WAZ: Hannelore Kraft den Tränen nah. Kommentar von Wilhelm Klümper

Hannelore Kraft hat auf der Trauerfeier für die 21
Toten der Loveparade eine bewegende Rede gehalten. Die komplette
Staatsspitze war am Samstag nach Duisburg gekommen. Aber nur die
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ergriff das Wort.

Der erste große öffentliche Auftritt nach ihrer Wahl konfrontierte
sie wohl mit der schwersten aller Aufgaben: Angemessene Worte der
Anteilnahme für die Angehörigen der 21 Toten zu finden. Auch wenn man
es gewohnt ist, den

Mitteldeutsche Zeitung: zu Trauerfeier im Duisburger Fußballstadion
– Korrigierte Fassung – (bitte korrigieren Sie im vorletzten Satz: „das nun von Duisburg ausging“)

Über die Gründe der Menschen, die Teilnahme am
gemeinsamen Gedenken über einem Holzkreuz in einem
Stadion-Mittelkreis zu verweigern, kann nur spekuliert werden. Das
Signal aber, das nun von Duisburg ausging, ist nicht misszuverstehen:
Der Tod ist zu traurig, er eignet sich nicht für Westkurve und
Ereignisfernsehen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

Westfalenpost: Das falsche Signal

Niederländer ziehen aus Afghanistan ab

Von Jörg Fleischer Die Entscheidung der Niederländer gilt es zu
respektieren. Ihre Streitkräfte leiten den Abzug aus Afghanistan ein.
Damit verlässt der erste größere Teil der Schutztruppe den
Hindukusch. Ein einschneidendes Ereignis für den Einsatz in
Afghanistan.Es wäre unfair, den verdienten Nato-Partner Niederlande,
der am Hindukusch einen hohen Blutzoll entrichtet hat, der Feigheit
zu zeihen. Seine

Weser-Kurier: Zu den Korrekturen bei Hartz-IV:

"Im Arbeitsministerium steht jetzt alles auf dem
Prüfstand – nicht nur die Leistungen bei Kindern, sondern auch bei
Erwachsenen. Und weil Kinder eben keine kleinen Erwachsenen sind, wie
das Bundesverfassungsgericht bemängelte, kann die bisherige Ableitung
vom Regelsatz der Erwachsenen nicht so bleiben. Ein dynamischerer
Satz, dazu mehr Sach- und Dienstleistungen bei der Kinderförderung,
das scheint nun die neue Zielrichtung zu sein. Gut so, denn Bildungs-
und Sportgutsc

Neue Westfälische (Bielefeld): Verbot von Streumunition
Schamlos
ANNEKE QUASDORF

Mehr als 150 Meter weit schleudert eine
Streubombe ihre Hunderte Stahlsplitter. Leider reicht die neue
Konvention der Vereinten Nationen zum Verbot von Streubomben nicht
viel weiter. Denn die Militärmächte USA, China und Russland weigern
sich, ebenso wie Israel, Pakistan oder Indien, die Notwendigkeit
eines Verbots überhaupt anzuerkennen. Die einen sind die weltweit
größten Hersteller von Streumunition, in ihren Arsenalen lagern
Millionen Einheiten der gefäh

Mitteldeutsche Zeitung: zu Trauerfeier im Duisburger Fußballstadion

Über die Gründe der Menschen, die Teilnahme am
gemeinsamen Gedenken über einem Holzkreuz in einem
Stadion-Mittelkreis zu verweigern, kann nur spekuliert werden. Das
Signal aber, das nun von Düsseldorf ausging, ist nicht
misszuverstehen: Der Tod ist zu traurig, er eignet sich nicht für
Westkurve und Ereignisfernsehen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

Rheinische Post: Ende der Harmonie

Kommentar Von Maximilian Plück

Dass dieser Tag kommen würde, war abzusehen. Es
ist der Tag, an dem das Schreckszenario der Krise seine Wirkung
verliert, an dem der Ruf nach höheren Löhnen lauter wird. Es ist
zugleich auch der Tag, an dem sich das Verhältnis zwischen
Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften wieder abkühlt. In den
vergangenen Monaten hatten die Tarifparteien ungewöhnlich nah
beieinandergelegen. Es wirkte völlig selbstverständlich, dass
DGB-Chef Michael Sommer se

Neues Deutschland: Pentagon zu WikiLeaks-Enhüllungen

Getroffene Hunde bellen. Und momentan wird laut
gebellt in Washington. »Aggressiv« lässt Pentagon-Chef Gates nach der
undichten Stelle suchen, über die Geheimdokumente des
US-Verteidigungsministeriums zum Afghanistan-Krieg an die
Enthüllungs-Website WikiLeaks gelangten. Der mutmaßliche Informant
wurde bereits weggesperrt; WikiLeaks-Chef Assange zum Handlanger von
Taliban-Terroristen gestempelt.  Dass die Betriebsamkeit den
Image-Schaden wieder gut

Neue Westfälische (Bielefeld): Elektronische Fußfessel für Straftäter
Kuschelvollzug
JÜRGEN JUCHTMANN

Deutschlands Gefängnisse sind chronisch
überfüllt. Nicht alle Insassen dürften dabei einen Kuschelvollzug
erleben, wie offenbar Jörg Kachelmann. Die Erinnerung ist noch wach
an junge Inhaftierte, die von Mithäftlingen misshandelt wurden und
sich umbrachten. Die positiven Seiten in deutschen Haftanstalten
heißen Arbeit und Ausbildung, denn jeder, der ohne
Zukunftsperspektive entlassen wird, ist ein potentieller
Wiederholungstäter. Die elektronische

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Streit um Einwanderungsgesetz in den USA
Unhaltbarer Zustand
DIETMAR OSTERMANN, WASHINGTON

Wer die hitzig geführte Einwanderungsdebatte in
den USA verfolgt, kann schnell den Eindruck gewinnen, hier werde ein
Land von einer Welle der Fremdenfeindlichkeit erfasst. Im Streit über
das restriktive Gesetz in Arizona dominieren Emotionen, nicht
Argumente. Die USA sind bei allen Problemen, die es geben mag, kein
fremdenfeindliches Land. Bis heute ist das Land der unbegrenzten
Möglichkeiten unangefochtener Immigrationsweltmeister. 2008 wurden
erstmals über eine Millio