WAZ: Nachhilfe für ehrbare Kaufleute. Kommentar von Thomas Wels

Man kann das Bundeskartellamt nur beglückwünschen.
Gewiss nicht zu dem fünf Jahre (!) währenden Verwaltungsverfahren,
dafür umso mehr zu dem Ergebnis. Rabatte von Lieferanten im
Nachhinein einzufordern, begründet allein mit der Größe und
Marktmacht des Auftraggebers, ist schlicht eine Frechheit und hat mit
dem ehrbaren Kaufmann so viel zu tun wie die Kuh mit dem
Schlittschuhlaufen. Es gehört zu einer Marktwirtschaft, dass die
Abnahme grö&s

Mitteldeutsche Zeitung: zur Ukraine

Das Täuschen und Lavieren wird zum Muster
politischen Handelns. Vor der Annexion der Krim konnte Wladimir Putin
mit bloßem Auge keinen russischen Soldaten auf der ukrainischen
Halbinsel entdecken. Nach dem Anschluss zeichnete er 200 von ihnen
mit der Tapferkeitsmedaille für ihre Verdienste um die Rückführung
der Krim aus. Das Gebaren der russischen Führung hat eine Qualität
erreicht, die eine Neubestimmung des Umgangs mit ihr erforderlich
macht. Derzeit

Landeszeitung Lüneburg: EEG-Novelle bremst die Energiewende / Experte Prof. Dr. Hohmeyer: Gesetzesreform sichert die Profite der großen Energieversorger und Kohlekraftwerke

Die große Koalition hat ihre Ökostromreform trotz
heftiger Kritik durchs Parlament gebracht. Aber ob die Novelle des
Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wirklich am 1. August in Kraft
treten wird, entscheidet sich in den kommenden vier Wochen in
Brüssel. Weil große Teile der Industrie von der Finanzierung der
erneuerbaren Energien ausgenommen sind, muss das Gesetz von der
Kommission der Europäischen Union als Beihilfe gebilligt werden.
Prof. Dr. Olav Hohmeyer von

Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum Betrug mit WM-Tickets

Sicherlich schwemmt ein Großevent wie die
Fußball-Weltmeisterschaft Betrüger auf den Markt. Wo Geld umgesetzt
wird, sind Verbrecher nicht weit. Jeder möchte ein Stück vom Kuchen
abhaben. Und da greift wie so oft der Spruch "Der Mensch ist dem
Menschen ein Wolf." Doch wenn der Wolf ein monströser Verband ist,
der so viele Zähne wie Skandale hat, sollte die Kontrolle umso
transparenter, umso bissiger sein. Im Zuge der Diskussion um die
Vergabe

Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum ostdeutschen Wachstum

Wenn die ostdeutsche Wirtschaft in diesem
und im kommenden Jahr tatsächlich um die zwei Prozent wachsen sollte,
wäre das eine gute Nachricht. Schließlich gab es 2013 Stagnation –
während der Westen zumindest auf ein halbes Prozent Zuwachs kam. Man
darf also hoffen, dass es einige Jobs und Steuereinnahmen mehr geben
wird. Was sich jedoch nicht ändert: Der Abstand zum Westen wird nicht
kleiner, sondern größer. Zu viele Kleinstbetriebe, zu viele
verlän

Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum Mindestlohn

Wird nun alles gut? Ein Blick auf die
europäischen Nachbarn müsste eigentlich zur Vorsicht gemahnen. Man
nehme nur das Beispiel Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft in
der EU. Dort liegt der Mindestlohn mit 9,53 Euro noch deutlich über
dem deutschen. Wer davon profitiert, sind jene, die Arbeit haben. Die
Arbeitslosigkeit, und insbesondere auch die Jugendarbeitslosigkeit,
ist landesweit indes fast doppelt so hoch wie in Deutschland.
Interessant oder auch heik

– Frei nach Annahme des Gesetzes – Mayer: Es gibt auch künftig keinen Doppelpass

Grundsatz der Vermeidung der doppelten
Staatsangehörigkeit bleibt bestehen

Der Bundestag hat am heutigen Donnerstag in 2. und 3. Lesung eine
Novelle zum Staatsangehörigkeitsrecht verabschiedet. Das Gesetz
erleichtert es in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Personen,
die keinen deutschen Elternteil haben, den deutschen Pass dauerhaft
zu behalten. Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:

"Die heut

Mayer: Koalition handelt entschlossen beim Asylrecht

Einstufung dreier Westbalkanstaaten als sicherere
Herkunftsstaaten entlastet Länder und Kommunen

Der Bundestag hat am heutigen Donnerstag eine Novelle zum
Asylverfahrensrecht verabschiedet, mit der Serbien, Mazedonien und
Bosnien-Herzegowina in die Liste sicherer Herkunftsstaaten
aufgenommen werden. Zuvor war bereits das für Asylverfahren
zuständige Bundesamt durch einen massiven Personalzuwachs verstärkt
worden. Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der
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