Ist das Nobelkomitee denn noch ganz gescheit?
Der Friedenspreis 2012 an eine Europäische Union, die mitten in der
größten Krise ihrer Geschichte steht und mehr und mehr die Akzeptanz
ihrer Bürger verliert? Die Antwort lautet eindeutig: ja. Die
Entscheidung aus Oslo ist goldrichtig, gerade wegen der jetzigen
Euro- und Schuldenkrise in Europa. Denn sie macht deutlich, wofür der
politische Einigungsprozess im Kern steht und warum es sich lohnt,
für diese Idee zu
Eine steigende Welle von Liquidität" sehen
einige Analysten auf die Finanzmärkte der Schwellenländer zukommen.
Daten des Analysehauses EPFR Global belegen diese Einschätzungen:
Fonds auf Aktien und Anleihen der Emerging Markets verzeichnen seit
September steigende Zuflüsse. Ursprung bzw. Ursache des Geldstroms,
der in das Anlagesegment der Schwellenländer fließt, ist die lockere
Geldpolitik der großen Zentralbanken der westlichen Industriestaa
Der Friedensnobelpreis für die EU – eine
Verlegenheitslösung? Mitnichten! Es ist die überfällige Ehrung einer
Institution, deren Verdienste von den meisten von uns längst als
normal wahrgenommen werden. Doch genau da liegt das Verdienst. Denn
auch wenn die EU oft mit einem negativen Touch versehen ist, wenn
"die in Brüssel" als Verkörperung des Bürokratismus beschimpft werden
– die EU steht für ein Europa ohne Krieg, ein Europa der Vers
Nehmen wir–s von der positiven Seite: Die
Entscheidung, der Europäischen Union den Friedensnobelpreis zu
verleihen, regt zumindest zum Nachdenken, ja, zur Selbstreflexion der
Bürger Europas an. Dieser Preis geht in der Regel an einzelne
Personen – wobei auffällt, dass die Preise oft zu spät kommen und den
Verleihern in aller Regel der Mut fehlt, über den Schatten des mehr
oder minder linken Gutmenschentums zu springen. Noch keiner, der die
Werte des Westens scharf
Die Strategie ist aufgegangen: Statt komplett zum Wintersemester
2011 die Hochschulen zu stürmen, hat sich der doppelte Abiturjahrgang
auf zwei Jahre verteilt. So gesehen konnte der Wissenschaftsminister
gestern positive Nachrichten verkünden. Doch obwohl die Zahl der
Erstsemester leicht gesunken ist, sind die Gesamtstudierendenzahlen
in Bayern um 11 647 gestiegen. Das sind 3,6 Prozent mehr als im
Wintersemester 2011/2012 und sogar 15,5 Prozent mehr als im
Bonn, 12. Oktober 2012 – Der ehemalige
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) ist über den
Friedensnobelpreis für die Europäische Union höchst erfreut. "Das ist
eine glückliche Entscheidung und auch wirklich eine verdiente
Entscheidung", sagte er in der PHOENIX-Sendung DER TAG. "Europa hat
sich auf den Weg des Friedens begeben und hier wird diese
friedensstiftende Funktion der Europäischen Einigung anerkannt.
Friedensstiftung f&u
Freude, schöner Götterfunken: Jetzt sind wir alle
Friedensnobelpreisträger. Denn wen sollen die Osloer Preisrichter nun
anrufen, um ihm die große Ehre mitzuteilen? Den
EU-Kommissionspräsidenten? Den Ratspräsidenten? Den Präsidenten des
Europaparlaments? Vielleicht die EU-Außenbeauftragte? Oder sollen die
Norweger mal nach Zypern durchläuten, das derzeit den Vorsitz im Rat
der Europäischen Union hat? Allein das deutet di
Dieser Preis war überfällig. Die Europäische Union
hat ihn lange verdient. Ein Kontinent, dessen – auch heute noch
häufig genug – im Streit liegende Völker ihre
Meinungsverschiedenheiten und Machtspiele seit Menschengedenken
regelmäßig mit allen Mitteln der jeweiligen Kriegs"kunst" auszutragen
pflegten, hält seit bald sieben Jahrzehnten Frieden. Er exportiert
ihn sogar. Mehr noch: Der Kontinent hat sich gemeinsamen Werten
verpflichtet, set
Die Verleihung dieses Preises ist natürlich ein
Signal an die 500 Millionen Menschen in der Europäischen Union, die
in diesen Krisenzeiten allzu leicht verdrängen, wofür Europa steht.
Für den Frieden, aber auch für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit,
Wohlstand, offene Grenzen; all das, was wir für selbstverständlich
erachten, was auf der Welt aber immer noch Leuchtturmcharakter hat.
Europa hat sich nicht von ungefähr zu einer Festung entwickelt, an
Die Drohung, per Drohne jedes beliebige
Ziel im benachbarten Israel angreifen zu können, soll der Regierung
in Jerusalem wieder einmal klar machen, dass es sich im Zangengriff
arabischer Mächte befindet. Und dass das Land unberechenbaren
Zerstörungen entgegensehen würde, wenn es die Atomforschungsanlagen
des Irans angreifen würde. Der Fakt, dass die Drohne im Iran
entwickelt und im Libanon zusammengebaut wurde, macht deutlich, dass
Teheran nach seinen verbalen Dro