Rheinische Post: Schulden erlassen

Kommentar von Antje Höning

Die Lage wird ernster. Erst versicherte Mario Draghi, die
Europäische Zentralbank (EZB) werde alles tun, um den Euro zu retten.
Gestern erklärten Kanzlerin Merkel und ihr französischer Kollege
Hollande, sie würden alles tun, um die Eurozone zu schützen. Über die
Politik, die hinter dem Wort "alles" steckt, haben die Beteiligten
unterschiedliche Vorstellungen. Doch ihr Ziel ist gleich: Sie wollen
verhindern, dass die

Börsen-Zeitung: Spanien vor Default-Modus, Marktkommentar von Kai Johannsen

Ob der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB),
Mario Draghi, bei seiner Ankündigung, im Rahmen des EZB-Mandats alles
Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten, Spanien im Blick
gehabt hat, wird er wohl nie verraten. Aber es ist sehr
wahrscheinlich. Denn die Lage Spaniens an den Märkten ist
ausgesprochen prekär – so prekär, dass für Madrid Schützenhilfe aus
Frankfurt fast schon unumgänglich ist. Gerade die neue Handelswoche
wird für Spanien

Merkel gratuliert neuem serbischen Ministerpräsidenten Dacic

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem neuen serbischen Ministerpräsidenten Ivica Dacic zur Wahl gratuliert. "Ich verbinde damit die Hoffnung, dass Ihr Land die Annäherung an die Europäische Union durch weitere Reformen und die Normalisierung des nachbarschaftlichen Verhältnisses zum Kosovo engagiert fortsetzt", hieß es in einem Schreiben der Regierungschefin an Dacic. Die Bundesregierung werde Serbien auf diesem Weg "weiterhin tatkräftig unterst&uuml

Rheinische Post: Rumäniens Wahl

Ein Kommentar von Klaus Peter Kühn:

Morgen steht im EU-Mitgliedsland Rumänien weit mehr auf dem Spiel
als das politische Schicksal von Präsident Traian Basescu. Es geht um
die Frage, ob der Rechtsstaat zwischen Karpaten und Schwarzem Meer
noch eine Chance hat. Ansätze für eine solche Entwicklung auf einem
von Korruption und alten Seilschaften durchwachsenen Boden hat der
neue Ministerpräsidenten Victor Ponta weitgehend zertrampelt. Er
regiert vorzugsweise m

Mitteldeutsche Zeitung: zu Facebook

Facebook sieht sich noch immer als faszinierende
Idee mit enormem Potenzial. Doch an der Börse zählen Emotionen wenig,
sondern vor allem nackte Zahlen. Und hier liegt das Problem. Mit fast
einer Milliarde Nutzern ist eine Verlangsamung des Wachstums
unausweichlich. Jetzt geht es vor allem darum, die Nutzer zu halten
und ihre Anwesenheit in Geld umzuwandeln. Das ist ein Balanceakt,
denn das Netzwerk läuft Gefahr, seine Mitglieder auf der Suche nach
Profit zu verschrecken.

P

Rheinische Post: Deutschland imÖko-Wahn

Ein Kommentar von Michael Bröcker:

Nirgendwo sonst auf der Erde wird die Solarindustrie so gepäppelt
wie im wolkenreichen Deutschland. Die Politik wollte es so, als sie
mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine staatliche
Zwangsverordnung zur Einspeisung von Öko-Strom erdachte. Das Ziel,
die risikoreiche Atomkraft und die dreckige Kohle schnell durch
saubere Energien zu ersetzen, war richtig. Nur mutieren
Lenkungsgesetze oft zu Subventionsmaschinen. Photovoltaikanla

Mitteldeutsche Zeitung: zu Hexenstieg in Thale

Die einen wollen die Wanderer vor herunterfallenden
Gesteinsbrocken schützen. Darum sperren sie den Hexenstieg. Die
anderen wollen den Tourismus retten. Darum versuchen sie den
Hexenstieg wieder zu öffnen. Die Motive sind auf beiden Seiten
verständlich, ja nobel. Aber der Streit der Stadt Thale mit dem
Umweltministerium ist inakzeptabel, zerstört er doch das Vertrauen
der Bürger – ja, das gibt es noch! – in Behördenentscheidungen und
macht die Akteure di

Mitteldeutsche Zeitung: zu Euro/Erklärung Merkel-Hollande

Die positiven Aspekte: In Zeiten der Not arbeiten
Deutschland und Frankreich nach einigen Verstimmungen in den
vergangenen Wochen doch noch zusammen. Das mag beruhigend sein.
Merkel ist zudem bereit, den von ihr nicht geliebten Käufen von
Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank erneut zuzustimmen.
Sie hatte über diesen Streit einen EZB-Chefvolkswirt (Jürgen Stark)
und einen designierten EZB-Chef (Wolfang Weber) verloren und damit
viel deutschen Einfluss bei d

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu: Fiat zofft sich mit VW

Marchionnes blutiger Vergleich zeigt einen
Manager, dessen Nerven angesichts der aktuellen Lage blankliegen und
der von den eigenen Schwierigkeiten ablenken will. Sollte sich die
Euro-Krise weiter verschärfen, geht es für manchen europäischen
Hersteller in den nächsten Monaten schlicht ums Überleben. Was die
Rabatte angeht, schenken sich die Hersteller alle nichts: Für den
Fiat Punto gibt es aktuell Nachlässe bis zu 30 Prozent. Und
VW-Händler bieten

WAZ: Facebook hat ein Werbe-Problem. Kommentar von Sven Frohwein

Facebook schmiert ab und keiner will es
vorausgesehen haben. Zu schön, um wahr zu sein. Schon der
Ausgabepreis der Aktie war ambitioniert, immerhin war er kurz vor
Börsenstart noch einmal nach oben korrigiert worden. Die Anleger
haben den Preis bezahlt, Herr Zuckerberg hat sein Geschäft gemacht –
und auch die Banken, die ihm beim Gang aufs Parkett behilflich waren,
dürften gut verdient haben. Schon im Mai, kurz vor dem Börsengang,
gab es Meldungen, dass Facebook be