Börsen-Zeitung: Alles andere als normal, Kommentar zur DZ Bank von Bernd Wittkowski

Nicht schlecht! Um mit dem Vorsteuerergebnis,
wie im Vorjahr, außer dem Peloton sogar den Branchenführer zu
übertreffen, hat es für die DZ Bank 2014 zwar nicht ganz gereicht
(sofern bei der Deutschen Bank bis zur Bilanzfeststellung nicht noch
Korrekturbedarf hochkommt). Aber 2,9 Mrd. Euro bedeuten für die
Zentrale der Kreditgenossen nicht nur eine weitere Bestmarke, sondern
sind obendrein nicht allzu weit weg vom Doppelten jenes Betrages, den
Bankchef Wolfgang Kirs

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Grippeschutz Handlungsanweisung sinnvoll Martin Krause

Eine Impfpflicht gegen Grippe ist nicht geplant.
In Berlin stellt sich die Frage nicht einmal, so heißt es. Etwas mehr
als wachsweiche Empfehlungen könnte jedoch geboten sein. Ein Problem
des Grippeschutzes ist die enorme Wandelbarkeit der Grippeviren, die
eine alljährliche Neuimpfung erfordert. Selbst wer stets den
aktuellsten Impfstoff intus hat, ist vor einer Infektion nicht sicher
– denn es kommt vor, dass sich die Viren anders entwickeln als von
den Impfstoffherstellern

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Merkel trifft EU-Chef Juncker Jenseits der Romantik Knut Pries, Brüssel

Die Bundeskanzlerin und der Chef der
EU-Kommission haben in Brüssel pragmatische Gemeinsamkeit
demonstriert. Darf man daran glauben? Zum Teil – soweit man Romantik
und Ideologie beiseitelässt. Statt von Romantik spricht die
politische Zunft gemeinhin von "Chemie", die zwei Regierungsmenschen
verbinde oder trenne. Zur Naturwissenschaftlerin Merkel passt der
Begriff besser als zum heimlichen Melancholiker Juncker. Doch beide
sind stillschweigend übereingekommen, ihr

Ostsee-Zeitung: Bodenpreise im Osten explodieren

Nach Angaben der Bundesregierung stiegen
Hektarpreise seit 2004 um 166 Prozent. Grüne verlangen Maßnahmen
gegen "schleichende Übernahme" von Landwirtschaftsbetrieben durch
kapitalkräftige Investoren.

Rostock – Weil die Preise für landwirtschaftliche Flächen im Osten
Deutschlands in den vergangenen zehn Jahren nahezu explodiert sind,
drängen die Grünen auf Maßnahmen gegen die "schleichende Übernahme"
von Landwirtscha

Mitteldeutsche Zeitung: zu Gewalt im Fußball

Ein hallescher Fußballverein sagt ein Sommercamp für
Kinder ab, weil die Vereinsführung nach Drohungen um die Sicherheit
der Sportler fürchtet. Puh, das ist starker Tobak, aber die logische
Konsequenz nach Attacken auf Fußballplätzen im Land. Eltern
schicken ihre Kinder in Sportvereine, weil die als ein Ort des fairen
Umgangs und der Kameradschaftlichkeit gelten. Das ist ganz oft auch
so, aber mitunter eben nicht. Es scheint, als würden Konflikte immer

Mitteldeutsche Zeitung: zum Soli

Es geht also beim Soli bloß noch zu einem geringen
Teil um den Osten. Es geht um die adäquate Finanzausstattung des
Staates und die Verteilung der Mittel zwischen Bund, Ländern und
Gemeinden. Der Soli kommt allein dem Bund zu. Würde er in die
Einkommenssteuer integriert, bekämen die Länder etwas ab, die reichen
Länder mehr als die armen. Das wiederum würde den Osten treffen.
Die Dinge sind kompliziert. Ob der Soli verschwindet oder nicht, sagt
wen

Schwäbische Zeitung: Der Mann im Kreml versteht nur Härte

Waren es 40 oder doch nur 30 Abgeordnete, die
am Mittwoch im Bundestag an der Aktuellen Fragestunde teilnahmen?
Immerhin ging es um Deutschlands Verhältnis zum russischen Regime
nach dem Mord am Oppositionellen Boris Nemzow.

In seltener Einigkeit wurde Wladimir Putin kritisiert und es
schien, als sei jeder Redner, egal ob von der Linken oder von der
CDU, ein bisschen mit Boris Nemzow befreundet gewesen. Dass Jürgen
Trittin (Grüne) die Überprüfung der eigenen Po

WAZ: Harte Zeiten für die Stromriesen – Kommentar von Stefan Schulte zu RWE und Eon

Das haben die Drahtzieher im RWE-Turm klug
eingefädelt – Peter Terium gestärkt in die Hauptversammlung zu
schicken und die unvermeidlichen Spekulationen zu beenden, bevor sie
den Vorstand in Aktionismus treiben, ist eine gute Idee.

Ob die damit ausgegebene Parole des "Weiter so" die richtige ist,
wird sich erst zeigen müssen. Denn nach allem, was aus dem
Regierungsviertel in Berlin zu hören ist, dürften die Zeiten für
Großerzeuger konventio

Schwäbische Zeitung: Zur IHK-Stromversorgungsstudie: Merkel muss Machtwort sprechen

Vier Jahre nach der Atomkatastrophe von
Fukushima, die die Energiewende einläutete, muss das Ergebnis der
IHK-Studie den Leser erstaunen: Es gibt bisher keinen belastbaren
Plan, um nach dem absehbaren Ende des Atommeilers in Gundremmingen
die Versorgungssicherheit mit Strom in der Region zu gewährleisten.

Zwar beruhigt Kanzlerin Merkel gerne und sagt, vor dem Sommer
werde der Dreiklang aus Ausbau der Gleichstrom-Netze, künftigen
Kraftwerkskapazitäten und Klimaschutz

Schwäbische Zeitung: Zum Solidaritätszuschlag: Tricksen und verstecken

Die Regierung liebäugelt mit dem Gedanken, den
Solidaritätszuschlag abzuschaffen. Lob gebührt dafür weder Union noch
SPD. Die CDU will die Abgabe über einen langen Zeitraum abschmelzen –
ein hasenfüßiges Vorhaben für eine Partei, die einst für radikale
Steuervereinfachung stand. Die SPD berauscht sich am Geldausgeben:
Sie möchte mit Unterstützung des Finanzministers den Soli am liebsten
in die Einkommensteuer einbeziehen. Der Zweck diese