verbrauchschützer heftige Kritik am Deutschen Bauernverband: "Fakt
ist, dass die Vertreter der Agrarindustrie mit immer intensiveren
Haltungsbedingungen eine immer billigere Produktion im Visier haben,
um ihren Gewinn zu maximieren", sagte der Sprecher des Deutschen
Tierschutzbundes, Marius Tünte, der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung
(NRZ, Freitagausgabe). "Es ist zynisch, dafür nun dem Verbraucher die
Schul

Mittelbayerische Zeitung: Fortschritt oder Abgang

Von Roman Hiendlmaier

Finstere Zeiten für die Solarbranche: Die einst hochgelobte
Zukunfts-Industrie steckt tief in der Krise. Der Markt wird mit
Zellen und Modulen aus den USA und China überschwemmt, deutsche
Hersteller stehen zunehmend im Schatten. Laufend neue Solar-Felder
bringen die Netze ins Wanken. Und wäre das nicht genug, wächst bei
deutschen Verbrauchern der Unmut, weil Steuern, Abgaben und eben auch
die Öko-Stromumlage ihren Strompreis auf 25 Cent pro