Die "Elgin"-Havarie, wie auch immer sie ausgeht,
ist wieder einmal ein Weckruf: Die Energiewende ist dringender denn
je. Vielleicht bewirkt ja erst ein gewaltiger Rumms vor Schottlands
Küste, dass die Verantwortlichen, die Industriebosse und die
Politiker endlich umdenken – und auch wir Normalbürger, die wir die
Energiejunkies sind.
Mit ihrem Veto zu einer Schlecker-Bürgschaft haben
sich die liberalen Wirtschaftsminister nicht gerade beliebt gemacht.
Dennoch war ihre Entscheidung richtig. Oder ist Schlecker etwa eine
systemrelevante Drogerie-Kette? Das Unternehmen hat sich im
Wettbewerb nicht bewährt. Wenn es aus eigener Kraft oder mit neuem
Investor nicht mehr auf die Beine kommt, muss es ausscheiden.
Jahrelang fiel der Drogerie-Konzern vor allem dadurch auf, dass er
die Mitarbeiter schlecht bezahlte und
Unter dem Deckmäntelchen des Freien Marktes hat
die versammelte Wirtschaftsministerkompetenz der FDP dafür gesorgt,
dass der Wettbewerb im Einzelhandel wohl verringert wird und statt
11 000 bald wohl doppelt so viele Verkäuferinnen arbeitslos
werden. Die Kosten für die Steuerzahler steigen. Warum? Weil die
Ablehnung der Transfergesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit das
komplette Aus für Schlecker bedeuten dürfte. Die Interessenten für
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Es war gestern ein weiterer bitterer Tag für die
Schlecker-Beschäftigten, als auch die letzte Hoffnung auf die
Einrichtung einer Transfergesellschaft für die Beschäftigten der
geschlossenen Filialen platzte. In zermürbenden Beratungen hatten die
Bundesländer um eine Lösung gerungen – am Ende scheiterte die
Bereitstellung einer Kreditbürgschaft am Widerstand der Länder
Sachsen, Niedersachsen und Bayern.
Die Fahrt zur Tankstelle wird mehr und mehr zur
Tortur. Dabei quält nicht allein die Tatsache, dass die Preise für
Diesel und Benzin seit Monaten nur noch die Richtung aufwärts kennen.
Ebenso schlimm ist die Machtlosigkeit, mit der Autofahrer dem Treiben
der Ölkonzerne ausgeliefert sind. Die finden immer wieder neue
Begründungen dafür, dass sie an der Preisschraube drehen müssen. Mal
ist es der schwache Dollar, dann sind es die Drohgebärden des Irans
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Die Vorsitzende der Partei Die Linke, Gesine Lötzsch, hat der FDP angesichts ihrer Blockade einer Bürgschaft für eine Transfergesellschaft für die Mitarbeiter der insolventen Drogeriekette Schlecker vorgeworfen, die Partei der sozialen Kälte zu sein. Lötzsch erklärte am Donnerstag in Berlin, dass die Blockade "ein empörender Vorgang" sei und warf den Liberalen zudem vor, in einem "marktradikalen Ideologiegefängnis gefangen" zu sein
Die Entscheidung von RWE und Eon, sich von den
Überlegungen zum Neubau von Kernkraftwerken in Großbritannien zu
verabschieden, ist nachvollziehbar und folgerichtig. Allein die
Planung einer Atomanlage verschlingt gut und gerne eine Viertel
Milliarde Euro. Viel Geld für eine große Unsicherheit. Damit sich
eine AKW-Investition von sechs bis acht Milliarden Euro lohnt, muss
eine Megawattstunde mehr als 100 Euro einbringen, in etwa das
Doppelte des heutigen Preises. Dahe
Immer größeren Aufwand müssen die Energiekonzerne
betreiben, immer tiefer müssen sie bohren, um die begehrten Rohstoffe
anzuzapfen. Der Stoff, der unsere Wirtschaft schmiert, wird zugleich
immer teurer. Angepeilt werden daher nun auch unzugängliche
Vorkommen, deren Ausbeutung bislang unwirtschaftlich war, etwa in der
Arktis. Mit dem Energiehunger steigt das Risiko. Jedes Jahr
registriert die OSPAR-Organisation der Nordatlantik-Küstenstaaten
Hunderte von gr&oum
Nach Jahren erbitterter Proteste gegen die Rente mit 67 bereitet die Gewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG Bau) einen Kurswechsel vor. "So wie die politischen Dinge liegen, müssen wir uns einfach auf die Aussicht vorbereiten, dass die Rente mit 67 nicht wieder aufgehoben wird", sagte IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Die IG Bau sei "keine Gewerkschaft, die nur mit dem Fuß aufstampft – sie erarbeitet konkrete Lösungen&q