Befeuert wird der Konflikt auch von einer
Auseinandersetzung über die Unternehmensstrategie der Lufthansa. Die
wird inzwischen selbst am Heimat-Drehkreuz Frankfurt/Main immer
stärker bedrängt. Einerseits von Billig-Airlines wie Ryanair, die
ihre Piloten tageweise anheuert und damit viel billiger fliegen kann.
Zum anderen durch die stark expandierenden Airlines der Golfstaaten,
die der Lufthansa immer mehr Marktanteile bei den lukrativen
Interkontinentalflügen abnehmen.
Völlig verfahren, oder – in diesem Fall – total
abgehoben, so lässt sich der Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und der
Vereinigung Cockpit (VC) in aller Kürze zusammenfassen. Und ein Ende
dieses Dilemmas ist auch weiterhin nicht in Sicht. Dabei liegt die
erste von inzwischen 14 Streikrunden schon fast drei Jahre zurück.
So viel ist klar: Ohne einen Mediator, ohne Hilfe eines
durchsetzungsstarken Schlichters wird es in diesem Dauerstreit keine
Einigung geben. Doch selb
Zwei Wochen nach dem schrägsten Wahlausgang in
der Geschichte der Vereinigten Staaten zeichnet sich ab, was sich
eine Minderheit der Amerikaner da ins Weiße Haus gewählt hat.
Minderheit, weil Hillary Clintons Vorsprung bei den noch immer nicht
vollständig ausgezählten Stimmen inzwischen bei 1,7 Millionen liegt;
Tendenz steigend. Donald Trump wird in den kommenden vier Jahren
Regieren und Reality-Fernsehen in einer noch nie dagewesenen Form
verschmelzen. Auf die W
Wendt schießt mit seiner Allgemeinkritik übers
Ziel hinaus. Letztlich ist es im Rechtsstaat Richterpflicht,
Ermittlungsergebnisse objektiv zu prüfen und zu werten – egal, wie
frustrierend die Urteile für die Polizei manchmal ausfallen mögen. Es
wäre besser, Wendt würde sich an die Seite der Gerichte stellen, die
ihrerseits in vielen Fällen unterbesetzt mit dem Rücken zur Wand
stehen – so dass Prozesse teilweise über Jahre unbearbeitet lieg
Die Menschen werden sich an den Gedanken
gewöhnen müssen, dass der Ruf nach autofreien Innenstädten nicht
länger mehr nur eine unsinnige grüne Vision bleiben kann. Zumindest
nicht, so lange unsere Autos, Lkw und Busse Stick- und
Schwefeldioxide in die Luft blasen, denen ein Großteil der
Bevölkerung in den Ballungsräumen hilflos ausgesetzt ist. 467 000
Opfer, die durch Feinpartikel krank wurden und schließlich starben,
darf man nicht als blo&s
Mit dem anrüchigen Sponsoring haben die
Helfershelfer der SPD der Demokratie einen Bärendienst erwiesen. Sie
munitionieren Populisten mit Praktiken dieser Art. Die sind
allerdings auch nicht besser, wie die AfD mit ihren zwielichtigen
Goldgeschäften bewiesen hat. Das Parteienrecht ist offenbar
korrekturbedürftig. Es darf keine Schlupflöcher für undurchsichtige
Geldflüsse geben. Der Staat fördert die Parteiarbeit jährlich mit
dreistelligen Milli
Es ist ein verzweifelter Kampf, den die
Vereinigung Cockpit ausfechtet. Mit einer hohen Lohnforderung für
eine exzellent verdienende Klientel versucht sie auch, gegen die
Vergewöhnlichung ihres Berufsstandes anzugehen. Die Bedrohung des
Pilotenstandes, der vom Kapitän der Lüfte zum autopilotengesteuerten
Luftbusfahrer abzusteigen droht, verleiht dem Konflikt sozusagen
richtig Flügel. Allerdings zeichnet sich ab: Die Gewerkschaft kann
vielleicht für die alten
Die EU-Regelwerke zum Eigenkapital von Banken
und deren Abwicklung, die EU-Kommissionsvizepräsident Valdis
Dombrovskis vorgelegt hat, werden die Köpfe in den
Strategieabteilungen der Banken noch eine Weile rauchen lassen. Zu
weit reicht das Spektrum der Neuerungen, als dass diese auch in ihrem
kumulierten Effekt bereits exakt zu beurteilen wären.
Dem Kessel Buntes, den Dombrovskis präsentiert, dürften deutsche
Banken gleichwohl mehr Positives als Negatives abgew
Flüchtling ist nicht gleich Flüchtling, das
zeigt sich derzeit vor deutschen Gerichten. Tausende Syrer haben
dagegen geklagt, dass sie nur einen "subsidiären", also vorläufigen
Schutzstatus erhalten haben. In der ersten Instanz haben die meisten
Klageführer Recht bekommen. Nun hat aber erstmals ein
Oberverwaltungsgericht einen solchen Fall verhandelt – und genau
andersherum entschieden: Nicht jeder Syrer hat automatisch Anspruch
auf Asyl, befanden die Ri
Politikerauftritte gegen Bares – das hat einen
recht üblen Beigeschmack. Im NRW-Wahlkampf 2010 empörte sich die SPD
zu Recht darüber, dass die CDU ihren Ministerpräsidenten Jürgen
Rüttgers auf Parteiveranstaltungen zu persönlichen Begegnungen
"anbot". "Rent-a-Rüttgers" lautete die für die Union vernichtende
Schlagzeile. Und heute? Da steht die SPD, die sich damals gar nicht
genug empören konnte, selbst am Pranger. Auch s