Gut 80 Milliarden Euro Umsatz erhofft sich der deutsche
Einzelhandel in den beiden letzten Monaten 2012. Beileibe kein
Pappenstiel: Diese Summe entspricht dem eingezahlten Kapital, mit dem
die Euro-Steuerzahler den Mechanismus zur Rettung ihrer Währung
ausgestattet haben. Und sie bedeutet trotz eingetrübter
Konjunkturaussichten immerhin ein Plus gegenüber dem Vorjahr.
Sich mit weniger zufriedenzugeben fällt schwer. Doch was man
künf
Heiligabend steht vor der Tür. Das gibt Zeit zur
Besinnung und zur Nachdenklichkeit. Viele beklagen sich vordergründig
über den weihnachtlichen Stress, in Wahrheit kokettieren sie damit.
Denn was wäre die Weihnachtszeit ohne die Gedanken, was die Liebsten
geschenkt bekommen, was ihnen aufgetischt wird, wie gefeiert werden
soll? Für den einen mag eine solche Planung tatsächlich strapaziös
wirken, tatsächlich ist die Organisation von Familienfeiern ein
Nun hat gar Ägyptens Vizepräsident den Rücktritt
eingereicht. Mahmoud Mekki ist entsetzt über den Durchmarsch der
Muslimbrüder. Diese Gläubigen entpuppen sich als zutiefst
undemokratisch und versuchen, die ganze Macht an sich zu reißen. Nur
30 Prozent aller Wahlberechtigten nahmen am Referendum über die neue
Verfassung teil. Nun muss innerhalb von drei Monaten ein Parlament
gewählt werden. Präsident Mursi wird dabei den Widerstand der
Zivi
Entwaffnet zu werden von einem Staat, dessen
Zentralregierung er abgrundtief misstraut, ist und bleibt die größte
Sorge von Amerikas einflussreichstem Schützenverein. Dass die
pathologische Leidenschaft für Feuerwaffen in dreifacher
Millionenstückzahl, dass der kinderleicht gemachte Missbrauch von
Mordwerkzeugen das Land schleichend ruiniert, ist für die Funktionäre
der "National Rifle Association" nichts anderes als das Gejammer
liberaler Hase
Wer die vergangenen Jahre über ein wenig die
Haushaltspolitik von Finanzminister Wolfgang Schäuble verfolgt hat,
wird den jüngsten Gerüchten über ein einschneidendes Sparpaket keinen
Glauben schenken. Ausgerechnet Schäuble soll sparen wollen, dass es
kracht und allen wehtut? Jener Schäuble, der seit 2009 nie so richtig
gespart hat? Der Minister, der seine unbestreitbaren
Sanierungserfolge stets auf die sanfte Tour eingefahren hat? Indem er
die satten Steuer
Wenn jeder an sich selber denkt, ist an alle
gedacht. Mit dieser Parole machten in diesem Jahr die Republikaner in
den USA Wahlkampf. Freiheit in der ökonomischen Entwicklung,
Selbstverantwortung für sich und die Seinen, der Staat hat sich aus
allem herauszuhalten. Bis zu einem gewissen Punkt ist das sicher
richtig. In der formulierten Radikalität ist es aber eine
Einstellung, bei der sich entweder nur die Starken durchsetzen oder
die nur funktionieren kann, wenn es sich aus
Das Jahr neigt sich so langsam dem Ende zu. Zu diesem Anlass möchten wir uns ganz herzlich für Ihre Treue bedanken. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest sowie ein erfolgreiches, gesundes Jahr 2013.
Ob es uns passt oder nicht: Viele Ägypter haben
für die Verfassung der Muslimbrüder gestimmt, weil ihnen die
politischen Debatten und die damit verbundenen Unruhen unheimlich
waren. Zu viele Menschen am Nil wissen noch nicht, mit ihrer Stimme
verantwortlich umzugehen. Das müssen sie noch begreifen. Im übrigen
haben auch die Deutschen Demokratie erst lernen müssen. »Ruhe ist die
erste Bürgerpflicht« war hierzulande jahrhundertelang populär
Oberflächlich gesehen ist die Frau in Südasien
gut gestellt. Welche andere Weltreligion außer dem Hinduismus kennt
Göttinnen? Und in welcher anderen Region haben schon so viele Frauen
hohe politische Ämter bekleidet? In Indien, Sri Lanka, Bangladesch
und Pakistan sogar als Regierungschefs.
Doch der Alltag bedeutet für viele Frauen die Hölle. Sie beginnt
schon vor der Geburt: Weibliche Föten werden abgetrieben. Kleine
Mädchen werden vernachl
Der evangelische Theologe und Bundespräsident Joachim Gauck und
das Oberhaupt der Katholiken, Papst Benedikt XVI., sind als
moralische Instanzen allgemein anerkannt. Womöglich gerade deshalb,
weil sie, statt sich "unfehlbar" zu geben, die Größe haben, ihre
Fehlerhaftigkeit einzugestehen. Beide bemühen sich, den Menschen
demütig und in Augenhöhe zu begegnen – auf sie zuzugehen. Symbolisch
"twittert" der Heilige Vat