Rheinische Post: Nur ein Achtungserfolg

Die Gegner des Turbo-Abiturs haben einen
Achtungserfolg erzielt – aber mehr auch nicht. Es ist ihnen offenbar
gelungen, innerhalb eines Jahres die vorgeschriebene Zahl von 66 000
Unterschriften für eine Volksinitiative zusammenzutragen. Zum
Vergleich: Für ein Volksbegehren wie 1978 bei der Koop-Schule wären
eine Million Voten nötig. Wenn die Prüfung der Unterschriften
reibungslos verläuft, muss sich der Landtag mit dem Gesetzentwurf der
Initiatoren für ei

Rheinische Post: Notfalls Impfpflicht

Die Idee einer Impfpflicht gegen Masern in
Deutschland ist ein alter Hut; in der DDR bestand sie, und weil sie
herrschte, wurde über sie nicht diskutiert. Sie war ein sinnvolles
Gesetz und rettete Leben. Jetzt zieren sich Politiker bei der
Einführung der Impfpflicht, weil sie die Eltern lieber aufrütteln,
informieren und selbstbestimmt entscheiden lassen möchten. Leider
haben weder Politiker noch Mediziner das Informieren je professionell
gelernt; so bieten die Flyer de

Rheinische Post: Heute brüllen, morgen kleinlaut zustimmen

Ungeachtet des Gegrummels in der Union wird die
Regierungskoalition weiteren Griechenland-Hilfen mit breiter Mehrheit
zustimmen, weil sie gar nicht anders kann. Die Union wird ihren
Finanzminister nicht hängen lassen. Sie wird auch die an sich gut
funktionierende Koalition mit der SPD nicht an der Griechenland-Frage
scheitern lassen. Wer heute laut brüllt, wird sich Ende der Woche
kleinlaut ergeben. Dabei haben die Skeptiker ja nicht Unrecht: Es
gibt allen Grund, an Reformwillen un

Schwäbische Zeitung: TTIP ist der Mühe wert – Kommentar

Das Freihandelsabkommen TTIP kann, wenn es
gelingt, Wohlstand und Arbeitsplätze sichern. Deshalb sollte die
Diskussion darüber nicht nur defensiv und abwehrend geführt werden,
sondern aktiv und zupackend. Dass dies aber so ganz anders ist in
Deutschland, kommt nicht von ungefähr.

Wer – wie die Kanzlerin – den Wählern verkündet, er wolle keine
Gentechnik auf Äckern, sich dann aber in Brüssel nicht dafür stark
macht, wer den Bürgern versp

Südwest Presse: Kommentar NSU

KOMMENTAR · NSU

Der nächste Skandal Der Weg zur Aufarbeitung des NSU-Komplexes ist
derart mit Skandalen gepflastert, dass man den Glauben an den Staat
verlieren kann. Da ermitteln Behörden systematisch in die falsche
Richtung, es tauchen Polizisten auf, die ihre Freizeit beim
Ku-Klux-Klan verbringen, und der Verfassungsschutz schreddert munter
Akten. Eine besonders unsägliche Episode fand 2006 in Hessen statt.
Dort erschossen Nazis Halit Yozgat – und ein Verfassung

Schwäbische Zeitung: Beratungsresistente Impfgegner – Leitartikel

In den USA gehört es bei den ganz Konservativen
zum Programm, den Klimawandel zu leugnen und die Evolution zu
bestreiten. Obendrein werden Impfungen gegen diverse Krankheiten als
Verschwörungen gegen die Menschheit abgetan.

In Deutschland ist dieser Personenkreis kleiner. Aber der derzeit
laufende "Masern-Prozess" um einen Impfgegner und Virenleugner in
Ravensburg zeigt, dass es auch hierzulande eine ganze Reihe von
Menschen gibt, die vor Impfungen Angst haben. Sie g

WAZ: Keine harmlose Kinderkrankheit – Kommentar von Petra Koruhn zur Masern-Infektion

Der Tod des Jungen führt es uns wieder vor Augen:
Bei den Masern handelt es sich keineswegs um eine harmlose
Kinderkrankheit. Masern sind für nicht geimpfte Kinder extrem
gefährlich. Ist das ein Plädoyer für die Impfpflicht? Zunächst sollte
man die Menschen über die Krankheit aufklären. Auch darüber, dass die
Argumente der Impfkritiker längst entkräftet wurden.

Wer weiß, dass die Erkrankung schlimme Nebenwirkungen hat, wird
die

Schwäbische Zeitung: Betroffene Bürger – Kommentar

Die Gegner der geplanten Stromautobahnen setzen
auf den bayerischen Ministerpräsidenten – und der will es sich mit
den Bürgerinitiativen nicht verscherzen. Horst Seehofer könnte
behaupten, er setze um, wovon der grüne Amtskollege in
Baden-Württemberg redet: Die Politik des Gehörtwerdens.

Doch das Beispiel zeigt die Grenzen dieses Ansatzes. Die
Trassengegner argumentieren mit ihrer eigenen Betroffenheit. Das
gesamtstaatliche Interesse – die Versorgung S&uuml

Friedrich (CSU): Griechische Regierung hat Mund zu voll genommen

Auf die neue griechische Regierung kommen schwere
Zeiten zu, sagt der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende
Hans-Peter Friedrich (CSU): "Sie muss jetzt ihren Wählern erklären,
warum sie eigentlich im Prinzip genauso weitermacht, wie die
vorhergehenden Regierungen, nämlich einsparen und reformieren", sagte
er im Interview mit dem Fernsehsender phoenix. Möglicherweise setze
sie den einen oder anderen neuen Akzent. "Aber in der Substanz muss
das Progra