Keitel warnt vor unkalkulierbaren Risiken bei Euro-Aus

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, hat vor gewaltigen Gefahren bei einem Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion gewarnt. "Jeder Rückschritt in der europäischen Integration würde unkalkulierbare Risiken für die wirtschaftliche und politische Stabilität bedeuten", sagt Keitel der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). "Die mit vielen Vorteilen verbundene wechselseitige

Gabriel fordert von Wohlhabenden mehr „sozialen Patriotismus“

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat von den Wohlhabenden in Deutschland mehr "sozialen Patriotismus" gefordert. Hinter Reichtum stecke meist eine große persönliche Leistung, sagte Gabriel der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). Andererseits werde niemand allein reich. "Immer gehört dazu auch ein Land mit guter Bildung, Rechtsstaat und sozialem Frieden", so der SPD-Chef. Deshalb sei es gerechtfertigt, von den Wohlhabenden mehr zu verlange

Rheinische Post: Krankenhausgesellschaft empfiehlt nach Transplantationsskandal neues Abrechnungssystem

Als Konsequenz aus dem Transplantationsskandal
hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) den Kliniken
empfohlen, das interne Abrechnungssystem umzustellen.
Vergütungselemente, die auf einzelne Leistungsarten oder Operationen
Bezug nähmen, sollten in ein Gesamtbudget einfließen, berichtet die
in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Samstagausgabe). "Die
Ärzte würden damit weiterhin am finanziellen Gesamterfolg ihrer
Abteilung oder ih

„Bild“: Erhöhung der Ökostrom-Umlage kostet deutsche Haushalte 1.120 Euro

Der Anstieg der EEG-Umlage für die Förderung der erneuerbaren Energien im kommenden Jahr wird einen deutschen Musterhaushalt (Verbrauch 4.000 Kilowattstunden) mit 1.120 Euro belasten. Das berichtet die "Bild-Zeitung" (Samstagausgabe) unter Berufung auf Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). So werde die Ökosteuer-Umlage aller Voraussicht nach von derzeit 3,6 Cent auf 5 Cent je Kilowattstunde Strom ansteigen. Die Mehrk

Rheinische Post: Schröder: Es fehlen noch 60.000 Kita-Plätze / Betriebskitas stärker fördern

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder
(CDU) hält es für möglich, bis zum 1. Januar 2013 die erforderlichen
Kita-Plätze in Deutschland anzubieten. "Ganz Deutschland braucht
780.000 Plätze, in diesem Frühjahr haben noch 160.000 gefehlt.
Zwischen März 2011 und Mai 2012 sind 100.000 Plätze entstanden, für
die restlichen 60.000 haben die Länder 14 Monate", sagte Schröder der
in Düsseldorf erscheinenden "Rheinisc

Rheinische Post: Verdi und CDU kritisieren Diakonie in NRW

Vertreter von Gewerkschaften und Politik haben
die neue Entgeltregelung bei der Diakonie in Nordrhein-Westfalen
scharf kritisiert: "Der Umgang der Diakonie in NRW mit ihren
Altenpflegehelferinnen ist unanständig", sagte Verdi-Chef Frank
Bsirske der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post"
(Samstagausgabe). Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe hat ein
neues Tarifsystem eingeführt, wonach neu eingestellte
Altenpflegehelferinnen deutlich weniger Geh

Bayerns Finanzminister Söder kritisiert Bereitschaft der EZB zu neuen Anleihekäufen

Der bayrische Finanzminister Markus Söder (CSU) hat die Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi, nach der die Zentralbank zu weiteren Anleihekäufen von Euro-Krisenländern bereit sei, scharf kritisiert. "Die EZB geht einen gefährlichen Weg. Sie darf sich nicht vom Währungshüter zur Inflationsbank entwickeln", sagte er der "Bild am Sonntag". Die Märkte würden bei den Zinsaufschlägen auf Dauer nicht akzeptieren, dass die

BERLINER MORGENPOST: Die Welt kann nicht helfen / Leitartikel von Jochim Stoltenberg

Wie einst auf dem Balkan zeigen sich die Vereinten
Nationen (UN) auch auf dem syrischen Kriegsschauplatz als zahnloser
Tiger. So unfähig zum Handeln und Frieden stiften, dass selbst ihr
früherer Generalsekretär Kofi Annan als Sondervermittler resigniert
seine Mission für gescheitert erklärt. Wer, wenn nicht er mit seiner
Erfahrung, seinem Charisma und diplomatischen Geschick hätte eine
realistische Chance haben können, das Blutvergießen zu stoppen?

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Abgabe für Vermögende

Auf dem Trittbrett der Euro-Krise drängeln sich
nun alle, die Leistung schon immer nicht nach dem wirtschaftlichen
Ergebnis, sondern nach dem individuellen Einsatz bewertet wissen
wollen. Die versuchen, jedem halbwegs durch Arbeit und Talent
Begüterten mit dem Hinweis auf Hartz-IV-Bezieher ein schlechtes
Gewissen einzureden. Doch das Privatvermögen der Bürger darf nicht
zum von Neidkomplexen überfüllten Selbstbedienungsladen des Staates
werden. Die Wahrheit i

Rheinische Post: Euro-Dialektik Kommentar Von Reinhard Kowalewsky

Wie ist es zu verstehen, dass Deutschlands
Börsenindex Dax gestern auf ein Vier-Monats-Hoch sprang, obwohl
Spanien wohl unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen wird und obwohl
die Ratingagenturen nun auch noch Slowenien als Sanierungsfall
einstufen? Erstens zeigt sich, dass Europa keineswegs die
Weltwirtschaft alleine bestimmt. Die gestern gemeldeten 160.000 neuen
Jobs in den USA sind beispielsweise wichtiger als Turbulenzen im
Miniland Slowenien mit nur zwei Millionen Einwohnern